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Banater Post

Buchpräsentation: „Viel Mischmasch mitgenommen“ – Die Umsiedlungen aus der Bukowina 1940 (2018)

15.10.

19:00 -
21:00

Veranstalter: Haus des Deutschen Ostens
Ort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Referentin: Professor Dr. Mariana Hausleitner (Berlin)

 

Nach der sowjetischen Besetzung der Nordbukowina wurden Angehörige der deutschen Minderheit 1940 ins Deutsche Reich umgesiedelt. Mit ihnen gelangten aber, was bisher in der Forschung unterbelichtet geblieben ist, auch etwa 8.000 Rumänen, 4.000 Ukrainer und andere Personengruppen in Auffanglager der „Volksdeutschen Mittelstelle“. Über deren Repatriierung wurde lange mit den rumänischen Behörden verhandelt.

Auch die nicht bedrohten Deutschen aus der Südbukowina wurden im Herbst 1940 umgesiedelt, weil die Nationalsozialisten deutsche Siedlungsschwerpunkte an den Außengrenzen des Deutschen Reiches errichten wollten. Von den insgesamt 95.770 Umsiedlern aus der Bukowina kamen viele aus ethnisch gemischten Familien. Da diese nicht in Himmlers Plan passten, verblieben viele von ihnen bis 1945 in den Lagern. Diejenigen, die angesiedelt wurden, wurden Zeugen dessen, wie ihretwegen zehntausende Polen vertrieben wurden.

PD Dr. Mariana Hausleitner ist Historikerin mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte Südosteuropas. Sie war u.a. wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der FU Berlin und beim Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München. Von Mariana Hausleitner liegen u.a. vor: „Die Donauschwaben 1868–1948. Ihre Rolle im rumänischen und serbischen Banat“ (2014), „Deutsche und Juden in Bessarabien 1814–1941. Zur Minderheitenpolitik Russlands und Großrumäniens“ (2005) und „Die Rumänisierung der Bukowina: Die Durchsetzung des nationalstaatlichen Anspruchs Großrumäniens 1918–1944“ (2001).