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Banater Post

Banater Tradition in der fränkischen Heimat

Voller Stolz präsentierten die Banater Schwaben aus Nürnberg/Fürth (hier vor der Fürther Stadthalle) ihre schönen Trachten. Fotos: KV Fürth

Das Vortänzerpaar Claudia und Wolfgang Middendorf − vor einem Jahr noch zu dritt, jetzt schon zu viert, mit den Söhnen Maximilian und Michael.

KV Fürth: Beim prachtvollen Erntedankfestzug marschierten 22 Banater Trachtenpaare mit - Wenn’s mal wieder in der ganzen Altstadt nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte  und Erdnüssen, nach Langosch, Schmalzgebäck und Fritten, nach geräucherter Forelle, Bratwurst oder Ochs vom Spieß duftet, dann wird in Fürth die Michaelis-Kärwa, eines der ältesten und größten Volksfeste in Franken, gefeiert. Die größte Straßenkirchweih Süddeutschlands dauert fast zwei Wochen lang und wird am Bauernsonntag vom prachtvollen Erntedankfestzug gekrönt.

Auch in diesem Jahr, am 11. Oktober, war es mal wieder soweit. Der umjubelte Höhepunkt, der Erntedankfestzug, ging bei sonnigem Wetter reibungslos über die Bühne. Diesmal machten neunzig Gruppen und Vereine mit, eine Gala buntgeschmückter Kirchweihwagen, und mittendrin im prunkvollen Aufmarsch auch die Fußgruppe der Landsmannschaft der Banater Schwaben aus Nürnberg/Fürth. Angeführt wurde die aus 22 Paaren bestehende Trachtengruppe vom Kirchweihvater Jakob Dietz, gefolgt vom Vortänzerpaar Claudia und Wolfgang Middendorf, die in alter Hatzfelder Tracht mitmachten und den grün-weiß geschmückten Kirchweihstrauß stolz zur Schau trugen. Große Bewunderung ernteten auch die hinreißenden Kinderpaare Marlies und Isabell Meßthaler mit Luis Kling sowie die hübschen Mädchen Emely Stöckl, Greta Kiefer und Sarah Zimmermann, die alle problemlos und mit Bravour die fast vier Kilometer lange Strecke meisterten.

Die Gruppe der Banater Schwaben bekam riesengroßen Beifall von den fast 150000 schaulustigen Gästen, die den Straßenrand säumten. Viele riefen uns Komplimente zu, applaudierten, wollten wissen, ob das ein alter Hochzeitszug sei und bewunderten die wunderschönen Trachten, die auch heute noch für jeden Träger ein Ausdruck von Zugehörigkeit und ein Bekenntnis zur Gemeinschaft der Banater Schwaben sind.

Auch vom Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung erhielt die Landsmannschaft ein Schreiben, in dem sich das Stadtoberhaupt für deren Teilnahme am Erntedankfestzug bedankt. Die Stadt Fürth hat sich nämlich in diesem Jahr, mit Kärwa und Erntedankfestzug, für das immaterielle UNESCO-Kulturerbe beworben. Ein langer Weg zum Ziel, aber die Chancen für die Aufnahme in die UNESCO-Liste stehen nicht schlecht. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, so können auch wir Banater Schwaben stolz darauf sein, unseren Beitrag zur kulturellen Vielfalt und Aufrechterhaltung dieser wertvollen Fürther Tradition geleistet zu haben.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund, an die Leiter der Tanz- und Trachtengruppe Nürnberg, Melanie Mayer und Johann Burger, sowie an die unermüdlichen Organisatoren Angela und Peter Stöckl. Letztere, unterstützt von der rührigen Rosa Kleins, ermöglichten nach dem Umzug allen Teilnehmern ein entspanntes Festessen mit köstlichem Sauerkraut, leckerem Kartoffelsalat und Nürnberger Bratwürsten. Dieses fand im Pfarrzentrum der Heinrichs-Kirche in Fürth statt, und so endete dieser wunderbare Tag mit einem lockeren Ausklang. Wir können alle nur voller Überzeugung sagen: „Schön war’s mal wieder und bis zum nächsten Jahr.“