Bei der Tagung der Landes- und Kreisverbände und der Heimatortsgemeinschaften im Donauschwabenhaus in Frankenthal vom 28. zum 29. März 2026 hielt Sergiu Dema aus Hatzfeld einen beeindruckenden Vortrag. Sergiu Dema, orthodoxer Theologe und Kulturmanager, ist der Direktor des Kulturhauses der Stadt Hatzfeld. Im letzten Jahr organisierte er die Gedenkveranstaltung zur Russland-Deportation in Hatzfeld mit einer Kunstinstallation im ehemaligen Bauernheim und einem Rundgang, der beim Haus der Familie Koch begann und zum Bahnhof führte, von dem die Transporte in die Sowjetunion abgingen. (Wir berichteten darüber in der BP Nr. 4 vom 20. Februar 2025). Er betreute die Übersetzung ins Rumänische und Herausgabe des vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) in Tübingen erarbeitete und 2020 erschienene Buch „Hatzfeld. Ordnungen im Wandel“ (BP Nr. 21 vom 5. November 2025). Wir sind dankbar für seinen Einsatz zur Wahrung des deutschen Erbes in Hatzfeld und würden uns mehrere wie ihn wünschen.
Zu Beginn meines Beitrags lade ich Sie ein, für einen Moment die Augen zu schließen und dem Klang der Kirchenglocken nachzuspüren, die die Stille der Banater Dörfer beherrschen. In dieses Klangbild mischen sich die Glocken der römisch-katholischen St.-Wendelin-Kirche von Hatzfeld, begleitet vom Duft des Staubes oder der Linden, die bald in Blüte stehen werden. Diese sinnliche Erinnerung ist für viele von Ihnen die einzige verbliebene Verbindung zu jenem Ort, an dem sich die schwäbische Kultur einst formte. Doch erlauben Sie mir eine Frage: Ist vom Banat von einst – jenem Ort der Ordnung, der strengen Organisation und des Sieges über die Widrigkeiten – nichts geblieben außer einer flüchtigen Erinnerung?
Ich stehe heute hier, um Ihnen zu zeigen, dass jene Klänge und Düfte entweder Fallen einer fruchtlosen Nostalgie sein können, oder aber die Echos einer Welt, die beharrlich ums Überleben kämpft. Ihre Vorfahren trotzten dem Tod und der Not während der Ansiedlung, der Revolution von 1848/49, den Cholera-Epidemien und der prekären frühen Industrialisierung. Sie erlebten die Auswanderung in die USA, die Weltwirtschaftskrise, die Radikalisierung in den 30er Jahren, den Zweiten Weltkrieg, die Deportationen in die Sowjetunion und in die Bărăgan-Steppe, die Schüsse an der Grenze und schließlich die Auswanderung nach Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen. Diese lange Aufzählung soll uns alle daran erinnern, dass die schwäbische Geschichte und Kultur schon immer im Zeichen der Bedrohung standen. Ich weiß, dass sich heute viele von Ihnen fragen, was aus dem schwäbischen Erbe werden wird. Dieses Dilemma ist nur allzu verständlich, und Hatzfeld kann dazu beitragen, darauf eine Antwort zu finden.
Ich trete daher mit einer Gewissheit vor Sie: Aus historischer Sicht ist Hatzfeld der Bewahrer der Lebenserfahrung der Schwaben von einst; aus heutiger Sicht ist es ein lebendiges Kulturprojekt mit dem Ziel, jene universellen Werte, die von den Banater Deutschen beispielhaft gelebt wurden, zurückzugewinnen, zu bewahren und zu fördern.
Was ist Hatzfeld heute?
Hatzfeld ist heute eine Kleinstadt, die das gesamte Ringen des schwäbischen Werdens in sich trägt. Mit derzeit sechs Museen und Gedenkhäusern ist der Ort ein einzigartiger kultureller Pfeiler im Banat. Es ist, mit anderen Worten, eine „Stadt der Museen“, die sich weigert, das schwäbische Erbe dem Vergessen zu überlassen. Hier wird Geschichte bewahrt, um als Vorbild für unser heutiges Handeln zu dienen.
