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Banater Post

Konzert für einen guten Zweck

Otto Hockel, Bariton Wilfried Michl, Katharina Hell und Dr. Franz Metz beim Benefizkonzert für die Mutter-Anna-Kirche in Sanktanna

Am 24. Februar trafen sich knapp 50 Orgelmusikliebhaber, Banater Schwaben und ihre Freunde und Unterstützer, in der katholischen St. Clemens-Kirche in Stuttgart-Botnang zum Benefiz-Orgelkonzert von Dr. Franz Metz. Plakate und Flyer hatten schon im Vorfeld den Zweck der Veranstaltung angekündigt: Spenden zu sammeln für die katholische Pfarrkirche „Mutter Anna“ in Sanktanna im Banat. In ihrer Ansprache umriss Katharina Hell im Namen des Fördervereins „Mutter-Anna-Kirche Sanktanna“ e.V. die Entstehung und den Zweck des Fördervereins, die stattgefundenen und geplanten Aktivitäten und Sanierungsprojekte für die Kirche in Sanktanna. Vorerst geht es dem Verein darum,   weitere Spenden zu erhalten, um für die anstehenden Projekte eine finanzielle Grundlage zu schaffen. Welches Projekt als nächstes angegangen wird, entscheidet der Vorstand demnächst nach Abstimmung mit den Verantwortlichen der Kirchengemeinde vor Ort und nach fachkundigem Rat des Ordinariats in Temeswar.

Der Erlös des Konzertes in Stuttgart war auch für den Förderverein bestimmt. Zum Auftakt spielte der Organist Franz Metz Johann  Sebastian Bachs  „Concerto in a-moll nach Vivaldi“. Stimmgewaltig und unverwechselbar brachte Bariton Wilfried Michl Stücke aus der „Missa di Gloria“ von Pietro Mascagni zu Gehör. Ein Stück Wien klang in W. A. Mozarts „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“, das die Zuhörer mitnahm auf eine wundervolle Zeitreise. Mit ihrer Musik haben die Künstler das Publikum gekonnt verzaubert. Die drei gefühlvoll dargebotenen Musikstücke aus „Sieben Gesänge um Wort, Licht und Heil“ des Banater Komponisten Richard W. Oschanitzky (1939 – 1979) bescherten Gänsehautmomente. Der Ausnahmekomponist, schon zu Lebzeiten eine Legende, musste viele Repressalien der kommunistischen Regierung ertragen. Er schrieb 1975 die Texte von „Sieben Gesänge um Wort, Licht und Heil“ und hinterließ der Nachwelt eine musikalische Fundgrube, die noch nicht ganz erschlossen ist. Umso löblicher ist es, dass mit Dr. Franz Metz und Wilfried Michl zwei Banater Künstler es sich zur Aufgabe gemacht haben, das musikalische Erbe Banater Komponisten vor dem Vergessen zu bewahren. „Rhapsodie“, eines von 200 kirchenmusikalischen Werken des Komponisten Guido Pogatschnigg (1867 – 1937 Temeswar) durfte dabei nicht fehlen. Das symphonische Werk wurde 1936 in Temeswar komponiert. Mit Werken von Giuseppe Verdi und Leon Boellmann endete die musikalische Reise durch Europa. Mal zart, mal laut, mal sanft, mal kräftig, doch immer harmonisch, bescherten uns Organist und Bariton unvergessliche Momente höchster künstlerischer Darbietung. Mit dem innigen musikalischen Gruß „Ave Maria“ verabschiedeten die Künstler ihr dankbares Publikum. Unser Dank geht an den Musikwissenschaftler und Kirchenmusiker Dr. Franz Metz für die Ehre des Benefizkonzertes und an Wilfried Michl für seine solistische Hochleistung. Belohnt wurden sie mit dem lang anhaltenden Beifall des Publikums. Das Konzert war ein Hochgenuss für unsere Ohren und Balsam für unsere Seelen. Eine alte Volksweisheit besagt “Wer singt, betet doppelt“. Wenn der Gesang sich mit Orgelmusik auf höchstem musikalischem Niveau verbindet, findet das „Lob des Höchsten“ seine Krönung.

Der Förderverein „Mutter-Anna-Kirche Sanktanna“ bedankt sich beim „Gerhardsforum Banater Schwaben“ München für die Mitorganisation und die sehr gute Zusammenarbeit. Ebenso geht unser Dank an die katholische Pfarrgemeinde St. Clemens für die Gastfreundschaft und an unseren Banater Landsmann Otto Hockel, Organist in St. Clemens, für die Organisation des Konzertes vor Ort. Bei allen Konzertbesuchern bedankt sich der Förderverein für die Unterstützung und die großzügigen Spenden. Durch sie können wir unser christliches und kulturelles Erbe für die kommende Generation erhalten. Vergelt´s Gott.