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Banater Post

Unterstützung aussiedlerpolitischer Anliegen zugesagt

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner und Bundesbeauftragter Dr. Bernd Fabritius mit den Vertretern der Landsmannschaft der Banater Schwaben (von rechts Landesvorsitzender Harald Schlapansky und Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber) und des Verbandes der Siebenbürger Sachsen (von links stellvertretender Bundesvorsitzender Dr. Andreas Roth, Ehrenbundesvorsitzende Herta Daniel und Landesvorsitzender Werner Kloos) Bildquelle: StMAS

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius absolvierte am 16. März einen Antrittsbesuch im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und traf die jüngst ins Amt berufene Staatsministerin Carolina Trautner zu einem Arbeitsgespräch. Themen waren neben der aktuellen Lage die Förderung der in Bayern lebenden Aussiedler und Spätaussiedler sowie die personenkreisbedingte Altersarmut durch benachteiligende Regelungen im Rentenrecht.

Staatsministerin Trautner sagte in einem ausführlichen freundschaftlich-konstruktiven Gespräch die Fortsetzung des Engagements der bayerischen Landesregierung in der Aussiedlerpolitik zu, insbesondere in der Frage der Beseitigung personenkreisspezifischer Benachteiligungen im Rentenrecht. Des Weiteren wurde seitens der Staatsministerin die Unterstützung Bayerns bezüglich des geplanten Ausbaus der Geschäftsstellen der Verbände der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen zu landesweit tätigen Kulturzentren durch Aufnahme in eine institutionelle Förderung zugesichert.

Bundesbeauftragter Dr. Bernd Fabritius dankte Staatsministerin Trautner und der bayerischen Staatsregierung für die Unterstützung aussiedlerpolitischer Anliegen. Fabritius und Staatsministerin Trautner vereinbarten eine regelmäßige Fortsetzung des Dialogs und Abstimmung in wichtigen Fragen.

Im Anschluss an das Gespräch empfing Staatsministerin Trautner den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabri-tius sowie Vertreter der Bundes- und Landesvorstände der Verbände der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen zu einem Meinungsaustausch.

Trautner würdigte dabei den großartigen Einsatz der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen für die Pflege ihrer Kultur und dankte ihnen insbesondere für ihre Jugendarbeit. „Ihnen gelingt es in hervor-ragender Weise, Ihre Kultur, Ihr Schicksal und Ihre Geschichte lebendig im Bewusstsein zu halten und auch an die jüngere Generation weiterzugeben“, betonte Ministerin Trautner. „Sie halten engen Kontakt zur deutschen Minderheit in Siebenbürgen und im Banat, unterstützen diese und sind wichtige Brückenbauer für ein geeintes Europa.“ Staatsministerin Trautner hob hervor, dass Bayern stets fest an der Seite der Siebenbürger und Banater stehe: „Bayern war und bleibt eine treibende Kraft, wenn es um das Thema der Rente für Spätaussiedler geht. Wir setzen uns auch nachdrücklich dafür ein, dass Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben ihre beiden Geschäftsstellen in München zu landesweit wirkenden Kulturzentren ausbauen können. Wir wollen ihnen so die Möglichkeit geben, dass sie ihre Landsleute noch intensiver bei der Pflege ihrer Kultur unterstützen können.“

Bundesbeauftragter Dr. Bernd Fabritius dankte Bayern für den engen Schulterschluss und die umfangreiche Unterstützung. Auch der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber dankte der Bayerischen Staatsregierung für diesen großen Schritt zur Förderung der Kulturarbeit der Banater Schwaben, der Planungssicherheit bringe und einen substantiellen Ausbau der Kulturarbeit ermögliche. Zugleich unterstrich er die Bedeutung des politischen Handelns des Bundesbeauftragten Dr. Bernd Fabritius und die Empathie des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder für unsere Belange, die letztlich dazu geführt hatten, dass Bayern diesen Schritt gemacht habe. Er unterstrich, dass unsere Verbände offene Gemeinschaften seien, in denen zunehmend nicht die Herkunft, sondern das Interesse für Themen aus unserer Geschichte und Kultur den Zugang bestimme. Gerade in der Jugendarbeit sei das offensichtlich und willkommen.

Harald Schlapansky, Vorsitzender  des Landesverbandes Bayern, brachte als Beispiel die grenzüberschreitende Jugendarbeit, die seit vielen Jahren erfolgreich betrieben werde. Es freue ihn sehr, dass die Jugend- und Kulturarbeit nun ausgebaut werden könne, sagte der Landesvorsitzende, der zuvor die Glückwünsche der Ministerin zu seiner Wahl entgegennehmen durfte.