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Banater Post

Heimat − Begegnung − Identität - Treffen der HOG Sanktanna

Der Gottesdienst wurde von Monsignore Andreas Straub und Pfarrer Josef Hell zelebriert und von der Sanktannaer Blaskapelle, Sängerinnen und Sängern sowie Katharina Schmidt an der Orgel musikalisch begleitet.

Der HOG-Vorstand mit den Ehrengästen des Jubiäumstreffens: Vertreter der Landsmannschaft der Banater Schwaben, der Stadt Sanktanna, der Stadt Nürtingen und der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn

Monsignore Andreas Straub (links) und Anton Bleiziffer wurden mit der Jubiläumsmedaille der HOG Sanktanna durch die Vorsitzenden Katharina Schmidt (links) und Theresia Reiter ausgezeichnet. Fotos: Brunhilde Forro

Das 20. Heimattreffen, zu dem die Heimatortsgemeinschaft Sanktanna am 1. Juni nach Nürtingen eingeladen hatte, gestaltete sich für die rund 600 Besucherinnen und Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis, und dies aus gleich mehreren Gründen. Zum einen bot das Jubiläumstreffen alles, was zu einem besonderen Ereignis dazugehört: kulturelle Höhepunkte, Trachtenpaare, Brauchtums- und Tanzdarbietungen, Ehrungen, Blasmusik und viele Gelegenheiten zum frohen und gemütlichen Austausch und zum geselligen Beisammensein. Zum anderen haben gleich beide Bürgermeister der Stadt Sanktanna, Daniel Tomuta und sein Vize Cornel Gligor wie auch der Technische Beigeordnete der Stadt Nürtingen Andreas Neureuther den Sanktannaern die Ehre erwiesen.

Dass wir Sanktannaer bereits das 20. Heimattreffen organisierten und die HOG seit 38 Jahren besteht, ist ein beredtes Zeugnis dafür, dass wir unsere Gemeinschaft und den Zusammenhalt ebenso wie unsere Kultur und unsere Traditionen pflegen und bewahren. Darauf zielte auch das Motto dieses Jubiläumsfestes ab: „Heimat. Begegnung. Identität“, das von den Rednern vielfach aufgegriffen und in seinen unterschiedlichen Facetten erläutert wurde. Das Motto ist Ausdruck der Lebenseinstellung der Sanktannaer, denen aus ihrer Heimatverbundenheit heraus Begegnungen wichtig sind, zumal diese die Identität fördern und stärken.

Traditionsgemäß startete das Jubiläumstreffen mit dem feierlichen Einzug der Trachtenpaare, Fahnenträger, Ehrengäste und des Vorstandes in die Stadthalle. Der sich anschließende Gottesdienst wurde von Monsignore Andreas Straub und Pfarrer Josef Hell, stellvertretender Dekan des Dekanats Auerbach, zelebriert. Mit seiner inhaltsreichen, tiefschürfenden Predigt gelang es Monsignore Straub auch dieses Mal, die Herzen und Seelen der Sanktannaer zu berühren. Katharina Schmidt hatte die musikalische Organisation inne und begleitete als Organistin den Gottesdienst, unterstützt von freiwilligen Sängerinnen und Sängern auf der Bühne und im Saal. Die Sanktannaer Blaskapelle unter der Leitung von Josef Wunderlich umrahmte den Gottesdient mit dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ und spielte traditionsgemäß den Trauermarsch sowie weitere ausgewählte Stücke.

Die Kollekte der heiligen Messe (insgesamt 1220 Euro) wird für die Renovierung der Herz-Jesu-Kirche in Altsanktanna verwendet. Dazu kommen noch zweckgebundene Spenden zugunsten der Herz-Jesu-Kirche seitens der HOG Sanktanna (1000 Euro), der Blasmusikapelle (550 Euro) und der Familie Tänzler aus Sindelfingen (500 Euro). Der HOG-Vorstand spricht allen Landsleuten, die das Kirchenrenovierungsprojekt finanziell unterstützt haben, seinen herzlichen Dank aus.

Auf den feierlichen Gottesdienst folgten die traditionellen drei Tänze der Trachtenpaare, angeführt von dem Vortänzerpaar Wolke Kratteit und Robin Lategan mit dem buntgeschmückten Kirchweihstrauß.

Bis zum Beginn des Festprogramms gab es viel Zeit und zahlreiche Möglichkeiten für Begegnung und Austausch mit Freunden und Bekannten, während im Hintergrund Fotopräsentationen mit Impressionen von den bisherigen Heimattreffen und vom 150. Kirchweihjubiläum in Sanktanna liefen. Dies wie auch der etwas andere Programmablauf waren wesentlich neue Akzente, die das diesjährige Heimattreffen nicht nur kurzweilig, sondern zu einem gelungenen Fest für alle werden ließen.

