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Banater Post

In landsmannschaftlicher Verbundenheit dem Glauben zugewandt

Beim Wallfahrtsgottesdienst mit Pfarrer Paul Kollar

Freiwillige Helfer (im Bild) meisterten die organisatorischen Fragen

Wallfahrt der Aussiedler aus der Rhein-Neckar-Region

Zahlreiche Wallfahrtsorte, die der Muttergottes geweiht sind, geben ein beredtes Zeugnis davon, dass unzählige Menschen im Laufe der Jahrhunderte Hilfe, Trost und ganz konkret auch Heilung von Krankheit durch die Fürbitte Marias, der Mutter des Herrn, erfahren haben. Eine unübersehbare Zahl von Votivtafeln und Weihegaben künden von dieser Erfahrung der Pilger in der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt von Ludwigshafen-Oggersheim. Mit dem gleichen gläubigen Vertrauen haben sich etwa fünfhundert Aussiedler aus der Rhein-Neckar-Region am 16. Mai zu einem gemeinsamen Wallfahrtsgottesdienst einfinden können. Es war die zweite große Wallfahrt der Landsleute aus der Rhein-Neckar-Region. Für mehrere war der Weg sogar ein weiter. Selbst aus dem Schwäbischen, der Pforzheimer Gegend, aus der Gegend von Karlsruhe und sogar aus Augsburg waren Pilger gekommen. Ihnen war neben der Wallfahrt auch das Treffen mit den Landsleuten wichtig. Gelegenheit zum Treffen hatten die Wallfahrer in den Pfarr- und Gemeinderäumen des Adolph-Kolping-Pfarrzentrums. Eine beherzte Gruppe von vielen Helfern hatte für ein Mittagessen gesorgt. Die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen mit Landsleuten zu treffen, wurde gut angenommen. Besonders zahlreich waren die Kuchenspenden. Selbst Landsleute, die selber bei der Wallfahrt und dem Treffen nicht dabei sein konnten, unterstützten die Wallfahrt mit mehreren leckeren Torten und Kuchen. Dass die Versorgung und Organisation gut funktionierte, dafür sorgten die Organisatoren und die engagierten Helfer. Familie Katharina und Adolf Sutschek hatte auch diesmal alle Fäden gut in der Hand. Sie durften nicht nur Lob und Dank entgegennehmen, sondern auch im Namen der Beteiligten mit dankbarem Herzen an alle Helfer und Unterstützer weitergeben. Pünktlich um elf Uhr begrüßte Pfarrer Paul Kollar die Pilger herzlich im Namen von Pfarrer Kaufhold, dem Rektor der Wallfahrtskirche, im Namen der Aussiedlerseelsorge und des Gerhardforums. Sehr  herzlich begrüßte er den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben,  Bernhard Krastl mit Frau, den Landesvorsitzenden der donauschwäbischen Landsmannschaft, Josef Jarger mit Frau, und Richard Jäger, den Stellvertreter des Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben mit Familie, sowie alle Vertretungen der HOG und Landsmannschaften – auch der Russlanddeutschen. Besonders herzlich begrüßte er im Namen der Wallfahrer Monsignore Andreas Straub, den von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragten Visitator, zur Zelebration des Gottesdienstes für die Aussiedler. Er dankte dem Frankenthaler Chor unter der Leitung von Katharina Eicher-Müller und dem Organisten Dr. Franz Metz, der extra aus München angereist war. Pfarrer Kollar dankte auch all denen, die andere liturgische Dienste und Gestaltungsarbeiten übernommen hatten: den Messdienern, dem Küster und den Helfern, dem Bannerträger und Pfarrer Kaufhold, durch dessen Unterstützung viele Aussiedler in der Wallfahrtsgemeinde von Oggersheim eine  neue Heimat gefunden haben.  Ein besonderer Dank ging an alle Aussiedler, Landsleute und Wallfahrer, die bereit waren, für ihren Glauben Zeugnis abzulegen. Sie waren gekommen, dem Herrn in der Eucharistie zu begegnen und sich bittend in ihren eigenen Anliegen und in denen ihrer Mitmenschen an die Gottesmutter zu wenden. Der Gottesdienst, das Marienliedersingen und die Maiandacht waren, wie schon im letzten Jahr, nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern auch liturgisch würdige und inhaltsreiche Gottesdienstfeiern. Zu begrüßen war auch das jugendliche Blasorchester „Pfalzklänge“ aus Mannheim unter der Leitung von Herrn Goschy. Mit einer großen Palette von Musikstücken –  vom getragenen „Großer Gott“ am Ende des Gottesdienstes bis zu den fröhlichen, erfrischenden Musikstücken beim Mittagessen – erfreute dieses Orchester die Wallfahrer. Monsignore Andreas Straub predigte in seiner von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Predigt vom Kommen. Eindringlicher geht es kaum. „Komm!“, das heißt in Erscheinung treten – sich vereinen. Kommen sollen die, die Durst haben – die Sehnsüchtigen. Der Anlass und der Text ruft von allen Seiten: „Kommt!“ Und wie unterschiedlich kann das klingen: Als Befehl kann ich es hören, im Kommandoton – aber auch als Lockruf: zärtlich, einladend, werbend. Zu Recht rufen wir auch Maria unter vielen Titeln an. Wir können dies tun, weil die Kirche selbst uns dazu einlädt und darin auch die Beziehung Mariens zu ihrem Sohn aufstrahlt. Er, dessen Name „Jahwe rettet“ bedeutet, kam in diese Welt, um die Menschheit aus Sünde und Tod zu befreien. Pfarrer Kollar setzte diese Gedanken in der Maiandacht fort: „... Gott wollte auf das freie Ja des Mädchens Maria aus Nazareth angewiesen sein, um seinen Heilsplan auszuführen. Schließlich haben Jesu Hingabe am Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung den Sieg über Sünde, Krankheit, Tod und Böses endgültig gemacht.“

Es war eine gelungene zweite Wallfahrt und ein Treffen vieler Aussiedler, die sich in und um die Kirche beheimatet fühlen. Fazit: Es gibt eine nächste Wallfahrt, am 22. Mai 2011, wieder in Oggersheim. Dann kommt wieder zum Ausdruck: Alles, was wir an Heil von Maria erbitten, kommt von Jesus, ihrem Sohn, zu dessen Eucharistiefeier wir uns dann wieder versammeln. Dabei gilt dann wieder, wie wir es auch in einem Marienlied ausdrücken: „Du strahlst im Glanz der Sonne, Maria, hell und rein. Von deinem lieben Sohne kommt all das Leuchten dein.“