zur Druckansicht

Heimatortsgemeinschaft Großsanktnikolaus

Die HOG

Das erste Heimattreffen fand am 13. September 1975 in Ulm statt. Erster Vorsitzender war Pfarrer Adolf Fugel (1975-1984), es folgten Franz Tinnes (1984-1991), Peter-Dietmar Leber (1991-2009), Erwin Gallmann (2009-2025) und Melitta Lismann (seit 2025).

Heimattreffen finden alle 2 Jahre statt, das 30. HOG-Treffen war am 11. Oktober 2025 in Rosenheim.

Unser Heimatbuch wurde 2005 herausgegeben, außerdem sind bisher 9 Heimatblätter erschienen.

Der Ort

Großsanktnikolaus ( banatschwäbisch: Semiklosch, Nikloos oder Sanniklos; rum. Sannicolau Mare; ung. Nagy Szent Miklos, serb. Veliki Semiklus) ist die westlichste Banater Heidestadt und liegt an den Ufern des kanalisierten Aranka-Flüsschens und etwa 25 km von der serbischen und 16 km von der ungarischen Grenze entfernt.

Archäologischen Funden zufolge war das Gebiet bereits im Neolithikum, in der Bronzezeit und während der Römerzeit bewohnt. Nach der Einnahme des Gebietes durch die Ungarn, geht „Zentmiklos“ laut Schenkungsurkunde des ungarischen Königs Sigismund von Luxemburg vom 12. August 1421 an Marczali Dozsa, Bischof der Tschanader Diözese. 1552 fällt „Veliki-Szent-Miklos“ an das ottomanische Reich. Die türkische Festung - anhand einer alten Abbildung von 1560 - von einer Festungsmauer umringt, hatte ein Minarett, eine Janitscharenschule und 30 steuerpflichtige Wohnhäuser. Nach der Befreiung des Banats 1716 durch Prinz Eugen von Savoyen, gehörte Großsanktnikolaus dem Tschanader Distrikt an und war Verwaltungssitz.

Deutsche Siedler werden bereits 1722 erwähnt. Unter der Oberaufsicht des k.u.k. Administrationsbeamten des Temescher Banates, Johann Andreas Laff (1707-1786) wurde der Ort mit deutschen Kolonisten aus dem Reich erweitert. 1752 kamen 40 Familien, die r.k. Pfarrei wurde gegründet. Zwecks weiterer Ansiedlungen entstand am Westrand des Ortes ein neuer Ortsteil – Deutschsanktnikolaus- mit 152 neuen Häusern. Die Mehrheit der Siedler kamen während des zweiten „Großen Schwabenzuges“. Deutschsanktnikolaus (rum. Sannicolau German, im Volksmund „Comuna germana“) hatte eine eigene Verwaltung bis 1942, als es Großsanktnikolaus per Dekret einverleibt wurde. Ebenso der südlich der Aranka entstandene Ortsteil „Zigheet“. Hier hat 1799 der serbische Bauer Pera Vuin in seinem Garten den berühmten „Schatz von Nagyszentmiklos“ gefunden: 23 Goldgefäße mit einem Gewicht von 9,924 kg, ausgestellt im Kunsthistorischen Museum in Wien.

In Großsanktnikolaus überwiegt die südrheinfränkische „fescht“-Mundart.

Der griechische Viehhändler Christoph Nako kaufte 1781 die Grundherrschaft „Nagy-Szentmiklos“. 1784 von Kaiser Franz I. in den Grafenstand erhoben, ist ihm und seinen Nachfolgern der wirtschaftliche Aufschwung zu verdanken. Die serb-orth. Kirche, die erste Landwirtschaftsschule auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens, das Krankenhaus, eine Schule mit Internat und nicht zuletzt die imposante katholische Kirche sind mit erheblichen Mitteln der gräflichen Familie errichtet worden.

Der bekannte Komponist, Pianist und Folkloreforscher Béla Bartók wurde am 25. März 1881 in Großsanktnikolaus geboren und starb am 26. September 1945 in New York City.

Großsanktnikolaus hatte 1880 insgesamt 10.736 Einwohner, davon 4.678 Deutsche (43,6 %), 1930 waren es 10.676 Einwohner, davon 3.842 Deutsche (36 %). Deutschsanktnikolaus hatte 1880 insgesamt 1.848 Einwohner, davon 1.657 Deutsche (89,6%) und 1930 genau 1.569 Einwohner, davon 1.397 Deutsche (89 %). Im Jahre 2021 betrug die Zahl der Einwohner 10.627 Personen, davon waren 136 Deutsche (1,3 %).

Es besteht eine Städtepartnerschaft zu Burgkirchen an der Alz in Bayern.

 

Kontaktdaten

Anschrift:
Heimatortsgemeinschaft Großsanktnikolaus
in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.
c/o Melitta Lismann
Brückenstr. 2
D-63906 Erlenbach am Main

E-Mail:
melitta.lismann@t-online.de

Internet:
https://hog-grosssanktnikolaus.jimdofree.com/