Heimatortsgemeinschaft Deutschsanktpeter
Die HOG
Die Gründung der HOG Deutschsanktpeter und das 1. Heimatortstreffen fand am 22. Mai 1982 in Pforzheim statt. Der Einladung zu unserem Heimatortstreffen vom 21. Juni 2025 nach Frankenthal in der Pfalz folgten mehr als 200 Landsleute und Gäste. Durch die gelungene Wahl eines verjüngten Vorstandes werden zukünftig alle Altersgruppen unserer Landsleute angesprochen, sich in der Heimatortsgemeinschaft zu engagieren und sich für die Heimatortstreffen zu begeistern, dadurch Kultur und Brauchtum zu pflegen und weiterhin unsere Gemeinschaft zu stärken und zu bewahren.
Die HOG Deutschsanktpeter besteht im Rahmen der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V..
Der Ort
Die Ansiedlung unserer Ahnen in Sankt Peter fand zur Zeit des ersten (1722-1726 unter Kaiser Karl VI.) und des zweiten Schwabenzugs (1763-1775 unter Kaiserin Maria Theresia) statt. Die ersten Siedler kamen bereits 1718 aus Elsass-Lothringen, spätere Siedlergruppen folgten aus dem Schwarzwald, der Pfalz, aus Franken-Bayern, dem Saarland, dem Rheinland, aus Hessen, Baden, Württemberg, Lothringen, Westfalen, Österreich und Ungarn. Der Ort liegt im nördlichen Teil des rumänischen Banats, ca. 3 km südlich der Marosch, zwischen Arad und Perjamosch.
Die erste bekannte Urkunde, in der der Name „Sankt Peter“ auf Latein vorkommt, stammt aus dem Jahre 1333 (Päpstliche Zehentregister mit den Steuerlisten 1332-1337, die im Auftrag des Papstes Johannes XXII. erstellt wurden). Im Jahr 1421 kommt der Ort in einem Dokument als Schenkung an den Tschanader Bischof vor. Es gab mehrere weitere Besitzerwechsel bis zur Befreiung des Banats von den Türken und der Ankunft der ersten deutschen Siedler.
In der Altsteinzeit (Paläolithikum) haben Menschen ungeschliffene Steine als Werkzeuge und Waffen genutzt. In der Neusteinzeit (Neolithikum) wurden die Werkzeuge aus geschliffenen Steinen hergestellt, was die Fundorte Deutschsanktpeter, Lipa, Tschanad, Paratz u. a. belegen. In den Jahren 1955-1975 hat das Arader Museum viel in der Umgebung von Deutschsanktpeter gegraben. Dabei kamen viele Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Gefäße zum Vorschein. Keine andere Ortschaft des Arader Kreises kann so vielfältige Funde aus nahezu allen Perioden der Urgemeinschaft, Antike, Völkerwanderungszeit und Frühfeudalismus nachweisen, wie Deutschsanktpeter. Im Arader Kreismuseum sind viele Gegenstände ausgestellt, dank der Hilfe und Vermittlung von Hobbyarchäologen Lehrer Anton Hamerak.
Seit den ältesten Zeiten führte entlang der Marosch eine Straße, die sowohl für den Handel als auch militärisch genutzt wurde. Für sie gab es hier gute Rastplätze, heutige Kuhbrunnen, Ziegelei, Goliak, Rech u.a. Ein Körpergrab eines „awarischen Reiters“ aus dem 7. Jh. wurde 1958 beim „Magazin“ gefunden.
1824 - Zur 100-Jahrfeier wurde durch den Beschluss der 40 Dortältesten das Dorf in Deutsch-Sankt-Peter umbenannt, um eine Verwechslung mit anderen Dörfern zu vermeiden, die auch Sankt Peter im Namen hatten (Serbisch Sankt Peter = Razampheter).
1924 - Die 200-Jahrfeier wurde gemäß einer umfangreichen Festordnung mit vielen Gästen, Abordnungen, Chören, wichtigen Honoratioren aus anderen Gemeinden und aus Deutschsanktpeter sowie allen Dorfbewohnern am 6. und 7. September 1924 gebührend begangen.
2024 - Der Einladung zur 300-Jahrfeier der Ansiedlung von Deutschsanktpeter am 28. und 29. Juni 2024 sind viele Landsleute gefolgt. Diese für uns alle unvergessliche Jubiläumsfeier war auch gleichzeitig das 250. Jubiläum der Kirche, die den Hl. Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist.
Der 4. Friedhof (heutiger Friedhof) wurde am 5. Mai 1785 seiner Bestimmung übergeben und 1875 wurde die Friedhofskapelle erbaut. Vor der Kapelle wurde zum Gedenken an die im I. Weltkrieg aus unserer Gemeinde gefallenen Landsleute am 15. August 1932 ein Kriegerdenkmal unter Anwesenheit wichtiger Persönlichkeiten der Gemeinde, Vertreter aller Vereine und einer großen Anzahl von Landsleuten enthüllt. Das imposante Friedhofstor stammt aus dem Jahr 1865.
Kontaktdaten
Anschrift:
Heimatortsgemeinschaft Deutschsanktpeter
in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.
c/o Marlen Hollerbach
Lerchenrain 7
D-63796 Kahl am Main
E-Mail:
deutschsanktpeter@web.de
Internet:
www.deutschsanktpeter.de











