Liebe Banater Schwäbinnen und Banater Schwaben,
liebe Landsleute,
es ist mir eine ausgesprochene Freude und Ehre, sowohl im Namen des gesamten Präsidiums des Bundes der Vertriebenen als auch seitens aller Landsmannschaften und Landesverbände im BdV einen herzlichen Gruß zum diesjährigen Heimattag auszurichten, der Sie alle auch in diesem Jahr in gewohnter Manier in Ihrer Patenstadt Ulm zusammenführt.
Seit über einem Dreivierteljahrhundert ist die Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland anerkanntes und geschätztes Mitglied im Kreis der Vertriebenenverbände. Sie ist mit allen anderen Landsmannschaften vereint unter dem Dach des Bundes der Vertriebenen (BdV). Banater Schwaben standen immer an der Seite des BdV, bei allen Forderungen, Initiativen und noch zu erfüllenden Aufgaben. Spontan denke ich an Themenkomplexe wie Menschenrechte, Vertreibungsverbot, Unterstützung der deutschen Minderheiten, Kampf gegen die Rentenbenachteiligung und für den Erhalt des Kulturerbes. Und das sind nur einige der Aufgaben, die wir gemeinsam stemmen.
Die Landsmannschaft der Banater Schwaben ist Ausrichter des zweijährlichen Heimattages. Sie schafft Raum für Heimat in Gemeinschaft, manchem ist sie gar Resonanzraum einer eigenen, ideellen Heimat. Sie gibt den Menschen eine Stimme. Sie gibt ihnen Rückhalt und die Sicherheit, dass die einstige Heimat nicht vergessen wurde. In der Gemeinschaft blieben und bleiben die banatschwäbische Identität und Kultur, aber auch das mitgebrachte Wertefundament unverbrüchlich bestehen.
„Gemeinschaft“ ist das Stichwort, auf das ich hinaus möchte – denn kaum etwas ist für Ihren Heimattag prägender als genau das: Zusammenhalt, Bekenntnis, Mut zur Zukunft und Gemeinschaft. Wie passend das diesjährige Leitwort „Heimat im Herzen – Zukunft prägen“! Hier in Ulm feiert man nicht nur das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, sondern steckt die Köpfe zusammen und plant die nächste Fahrt ins Banat. Man verabredet sich auf ein Bier an der Bega und vereinbart die Rundfahrt über die Dörfer bis Hatzfeld. Der Heimattag bündelt und fördert das Beste dessen, was ein jeder von Ihnen aus dem Banat, aus seinem Dorf, seiner Stadt, seiner alten Heimat mitgebracht hat.
Wer, wie Sie, banatschwäbische Traditionen lebt und hochhält, wer sie zu einem Herzensanliegen macht, dem gelingt es auch in zunehmend schwierigeren Zeiten, all das an nachkommende Generationen weiterzugeben, was die Gemeinschaft bereits in der alten Heimat ausgemacht hat. Es gibt wohl kaum eine förderlichere Gelegenheit dafür als ebendiesen Heimattag in Ulm!
Über die Jahrzehnte hinweg sehen wir im Rückblick, wie gut die Landsmannschaft der Banater Schwaben es verstanden hat, sich immer wieder neu am Puls der Zeit auszurichten und ihre Strukturen und den Aktionsradius anzupassen. Sie sind heute eine moderne, integrative Organisation, die für tiefgehende Verbundenheit und enge Kontakte zur Heimat genauso wie für die Vermittlung von Traditionen in der Gegenwart steht. Für Ihre Arbeit und für Ihren pragmatischen Idealismus danke ich Ihnen im Namen des Bundes der Vertriebenen, aber auch persönlich von ganzem Herzen. Denn die deutsche Kultur im Donauraum und allgemein im östlichen Europa ist ein wesentlicher Bestandteil nicht nur deutscher, sondern gesamteuropäischer Kultur- und Geistesgeschichte!
Ich wünsche Ihnen einen unübertroffenen Heimattag 2026, Freude an der Zusammenkunft und hoffe sehr, die Banater Schwaben bei nächster, passender Gelegenheit persönlich begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Stephan Mayer, MdB