Mein Appell an Sie entspringt daher nicht der Nostalgie, sondern der Notwendigkeit, die Flamme der schwäbischen Kultur im Banat – und vielleicht auch in Deutschland – am Brennen zu halten. Wenn die Vorfahren so oft gegen den Untergang gekämpft haben, dann sind vielleicht auch wir heute es den kommenden Generationen schuldig, diesen Erfahrungsschatz, der von universellen Werten durchdrungen ist, zugänglich zu machen.
Werte, die Hatzfeld fördern möchte
Ich muss präzisieren, dass wir unter universellen Werten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Liebe, Respekt, Gerechtigkeit und Wahrheit verstehen; Tugenden, die an keine Volkszugehörigkeit gebunden sind. Aus meiner Sicht haben sie einen göttlichen Ursprung. Sie gehören nicht uns Menschen oder Völkern, sondern sind das Erbe der „himmlischen Bürger“. Dennoch ist es unsere Pflicht, diese Werte so intensiv wie möglich in unser Leben zu integrieren – sowohl quantitativ als auch vor allem qualitativ.
Lassen Sie mich dies an einem symbolträchtigen Beispiel verdeutlichen. Ich denke dabei an drei bedeutende Monumente im Zentrum von Hatzfeld und die tiefe Ver-bindung zwischen ihnen: die Statue von Dr. Karl Diel, das Denkmal „Bogen über die Zeit – Zeichen der Liebe“ und die St.-Wendelin-Kirche. Obwohl die Statue von Dr. Diel etwa 100 Meter vom Haupteingang der Kirche entfernt steht, wurde sie exakt auf der Symmetrieachse des Gotteshauses platziert. Diese geometrische Strenge ist nicht nur eine städtebauliche Entscheidung, sondern ein metaphysisches Bekenntnis: Diels Blick durchdringt den Raum, führt durch die Kirchentüren direkt zum Altar, zum Ort der Eucharistie. So wird Diel zum Symbol für unsere gesamte Gemeinschaft, die berufen ist, mit jedem Gedanken und jeder Tat nach dem archetypischen Guten zu streben.
Um es noch klarer zu sagen: So wie die Statue des Arztes unentwegt auf den Leib und das Blut Christi auf dem Altar blickt, so müssen auch wir unser Dasein auf die Höchste Liebe ausrichten. Denn Christus im Kelch ist der Einzige, der die starren Barrieren ethnischer Herkunft oder finanzieller Macht transzendiert. Vor der Eucharistie schmelzen nationale Unterschiede dahin und machen einer Liebe Platz, die weder Pass noch Privilegien verlangt, sondern nur ein aufrichtiges Herz. Diese spirituelle Verbindung wird durch das 2024 errichtete Denkmal „Bogen über die Zeit“ unterstrichen, das genau auf der Achse zwischen Diel und dem Altar steht. Seine drei Bögen repräsentieren die drei historischen Ethnien Hatzfelds: Deutsche, Ungarn und Rumänen. Bei der Einweihung sagte Liviu Mocan, der vielleicht bedeutendste lebende Bildhauer Rumäniens, dies sei ein Triumphbogen – wer darunter steht und nach oben blickt, solle begreifen, dass der Himmel für alle gleich aussieht.
Lassen Sie mich ein noch praktischeres Beispiel anführen, das meine Familie um das Jahr 1990 erlebte. Meine Eltern, ethnische Rumänen, waren nach Hatzfeld gezogen und wurden von den Nachbarn außergewöhnlich herzlich empfangen. Bandi-Bácsi, der Ehemann von Lisa-Tant, begrüßte sie mit einem Teller Kuchen und den Worten: „Willkommen bei uns in der Straße!“ Mit dieser Geste lebten die beiden – er Ungar, sie Deutsche – universelle Werte vor, ohne die wir unsere Menschlichkeit verlieren.
