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Banater Post

Ministerpräsident Horst Seehofer im Gespräch mit dem BdV Bayern

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (Mitte) und Sozialministerin Christine Haderthauer (rechts) im Dialog mit dem BdV und seinen Landsmannschaften. Foto: Föllmer

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich bei einem Gedankenaustausch mit dem Bund der Vertriebenen in Bayern und den Vorsitzenden der in Bayern vertretenen Landsmannschaften entschieden für die Einführung eines bundesweiten Gedenktages für die deutschen Heimatvertriebenen und eine Entschädigungsregelung für deutsche Zwangsarbeiter ausgesprochen. Bei dem in offener und vertrauensvoller Atmosphäre geführten Gespräch sagte Seehofer, dass es schmerzlich sei zu hören, dass vieles, was man als Opposition gefordert habe, in der Regierungsverantwortung nicht umgesetzt worden sei.

Der Ministerpräsident, der mit Sozialministerin Christine Haderthauer sowie hohen Beamten der Staatskanzlei und des Sozialministeriums an dem Gespräch teilnahm, erkundigte sich eingehend nach dem Schicksal deutscher Zwangsarbeiter sowie den rechtlichen und verwaltungstechnischen Bedingungen, um gegenüber den wenigen noch lebenden Betroffenen ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Er versprach, das Thema in der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses in Berlin einzubringen.

Sozialministerin Haderthauer wies darauf hin, dass die Einführung eines Gedenktages für die Heimatvertriebenen alle Deutschen betreffe. Die Geschichte und die Kultur der Deutschen im Osten und Südosten sei ein Thema, dass alle Deutschen angehe. Eindringlich warb BdV-Landesvorsitzender Knauer darum, vorhandene Einrichtungen und Strukturen zur Dokumentation und zur Pflege des kulturellen Erbes zu erhalten. Dass in Bayern sogar neue geschaffen werden könnten, verdeutliche die geplante Errichtung eines Sudeten-deutschen Museums in München.

Weitere Gesprächspunkte waren die Brückenfunktionen der Landsmannschaften, die künftige Arbeit des BdV sowie die Unterstützung der deutschen Minderheiten in Ost- und Südosteuropa. Seitens der Landsmannschaft der Banater Schwaben nahm Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber an dem Gespräch im Prinz-Carl-Palais teil.