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Banater Post

Banater Volkstanzfest in Ulm

Vor der Kulisse des Ulmer Münsters tanzt die Gruppe aus Singen. Foto: Walter Wolf

ie Tanzgruppe »Banater Rosmarein« aus Temeswar zeigt ihr Können in der Ulmer Fußgängerzone. Foto: Walter Wolf

 

Seit Monaten wurde geplant und alles genauestens organisiert. Die Vorfreude auf den Banater Heimattag am 26. und 27. Mai war groß. Dann war es endlich soweit: das Ulm-Wochenende war gekommen. Am Samstagmorgen reisten die Trachtentanzgruppen an und begannen sogleich mit den Vorbereitungen für den großen Auftritt in der Ulmer Fußgängerzone. Nachdem die Aktiven im Donauschwäbischen Zentralmuseum die Tracht angelegt hatten, formierte sich ein langer Trachtenzug, der – von mehreren Blaskapellen begleitet – in Richtung Innenstadt marschierte. Schon auf dem Weg lockten die schönen banatschwäbischen Trachten viele neugierige Blicke an.

Diesmal stellten sich die Banater Trachtengruppen an gleich drei Plätzen in der Fußgängerzone der Ulmer Bürgerschaft und den in großer Zahl anwesenden Landsleuten vor. Beim Einstein-Denkmal traten die Tanzgruppen aus Pfungstadt und Waldkraiburg in Begleitung der Banater Blaskapelle Waldkraiburg auf. Am Neuen Brunnen zeigten die Tänzerinnen und Tänzer aus Karlsruhe und Reutlingen ihr Können. Für gute Musik sorgte hier die Blaskapelle Original Banater Echo. Schließlich bekamen die Zuschauer am dritten Standort, in der Nähe des Stadthauses und Ulmer Münsters, den Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“ aus Temeswar und die Tanzgruppe aus Singen zu sehen. Zu den Tanzvorführungen der Rosmareiner spielte deren eigene Kapelle auf, während die Singener Gruppe von den Weinbergmusikanten begleitet wurde. Viele Zuschauer versammelten sich an den Plätzen und folgten begeistert den Darbietungen der Trachtengruppen. Nicht wenige drückten ihre Bewunderung für die farbenfrohen Trachten aus und belohnten mit viel Beifall die tänzerische und musikalische Leistung der Banater.

Wer mehr über die Banater Schwaben oder die einzelnen Gruppen erfahren wollte, konnte sich an den Infoständen der DBJT informieren, die verschiedene Materialien – unter anderem auch den neuen DBJT-Flyer, das Programm des Heimattages oder Exemplare der Verbandszeitung – bereithielten und jedem Interessierten bereitwillig Auskunft erteilten.

Um die Mittagszeit setzten sich die Trachtentanzgruppen unter den Klängen der Blasmusik Richtung Rathaus in Bewegung. Auf dem Marktplatz neben dem Rathaus bot sich den Zuschauern ein beeindruckendes Bild, als alle Trachtenpaare die gemeinsamen Tänze „Kathi-Ländler“ und „Veilchenblaue Augen“ vorführten. Währenddessen fand im Rathaus der Empfang einer Abordnung der Banater Schwaben durch den Ulmer Oberbürgermeister Ivo
Gönner statt. Daran nahmen auch je zwei Paare von jeder Tanzgruppe teil. Sowohl das Ulmer Stadtoberhaupt als auch der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Peter-Dietmar Leber, vergaßen nicht, in ihren Ansprachen den Beitrag der Banater Jugend und Trachtengruppen zur Gestaltung des Heimattages hervorzuheben. In diesem Jahr seien in Ulm so viele Tanzgruppen und Blaskapellen wie noch nie öffentlich aufgetreten, sagte der Bundesvorsitzende; dies sei eine Geste des Dankes der Banater Schwaben an ihre Patenstadt, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „300 Jahre Aufbruch von Ulm entlang der Donau“ in diesem Jahr auch an die Auswanderung unserer Vorfahren ins Banat erinnert.

Nach dem Empfang marschierte der Trachtenzug durch den Metzgerturm der Donau entlang zum Auswandererdenkmal am Donauschwabenufer. Bei der Gedenkfeier hieß Oberbürgermeister Gönner noch einmal alle Banater Schwaben in Ulm herzlich willkommen und wünschte dem Heimattag einen erfolgreichen Verlauf. Pfarrer Peter Zillich ging in seiner Ansprache auf die geschichtlichen Erfahrungen unserer Gemeinschaft ein, auf die der Spruch
zutrifft: „Wir blühen in der Freude und wachsen im Leid.“