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Banater Post

Grüße aus der alten Heimat überbracht

Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber überreichte dem HOG-Vorsitzenden Erwin Gallmann die Verdienstmedaille der Landsmannschaft in Silber und seiner Ehefrau einen Blumenstock.

Zu einem Höhepunkt des Abends gestaltete sich der Auftritt der Trachtengruppe des Kreisverbandes Augsburg.

Die Ehrung der über 80-jährigen Teilnehmer hat ihren festen Platz im Ablauf des Semikloscher Treffens. Fotos: HOG Großsanktnikolaus

Am 14. September trafen sich die Semikloscher zum 27. Mal. Wie schon 2017 fand das diesjährige Großsanktnikolauser Heimattreffen im großen Saal der Gaststätte „Alt-Kissing“ in Kissing bei Augsburg statt, der am Vorabend von Herta und Peter Bernhardt bestuhlt und geschmückt wurde.

Ab 14 Uhr warteten die Verantwortlichen auf die Gäste, die am Anfang recht spärlich erschienen, aber im Laufe des Nachmittags wurden sie von der hohen Anzahl gut gelaunter Landsleute überrascht. Dank dreier Jahrgangstreffen von recht jungen Generationen verzeichnete der HOG-Vorstand ein Plus von über 50 Personen im Vergleich zu den Treffen 2015 und 2017.

Die ersten fünf Stunden der Veranstaltung wurden von allen Beteiligten voll ausgekostet, um mit so vielen Leuten wie möglich ins Gespräch zu kommen. Ab 19 Uhr unterhielten uns die „Schlagerbengel“ mit schönen alten, aber auch ganz neuen Titeln, die so manche Landsleute auf die Tanzfläche lockten.

Im Laufe des Abends bedankte sich HOG-Vorsitzender Erwin Gallmann bei allen Anwesenden für ihr Kommen. Einen besonderen Willkommensgruß richtete er an die geladenen Gäste, die den langen Weg von Großsanktnikolaus nach Kissing in Kauf genommen haben, um dabei zu sein. Es waren Dietlinde Huhn, die Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Großsanktnikolaus, der römisch-katholische Seelsorger Attila Andó sowie Ramona und József Roosz-Suba. Dem Bürgermeister der Stadt Großsanktnikolaus Dănuţ Groza war es leider nicht möglich, den Termin wahrzunehmen.

Der Ehrenvorsitzende der HOG Großsanktnikolaus und zugleich Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber war mit seiner Gattin Hiltrud wie immer an der Seite seiner Semikloscher. Für Erwin Gallmann hatte er eine Überraschung parat: Er überreichte ihm die Verdienstmedaille der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Silber samt Urkunde „als Dank und Anerkennung für langjährige Verdienste um unseren Verband und für das Wohl unseres Banater Volksstammes“. Der  HOG-Vorsitzende dankte Leber für die Ehrung und hob hervor, dass eher diesem zu danken sei, und zwar für alles, was er für unsere Banater Landsleute bisher getan habe.

Dietlinde Huhn ließ es sich nicht nehmen, den über 250 Gästen im Saal Grußworte zu überbringen. Sie hatte das neu erschienene Friedhofsbuch dabei, das sie zusammen mit ihrem Bruder Otmar herausgebracht hat. Das 500 Seiten umfassende Buch ist das Ergebnis einer sehr aufwändigen Erfassungs-, Recherche- und Dokumentationsarbeit und kann von jedem Interessierten erworben werden. Die Autoren selber wollen kein Geld für das Buch, sondern bitten um eine Spende für den Erhalt des Friedhofs in der Deutschgemeinde. Das Friedhofsbuch Großsanktnikolaus kann bei Hans Schüssler, Tel. 08679 / 3969, bestellt werden.

Pfarrer Attilo Andó unterstrich in seinem Grußwort seine Verbundenheit mit den Semikloschern, die heute nicht mehr in Großsanktnikolaus leben. Er sei offen für deren Anliegen und freue sich über eine Fortführung der guten Zusammenarbeit mit der Heimatortsgemeinschaft. Im Jahre 2024 feiert Großsanktnikolaus den 200. Jahrestag der Weihe der katholischen Kirche.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Banater Trachtengruppe Augsburg. Die mitwirkenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen präsentierten farbenfroh und stimmungsvoll ihre Volkstänze, die bei den Zuschauern großen Anklang fanden.

Bei den Semikloscher Treffen gehört es zur Tradition, die über 80-Jährigen nach vorne zu bitten, um ihnen mit einem kleinen Präsent für ihr Kommen zu danken. Diesmal mussten wir feststellen, dass nur fünf betagte Landsleute den Weg zum HOG-Treffen gewagt hatten.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Tombola. Es gab 50 Preise, die von den Vorstandsmitgliedern gesponsert worden waren. Der Erlös in Höhe von 300 Euro wurde, wie schon bei den letzten zwei Treffen, Dietlinde Huhn zur Verfügung gestellt, um auf dem Friedhof der Deutschgemeinde verschiedene Sonderarbeiten in Auftrag zu geben und zu finanzieren.

Kurz nach 2 Uhr spielten die Musiker die letzten Lieder, und damit endete das gelungene Heimattreffen. Da für die meisten Gäste die Zeit an diesem Abend viel zu schnell vergangen ist und es noch vieles zu besprechen gibt, werden wir uns im September 2021 wieder treffen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in zwei Jahren.