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Banater Post

Gute Unterhaltung und viel zum Lachen

Allen Mitwirkenden aus Freiburg und Augsburg sowie den Helfern wurde auf der Bühne gedankt, und die Vorsitzende des Kreisverbandes überreichte Blumen. Fotos: Nikolaus Dornstauder

Hauptdarsteller Helmut Reiter und seine Frau (Käthe Zippel) in der Szenette „Es Postamentl“, ein Satirestück in banatschwäbischer Mundart

Der Anlass zur Einladung nach Augsburg für 2019 lag schon länger zurück, es war der erfolgreiche Auftritt der 2017 gegründeten Freiburger schwäbischen Theatergruppe in Frankenthal im Frühjahr 2018. Damals trat die Laienspielgruppe des Kreisverbandes Freiburg mit dem Mundartstück „Ich sin de Herr im Haus“ beim jährlichen Treffen der Vertreter der Heimatortsgemeinschaften und Kreisverbände der Landsmannschaft auf. Regie führte der erfahrene Schauspieler Hans Jakoby, die Leitung hatte Helmut Reiter inne. Beide wirken auch als Schauspieler mit. Die Teilnehmer-Vertretung des Augsburger Kreisverbandes in Frankenthal schlug daraufhin vor, die begeisterten Laienspieler nach Augsburg einzuladen. Mit dem Auftritt verbinden wollten die Vorsitzende Dr. Hella Gerber und ein Kreis ihrer Mitstreiter die Gründung einer eigenen Theatergruppe des Vereins und das Aufleben der alten Banater Tradition der „Bunten Abende“.

Die Freiburger waren gern gekommen, in eigener Regie und mit einem sehr praktikablen Bühnenbild, das auf der Bühne des Festsaals der Gastwirtschaft „Neuer Hubertushof“ im Stadtteil Firnhaberau gut zur Geltung kam. Vor vollem Saal – gekommen war auch die aus dem Banat stammende Bezirksrätin Annemarie Probst – konnte die Vorsitzende Dr. Gerber die Gäste begrüßen, Josef Zippel (zuständig für die Technik) stellte kurz die achtköpfige Freiburger Gruppe und ihr Abendprogramm vor. Dieses umfasste als Hauptteil das oben erwähnte unterhaltsame Mundartstück der Banaterin Käthe Stein und zwei kurze Szenetten: „Kusch Mucki“ mit Hans Jakoby als Krankenhaus-„Portar“, der mit seiner Rolle an eine von vielen nicht vergessene Zeit und ihre Auswüchse humorvoll erinnerte, und dann wieder in Mundart „Es Postamentl“, ein Satirestück aus der banatschwäbischen (Familien-)Welt.

Augsburger Erstauftritt

Das Gastspiel und die Bühnenausstattung konnte die neu gegründete und begeisterte Spielergruppe des Augsburger Kreisverbandes als kleine Premiere nutzen. Die Initiative hatte nach Aufrufen ein gutes Echo gefunden. Ein Dutzend Landsleute verschiedenen Alters fanden sich bereit, künftig Theater zu spielen. Der Suche nach passenden Stücken konnte dadurch ein Ende gesetzt werden, dass die pensionierte Lehrerin Edith Achim selbst die ersten und inzwischen weitere Stücke für die Gruppe verfasste, hochdeutsch und in Mundart, die sie sicherlich gern auch an andere Theatergruppen weitergibt.

So gab es bei der Premiere der Augsburger zwei kurze Einstiegsdarbietungen in Mundart, eine unter dem Titel „Des versteh ich net“, mit Oma Edith und ihrer Enkelin Moni (auch im wirklichen Leben) sowie ein Drei-Personen-Stück („So sin die Männer“) mit dem Ehepaar (auch im Stück) Christa und Ferdinand Eichinger und Günter Krepil in der Vaterrolle. Auch diese Auftritte brachten gute Unterhaltung und wurden mit viel Beifall belohnt.

Für beide Gruppen und ihre Helfer (Souffleuse, Regie, Mitwirkende an den geplanten Stücken) gab es zum Schluss auf offener Bühne Blumen und Dank seitens des Vorstandes, den die Vorsitzende Hella Gerber übermittelte. Die Freiburger waren herzlich empfangen worden und fühlten sich „gut aufgehoben“ bei den Augsburgern.

Anschließend an die Theateraufführungen spielten die Augsburger Musikanten unter Werner Zippel bis Mitternacht zum Tanz auf.

Mitte September nimmt die Augsburger Gruppe die Proben auf für ein Engel-Stück zur Advents- beziehungsweise Weihnachtsfeier (sechs Personen), ein zweites Engel-Stück hat Edith Achim bereits für 2020 verfasst. Für ein abendfüllendes Lustspiel in Mundart wurden ebenfalls die Proben aufgenommen, und zwar geht es um eine schwäbische Oma, die nach Paris fährt („Die Oma fahrt uf Paris“, Stück in drei Bildern).