Arbeitsethik, Handschlagqualität, Fleiß, die Aufopferung für die Familie und das Streben nach Freiheit – all dies sind die wahren „Exportgüter“ für künftige Generationen. Das sind die Werte, die Hatzfeld der Welt anbietet. Dies ist der Grund, warum das Erbe dieser Stadt es verdient, nicht nur geschützt, sondern aktiv gelebt zu werden.
Museen, die kulturelle Hotspots sind
Jenseits des menschlichen Faktors hängt das Fortbestehen dieser universellen Werte auch von Gebäuden, Bildern und Objekten ab, mit denen sie eine Symbiose eingehen. Lassen Sie mich kurz die Lebenszeugnisse skizzieren, die unsere Museen bewahren:
Das Pressemuseum „Sever Bocu“ ist einzigartig in Rumänien und beherbergt über 100.000 Zeitungen und Zeitschriften. Die Forschung hier offenbart die Geschichte in ihrer ganzen Objektivität. Ein Beispiel ist die Hatzfelder Zeitung (1887-1941), ein riesiger Wissensspeicher schwäbischer Kultur. Obwohl sie zeitweise von einem Nationalsozialisten geleitet wurde, widerstand sie der Radikalisierung und wurde schließlich verboten, weil sie sich weigerte, der NS-Ideologie zu folgen. Dies zeigt: Extremismus zerstört letztlich die eigene Identität.
Das Stefan-Jäger-Museum zeigt neben Skizzen und Gemälden des Künstlers auch eine schwäbische Stube. Gleich am Eingang hängt ein Bild, das die Bedeutung dieses Ortes unterstreicht: Ein Dorfplatz in Feststimmung, wahrscheinlich in den 1920er oder 30er Jahren. Man sieht drei schwäbische Mädchen, die harmonisch neben Rumänen flanieren. Jäger war ein objektiver Beobachter des Alltags. Welchen Wert hat dieses Bild heute, in einer Welt, die wieder in Ausgrenzung und Hass abzudriften droht?
Das Eisenbahnmuseum ist ein Freilichtmuseum an einem der ersten Bahnhöfe des Banats (Linie Temeswar–Hatzfeld–Szeged). Dieser Ort sah den industriellen Aufschwung, aber auch das Leid: Von hier wanderten Banater in die USA aus, und von hier wurden die Schwaben in die UdSSR und die Bărăgan-Steppe deportiert. Wir bewahren erschütternde Zeugnisse, wie die Geschichte von Annemarie Wetzler, die ihrem im Waggon eingesperrten Vater Suppe durch das Abflussloch reichte, oder den Brief, den Elisabeth Koch kurz vor der Abfahrt ins Ungewisse aus dem Fenster warf. Hier fielen auch die Schüsse der Grenzsoldaten auf jene, die in den kommunistischen Jahren die Freiheit suchten.
Das Feuerwehrmuseum „Sankt Florian“ ist ein lebendiger Ort. Es arbeitet eng mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammen, die auf 150 Jahre ununterbrochene Tätigkeit zurückblickt. Unsere Feuerwehrleute haben eine der wichtigsten Traditionen gerettet: das Maibaumsetzen. Sie pflegen diesen Brauch bis heute in seiner ursprünglichen Form. Zudem organisieren sie die traditionelle Weinverkostung mit, die ebenfalls von den Schwaben ins Leben gerufen wurde und nächstes Jahr ihr 60. Jubiläum feiert.
Das Dr.-Karl-Diel-Gedenkhaus ist ein Symbol für Disziplin und Vision. Dr. Diel bewies, dass Beharrlichkeit Leben rettet. Geboren in Hatzfeld, kehrte er trotz einer glänzenden Karriere in Budapest in seine Heimat zurück, die damals kein Krankenhaus besaß. Nach zehn Jahren ambulanter Tätigkeit überzeugte er den Grafen Andreas Csekonics, den Bau des 1896 eröffneten Krankenhauses zu finanzieren.
Das Petre-Stoica-Gedenkhaus fördert seit 1995 die deutsch-rumänischen Kulturbeziehungen. Mit seiner Dauerausstellung schwäbischer Alltagsgegenstände ist dieser Ort ein bleibendes Symbol für das interethnische Miteinander und die gemeinsame Lebensgeschichte von Deutschen und Rumänen.
