Heimatortsgemeinschaft Deutschsanktpeter
Die HOG
Die Gründung der HOG Deutschsanktpeter und das 1. Heimatortstreffen fanden am 22. Mai 1982 in Pforzheim statt. Bis heute folgten viele weitere Treffen der Landsleute.
2024 – Zur 300-Jahrfeier seit der Ansiedlung waren am 28. und 29. Juni 2024 viele Landsleute in Deutschsanktpeter zusammengekommen. Diese für uns alle unvergessliche Jubiläumsfeier war auch gleichzeitig das 250. Jubiläum der Kirche, die den Hl. Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist.
2025 - Der Einladung zu unserem Heimatortstreffen vom 21. Juni 2025 nach Frankenthal in der Pfalz folgten mehr als 200 Landsleute und Gäste. Durch die gelungene Wahl eines verjüngten Vorstandes werden zukünftig alle Altersgruppen unserer Landsleute angesprochen, sich in der Heimatortsgemeinschaft zu engagieren und sich für unsere Geschichte zu begeistern, auch dadurch Kultur und Brauchtum zu pflegen und weiterhin unsere Gemeinschaft zu stärken und zu bewahren.
Die HOG Deutschsanktpeter besteht im Rahmen der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V..
Der Ort
Der Ort liegt im nördlichen Teil des rumänischen Banats, ca. 3 km südlich der Marosch, zwischen Arad und Perjamosch.
Von den ersten geschichtlichen Spuren bis ins 21. Jahrhundert: Das Banat war schon in den ältesten Zeiten von Menschen bewohnt. Dies belegen Spuren menschlichen Lebens aus der Jungsteinzeit, Altsteinzeit (Paläolithikum), Neusteinzeit (Neolithikum), Bronzezeit und Eisenzeit. Bei Ausgrabungen an Fundorten Lipova, Tschanad, Baratzhausen, Großsanktnikolaus, Perjamosch, Temeswar stieß man auf Werkzeuge und Waffen aus Stein, Kupfer und Bronze, Keramikgefäße und weitere Gebrauchsgegenstände. In den Jahren 1955-1975 haben Mitarbeiter des Museums aus Arad auch in der Umgebung von Deutschsanktpeter mehrfach archäologische Ausgrabungen vorgenommen. Dabei kamen Bronzeäxte, Pfeilspitzen und Eisenmesser, Keramikgefäße wie Töpfe, Schüsseln und Krüge, Perlen, Gold- und Silberschmuck, Spiegeln, Silber- und Bronzemünzen u.v.m. zum Vorschein. Das Körpergrab eines „awarischen Reiters“ aus dem 7. Jh. wurde 1958 beim „Magazin“ gefunden. Die in die Jungsteinzeit, in das 5. Jahrtausend vor Christus datierte schönste Darstellung der weiblichen Göttin-Figur der neolithischen Keramik des Karpaten-Donauraumes ist als „Venus von Deutschsanktpeter“ in die Fachliteratur eingegangen und befindet sich ebenfalls im Museum von Arad. Keine andere Ortschaft des Arader Kreises kann ihre Geschichte von der Frühzeit bis ins Mittelalter mit so vielfältigen Funden und Ausstellungsstücken aus nahezu allen geschichtlichen Perioden belegen wie Deutschsanktpeter. Darunter sind auch viele von Lehrer und Hobbyarchäologe Anton Hamerak. Seit den ältesten Zeiten führte entlang der Marosch eine Straße, die sowohl für den Handel als auch militärisch genutzt wurde. Es gab hier gute Rastplätze wie die am heutigen Kuhbrunnen, Ziegelei, Goliak, Rech u.a.
1717 – Lt. der „Designation“ aus dem Jahr 1717 (im Österreichischen Staatsarchiv) wurde der Ort Sankt Peter 1717 angelegt und hatte zuerst 14 Häuser. Die ersten deutschen Siedler kamen bereits 1718 aus Elsass-Lothringen nach Sankt Peter. Eine Gruppe von Siedlern aus Lothringen (Monare-Mertens) soll 1723 mit Pfarrer Caesar Lacour eingetroffen sein. Im Jahre 1724 kam eine Gruppe von Siedlern aus Elsass-Lothringen. Insgesamt waren 271 Siedlerfamilien und ihre Herkunftsgebiete dokumentiert. Weitere Siedlergruppen folgten aus dem Schwarzwald, der Pfalz, aus Franken-Bayern, dem Saarland, dem Rheinland, aus Hessen, Baden-Württemberg, Lothringen, Westfalen, Österreich und Ungarn ebenfalls mit dem ersten (1722-1726 unter Kaiser Karl VI.) und später mit dem zweiten Schwabenzug (1763-1775 unter Kaiserin Maria Theresia).
1785 – Die erste Beerdigung auf dem 4. Friedhof (heutiger Friedhof) war am 5. Mai.
1824 - Zur 100-Jahrfeier wurde durch den Beschluss der 40 Dortältesten das Dorf in Deutsch Sankt Peter umbenannt, um eine Verwechslung mit anderen Dörfern zu vermeiden, die auch Sankt Peter im Namen hatten (Serbisch Sankt Peter = Razampheter). Das Dorf zählte 1482 Katholiken unter Pfarrer D. Josephus Ebner. Der älteste Mann war Simion Winter mit 94 Jahren.
1831 – Entstehungsjahr des Ortswappens in der ungarischen Zeit
1865 - Das imposante Friedhofsportal wurde erbaut.
1875 - Die Friedhofskapelle wurde fertiggestellt.
1924 - Die 200-Jahrfeier wurde gemäß einer umfangreichen Festordnung mit vielen Gästen, Abordnungen anderer Gemeinden und Vereine, Chören, wichtigen Honoratioren aus anderen Gemeinden und aus Deutschsanktpeter sowie allen Dorfbewohnern am 6. und 7. September 1924 gebührend begangen.
1932 - Vor der Friedhofskapelle wurde zum Gedenken an die im I. Weltkrieg aus unserer Gemeinde gefallenen Landsleute am 15. August 1932 ein Kriegerdenkmal unter Anwesenheit wichtiger Persönlichkeiten der Gemeinde, Vertreter aller Vereine und einer großen Anzahl von Landsleuten enthüllt.
Kontaktdaten
Anschrift:
Heimatortsgemeinschaft Deutschsanktpeter
in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.
c/o Marlen Hollerbach
Lerchenrain 7
D-63796 Kahl am Main
E-Mail:
deutschsanktpeter@web.de
Internet:
www.deutschsanktpeter.de











