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Nachruf auf Hans Slavik: Im Einsatz für das Wohl der Gemeinschaft

Bei den Veranstaltungen des Kreisverbandes Augsburg hatte Hans Slavik an seinem Stammplatz an der Kasse immer alles im Blick. Foto: Peter Bergmann

Der Kreisverband Augsburg trauert um sein Vorstandsmitglied, den langjährigen Kassenwart Hans Slavik, der am 30. Oktober 2025 im Alter von nur 70 Jahren verstorben ist. Er war stets ein Garant für verlässliche und gewissenhafte Kassenführung, aber auch ein geselliger Mensch, der stets das Wohl seiner Landsleute und die Fürsorge für seine Familie im Blick hatte.

Hans Slavik ist am 5. Juni 1955 in Billed geboren, wo er mit seiner Schwester Dietlinde aufwuchs und auch die Grund- und Mittelschule besuchte. Danach setzte er seine Ausbildung in Temeswar an einem Fachlyzeum für Maschinenbau fort. Einer seiner Klassenkameraden war Franz Gerber aus Nitzkydorf, mit dem er später im Kreisverband Augsburg wieder zusammentraf. Die Schwaben in der Klasse hatten schon im Lyzeum „wie Pech und Schwefel“ zusammengehalten, betonten die beiden oft.
Sein beruflicher Einstieg  war 1975 am Temeswarer Forschungsinstitut für die Entwicklung spezieller Maschinen für den Bergbau und die Hebetechnik. Helmut Schneider, der spätere Gründer des Banater Hilfswerks, war damals sein Vorgesetzter. Hans Slavik blieb dort beruflich bis zu seiner Ausreise im Jahr 1989 verortet. Diese führte ihn mit seiner Familie nach Augsburg, wo die Schwiegereltern bereits lebten. Nach nur sechs Monaten fand Hans Slavik Arbeit als Techniker bei HPC Maschinenbau, von wo aus er auch in Rente ging. 

Neben Schule und Beruf galt seine Leidenschaft schon seit früher Jugend dem Handball. Während der Schulzeit im Temeswar spielte er bei „Poli“ Temeswar – zusammen mit Günther Krepil, der heute die Theatergruppe im Kreisverband Augsburg leitet. In Billed war er einige Jahre Trainer der Jugendmannschaft, außerdem hatte er einen Schiedsrichterschein.

1983 heiratete er Konstantine Müller aus Neubeschenowa. Die beiden Töchter Hedda und Herta wurden noch im Banat geboren, die dritte Tochter Heike nach der Ausreise in Augsburg. 

Die Familie war sein Ein und Alles. Es war ihm wichtig, den Töchtern eine gute Ausbildung und ein Studium zum Beruf ihrer Wahl zu ermöglichen. In seiner Ehefrau Tine hatte er stets eine verlässliche Partnerin, die ihn bis zuletzt umsorgte. Er tanzte gern, liebte seinen Garten und war ein großer Liebhaber der traditionellen banatschwäbischen Gerichte, mit denen Tine ihn verwöhnte. Seine Urlaube verbrachte er gern mit der Familie  in der Wachau oder in Südtirol. Nach einem Herzinfarkt und anderen Erkrankungen musste er in vorgezogene Rente gehen. Er war Dialysepatient und schwerbehindert, doch er ließ sich von seinem Zustand wenig anmerken. Bei allen Festen und Bällen war er immer gern dabei und half im Rahmen seiner Möglichkeiten mit, wo er nur konnte. Als Kassier hatte er stets ein Augenmerk auf die Finanzen des Vereins. Nicht zuletzt deswegen war sein Lieblingsplatz an der Kasse, wo ihm nichts entging und er mit jedem ein Schwätzchen halten konnte. 

Trotz der Vorerkrankungen kam sein Tod unerwartet. Noch auf der Intensivstation äußerte er den Wunsch, man möge ihm etwas vom Schlachtplattenessen aufbewahren und ein Stück Baumstammtorte dazu. Eine Reha war bereits organisiert. Dazu kam es nicht mehr.

Im Vorstand des Kreisverbandes hinterlässt er eine große Lücke. Unsere Anteilnahme gilt der trauernden Familie.