Aktivitäten, die das kulturelle Erbe nutzen
In Hatzfeld nutzen wir unser kulturelles Erbe, um den lokalen Raum zu beleben. Die Kultur der Banater Schwaben wird durch „Living History“ zu einem Bildungsinstrument, das Empathie weckt und die Geschichte der Migration für kommende Generationen bewahrt.
Ein Meilenstein unserer Kooperation mit deutschen Institutionen ist die Übersetzung des Bandes „Hatzfeld. Ordnungen im Wandel“. Dank des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen konnten wir dieses wissenschaftliche Werk ins Rumänische übertragen und so der heutigen Bevölkerung die schwäbische Kultur näherbringen.
Besonders wichtig ist uns das Gedenken an die Deportationen. Unsere geführte Tour zur Deportation in die UdSSR fand bewusst in Kälte und Dunkelheit statt, um die Ungewissheit von 1945 nachempfindbar zu machen. Auch die Bărăgan-Deportation thematisieren wir: Mit einer Schatzsuche für Kinder verbinden wir historische Gebäude und Zeitzeugen. Am 1. April startet die nächste Auflage dieses Projekts mit Dutzenden Gymnasiasten.
Diese Arbeit zieht Kreise: Immer mehr amerikanische Familien besuchen uns auf der Suche nach ihren Wurzeln. Mit Hilfe unserer Archive – von Katasterregistern bis zu den Familienbüchern – können wir ihnen oft ihre Geburtshäuser zeigen und die Lebenswege ihrer Vorfahren rekonstruieren.
Kulturelle Gerechtigkeit üben wir auch durch die Musik aus. Das „Brigitte Bartzer“-Konzert und die Aufführung der Operette „Grüßt mein Banat“ von Emmerich Bartzer geben dieser bedeutenden Familie ihren Platz zurück. Die Operette, die einst wegen ihrer authentischen Darstellung schwäbischer Traditionen unterdrückt worden war, erhielt in Hatzfeld neues Leben und die ihr gebührende Anerkennung.
Parallel dazu wachsen die Sammlungen des Stefan-Jäger-Museums durch Schenkungen, wobei der HOG-Ehrenvorsitzende Josef Koch als herausragender Förderer besonderen Dank verdient. Zudem fördern wir mit dem Internationalen Stefan-Jäger-Symposium die zeitgenössische Malerei.
Digital sind wir über den JimboBlog und die Plattform visitjimbolia.ro präsent, um unser Erbe weltweit sichtbar zu machen. Dass Tradition und Innovation zusammenpassen, beweist das Projekt „Arderi Experimentale“. Hier beleben Künstler aus aller Welt die Ziegeltradition der Familie Bohn neu – ein Erfolg, der sogar in der Fachzeitschrift „Neue Keramik“ gewürdigt wurde.
Bewegung bringt die Initiative „Stories on Wheels“ in die Geschichtsvermittlung, während die Stadtverwaltung die Tanzgruppe „Hatzfelder Pipatsche“ unterstützt, die das heutige kulturelle Bild des Banats prägt.
Akademisch glänzte das Projekt „Triplex Confinium“ zur Revitalisierung von Industrielandschaften, dessen Ergebnisse in Venedig und Bukarest präsentiert wurden. Dies war nur dank der exzellenten Dokumentation durch Heimatbücher und persönliche Zeugnisse möglich. Heute ist Hatzfeld zudem Pilotstadt für Denkmalschutz, wobei wir das bayerische Modell des Kommunalen Denkmalkonzepts (KDK) adaptiert haben.
Zum Abschluss möchte ich das Projekt „Identitätsfragmente“ erwähnen. Alltagsgegenstände der Schwaben zeigen uns hier: Auch wenn die Menschen gegangen sind, bleiben ihre Werte – Handwerk, Disziplin und Gemeinsinn – fest in unserer Stadt verwurzelt.
