zur Druckansicht

Jahrzehntelanges Engagement belohnt: Josef Lutz wird Ehrenrat der "Noris Banatoris"

Josef Lutz (li.) wurde in der Prunksitzung zum Ehrenrat der KG „Noris Banatoris“ ernannt. Foto: Nikolaus Dornstauder

Josef Lutz ist vielen durch sein unermüdliches Engagement bekannt, als stellvertretender Vorsitzender des St.-Gerhards-Werks Stuttgart, bei der Organisation und Koordination der Gelöbniswallfahrten nach Altötting, bei der Heimatsortsgemeinschaft Sanktanna (deren Ehrenvorsitzender er ist), beim Kreisverband Nürnberg, beim Haus der Heimat Nürnberg und seit nunmehr 33 Jahren bei der Karnevalsgesellschaft „Noris Banatoris“. 

Dieser Verein – zu dessen Gründungsmitgliedern Josef Lutz zählt – ist die erste weltweite Banater Karnevalsgesellschaft und hat sich zum Ziel gesetzt, die Fastnachtsbräuche des Banats zu erhalten, zu pflegen und bekannt zu machen. Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement wurde Josef Lutz bei der Prunksitzung am 24. Januar 2026 zum Ehrenrat der KG „Noris Banatoris“ ernannt. Mit dieser Entscheidung werden die Verdienste eines Mannes gewürdigt, der die Entwicklung des Vereins maßgeblich geprägt hat.

Der Ehrenrat ist, wie in vielen Vereinen und Verbänden, ein besonderes beratendes Gremium. Er unterstützt Vorstand und Mitglieder in vereinsinternen Angelegenheiten und steht dem Verein mit Erfahrung und Weitblick zur Seite. Im Unterschied zu anderen Organisationen handelt es sich bei „Noris Banatoris“ um eine Einzelperson; erst nach deren Tod kann die Vorstandschaft über eine Nachfolge entscheiden. Die Ernennung gilt daher als eine der höchsten vereinsinternen Auszeichnungen.
Josef Lutz gehört nicht nur zu den Gründungsmitgliedern von „Noris Banatoris“ und ist seit 33 Jahren aktiv, sondern war auch in den ersten beiden Vereinsjahren zweiter Vorsitzender und Elferrat. Seitdem ist er auch Beisitzer in der Vorstandschaft und ist weiterhin im Elferrat. Sein Hauptanliegen hat heute noch einen hohen Stellenwert: Verbindungsmann zu sein zur Landsmannschaft der Banater Schwaben und zum Haus der Heimat in Nürnberg. Mit der ihm eigenen Energie und Leidenschaft möchte der Ehrenvorsitzende der HOG Sanktanna auch in Zukunft – trotz gesundheitlicher Einschränkungen – das Leben des Vereins mitgestalten. 

Bei der Überreichung der Urkunde durch den 1. Vorsitzenden der „Noris Banatoris“ Ronnie Kradi im Rahmen der Prunksitzung bedankte sich Lutz bei den Vereinsmitgliedern und beim Publikum. In seiner Ansprache hob er den kulturellen Reichtum Nürnbergs hervor und betonte die gemeinsame Verantwortung, Tradition und Brauchtum weiterzuentwickeln – in Zusammenarbeit mit der Stadtspitze, der Politik, dem Haus der Heimat und dem vereinseigenen Auditorium. 

Sein ehrenamtliches Wirken wurde bereits vielfach ausgezeichnet: 2008 erhielt er den höchsten vereinseigenen Sonderorden, den „Goldenen Muggerich“, 2018 verlieh ihm der damalige Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer das Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt. 2013 wurde ihm als kirchliche Würdigung die Medaille „Papst Benedikt XVI.“ überreicht. Auf der Prunksitzung 2024 folgte mit dem Bund Deutscher Karneval-Verdienstorden in Gold die höchste karnevalistische Auszeichnung.
Josef Lutz selbst betont, dass er sich aus Freude am Vereinsleben und am Frohsinn engagiere. Besonders am Herzen liege ihm der Nachwuchs, die Minis und Jugendlichen. Der Verein biete Gemeinschaft, kulturelle Bildung und eine sinnvolle Freizeitgestaltung. „Ich hätte nie gedacht, dass wir gemeinsam 33 Faschingsbräuche aus dem Banat hier in Nürnberg aufbauen“, sagte er rückblickend.