Mit dem Grußwort der Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaft Sanktanna Katharina Schmidt und Theresia Reiter begann um 15 Uhr das zweistündige offizielle Festprogramm. Es folgten die Festansprache der stellvertretenden Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Christine Neu sowie die Grußworte der Bürgermeister Daniel Tomuţa (Sanktanna) und Andreas Neureuther (Nürtingen), des Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn Joschi Ament, des Vorsitzenden des Fördervereins Mutter-Anna-Kirche Sanktanna Herbert Hellstern und des Ehrenvorsitzenden der HOG Sanktanna Josef Lutz. Das Programm wurde von den beiden HOG-Vorsitzenden kurzweilig moderiert und kulturell umrahmt mit gemeinsamem Singen von Volksliedern und der Vorführung von fünf typisch banatschwäbischen Tänzen durch die Trachtengruppe des Kreisverbandes Ingolstadt unter der Leitung von Ewald Buschinger.

Über den Besuch der politischen Spitze der Stadt Sanktanna, vertreten durch die beiden Bürgermeister Tomuţa und Gligor mit Ehepartnerinnen, waren alle Teilnehmer des Treffens sehr erfreut. Sie überbrachten die Grüße unserer Heimatstadt und berichteten von ihrer Arbeit sowie den anstehenden Projekten.

Im Rahmen des Festaktes wurden Ehrungen durch den Vorstand der HOG Sanktanna vorgenommen. Mit der Jubiläumsmedaille in Bronze wurden die Mitglieder des Organisationsteams und der Blasmusikkapelle geehrt: Martin Arendt, Michael Eberwein, Erika Kress, Franz Kress, Rodica und Stefan Mackert, Annemarie Oster, Johann Pop, Michael Reiter, Irmgard Teuber und Katharina Zimmermann.
Die Jubiläumsmedaille in Silber erhielten weitere Mitglieder der Blasmusikkappelle (Johann Eberwein Martin Kress, Johann Marksteiner, Erich Reinert, Johann Reinholz, Anton Schauer, Stefan Schauer, Elfriede Schiller und Josef Zirmer) sowie Anni Macarie und Helmut Weinschrott, die sich jahrelang um die Geschicke des Seniorenheims in Sanktanna gekümmert haben. Auch Herbert Hellstern und Pater Gottfried Borth wurden mit der Silbermedaille bedacht.

Mit der Jubiläumsmedaille in Gold wurden Monsignore Andreas Straub und Anton Bleiziffer ausgezeichnet. Monsignore Straub hat bei fast allen Heimattreffen den Gottesdienst zelebriert, er ist und bleibt für uns Sanktannaer unser Heimatpfarrer, der uns allen durch sein Glaubenszeugnis immer ein Vorbild war und mit seinen Predigten ganze Generationen bis heute begeistern kann. Anton Bleiziffer wurde für sein besonderes Engagement im Dienste unserer Gemeinschaft als Kulturbeauftragter und Kulturbotschafter ausgezeichnet. Ebenfalls mit der Goldmedaille wurde der Familien- und Heimatforscher Alf Kührt geehrt.

Und natürlich gab es wieder Blasmusik vom Feinsten, dargeboten von unserer Sanktannaer Blasmusik-
kapelle. Der Auftritt der ortsansässigen Linedance-Gruppe „Thunder Foot“ brachte einen etwas anderen musikalischen und tänzerischen Aspekt in das Nachmittagsprogramm und sorgte dadurch für Abwechslung. Ein weiterer Programmpunkt war der Vorstellung der Aufgaben und anstehenden Projekte des Fördervereins Mutter-Anna-Kirche durch Katharina Hell gewidmet.

Für ein schwungvolles Abendprogramm mit Tanz bis in die frühen Morgenstunden sorgte die Spontan Live-Band unter der Leitung des Sanktannaers Sigmund Göltz.

Ein herzliches Dankeschön gebührt den Organisatoren und allen Mitwirkenden, den Priestern, den Fotografen und Filmern, insbesondere auch dem Organisationsteam aus Nürtingen. Das eingespielte Team sorgte zusammen mit dem Vorstand für einen reibungslosen Ablauf und eine angenehme Atmosphäre. Herzlich bedanken wir uns bei den Trachtenpaaren der Ingolstädter Tanzgruppe und jenen in Sanktannaer Tracht: Katharina und Manfred Hildebrandt, Rosa und Martin Hermann, Maria und Johann Reinholz sowie Maria und Anton Mayer. Vergeltsgott sagen wir den Fahnenträgern Emma und Franz Kappes, Franz Marksteiner, Franz Wiesenmayer und Anton Zimmermann sowie der Blasmusikkapelle. Unser dank gilt auch dem Haus der Heimat in Nürnberg, dessen Vorstand und Geschäftsleiterin Doris Hutter, für die finanzielle Unterstützung der HOG Sanktanna.

Viele unvergessliche Momente an diesem Tag und bei diesem Jubiläum werden wieder in Erinnerung bleiben. Trotz abnehmender Besucherzahlen bleibt doch ein starkes Interesse an unserer Gemeinschaft. Für uns Sanktannaer sind solche Treffen, die Begegnung und Austausch ermöglichen, wichtig. Sie helfen Erinnerungen an die alte Heimat aufleben zu lassen und Traditionen in der neuen Heimat fortzuführen. Dabei bleibt Sanktanna das starke Band, das unserer Gemeinschaft zusammenhält.