Die Zukunft ist nur gemeinsam
Wenn ich Ihnen bis hierher aufgezeigt habe, dass Hatzfeld ein beeindruckendes Volumen an schwäbischem Kulturerbe bewahrt und dieses Erbe aktiv nutzt, um eine bessere Zukunft zu gestalten, so möchte ich Ihnen nun auch konkrete Wege der Zusammenarbeit vorschlagen.
Dazu gehören natürlich Projekte zur Stärkung unseres materiellen Erbes. Wir möchten die Sammlung des Stefan-Jäger-Museums um Originalgemälde ergänzen und die Bestände des Pressemuseums erweitern. Gemeinsam mit der HOG Hatzfeld planen wir zudem eine digitale Sammlung aus Postkarten, Fotos und Dokumenten, um die Geschichte unserer Stadt virtuell zu sichern. Darüber hinaus suchen wir deutsche Künstler für unsere Keramik- und Malsymposien sowie Partner für die Restaurierung eines historischen Waggons – jenes Typs, der einst bei den Deportationen eingesetzt wurde. Ich lade Sie herzlich ein: Besuchen Sie uns in Gruppen! Ich versichere Ihnen, dass ein Aufenthalt in Hatzfeld alles andere als langweilig ist, wie die erfolgreichen Besuche von Patrick Polling und Werner Gilde bereits bewiesen haben.
Besonders am Herzen liegt mir dabei Ihre Jugend, der ich zwei seltene Gelegenheiten für ehrenamtliches Engagement in Hatzfeld ans Herz legen möchte:
Über ein Erasmus-Projekt bieten wir Volontariate an, bei denen Kost und Logis gesichert sind, während die Jugendlichen ihre Energie in unsere Museen, das Kulturhaus oder soziale Projekte einbringen können. Der Besuch einer Gruppe von Jugendlichen unter der Leitung von Patrick Polling im letzten Jahr war eine Offenbarung: Wir haben erlebt, wie etwa 40 junge Menschen mit Banater Wurzeln mit Staunen entdeckten, dass die Geschichten ihrer Großeltern keine Familienmythen sind, sondern greifbare Realität in den Straßen von Hatzfeld. Die Rührung in ihren Gesichtern hat uns überzeugt, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wünschen uns sehr, dass die Enkel der Banater Schwaben nicht nur als Touristen für ein paar Stunden kommen; wir wollen sie als unsere Kollegen, die Seite an Seite mit uns Archive erforschen und den Geist des Ortes „an der Basis“ kennenlernen.
Eine weitere außergewöhnliche Chance bietet das Projekt des Vereins NomadAktiv. Diese junge Organisation hat sich der Rettung einer alten Schule aus der österreichisch-ungarischen Zeit verschrieben und verwandelt eine Ruine in ein Symbol urbaner Regeneration. Der Wert dieses Vorhabens wurde kürzlich auf höchster Ebene bestätigt: Das Projekt erhielt den prestigeträchtigen „New European Bauhaus“-Preis der EU. Diese Auszeichnung rückt Hatzfeld ins Rampenlicht ganz Europas und bestätigt die soziale Wirkung dieser Initiative. Hier entsteht ein Raum für Kreativität und Miteinander, in dem junge Menschen langfristig wohnen, sich vernetzen und ihre Ideen in die Tat umsetzen können. Auch die Renovierung erfolgt auf ehrenamtlicher Basis – so wurde das Projekt im letzten Jahr zwei Wochen lang von 30 Freiwilligen aus Frankreich unterstützt.
Ich vermute, dass vieles von dem, was ich heute berichtet habe, neu für Sie war. Ich würde mich freuen, wenn diese Projekte als eine „Visitenkarte“ dienen, die unsere Verbindungen zwischen dem Banat und den Banater Schwaben in Deutschland festigt. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, aufzuzeigen, dass die Zukunft des Banats und die der schwäbischen Kultur weiterhin in einer Symbiose stehen und beide von unserer Zusammenarbeit abhängen. Für mich ist klar: Eine erfolgreiche Zukunft unserer Kulturen gibt es nur gemeinsam – oder gar nicht!











