zur Druckansicht

Tag der Freundschaft und Zugehörigkeit - Treffen der HOG Deutschstamora in der Patengemeinde Leimen

Viele ehemalige Stamoraer, auch mit in Deutschland geborenen Kindern und Enkelkindern, kamen zum Treffen nach St. Ilgen. Foto: Adelheid Mesmer

Es ist bereits eine bewährte Tradition, dass sich die Stamoraer Landsleute in zweijährigem Turnus in der Patengemeinde Leimen zum gemütlichen Beisammensein treffen. Der 11. Oktober war diesmal ein sonniger Herbsttag, der uns hoffen ließ, dass viele Gäste aus nah und fern den Weg in die schön geschmückte Kurpfalzhalle im Stadtteil St. Ilgen finden würden. Und so war es dann auch.

Bereits um 10 Uhr wurde der Saal geöffnet, gegen Mittag trafen weitere Besucher ein und zum Kaffee- und Kuchenbuffet war der Saal schon recht gut gefüllt. Bekannte Torten wie die über alles geliebte Doboschtorte, aber auch neuere Kreationen fanden bei den Gästen regen Zulauf. Hervorzuheben ist da die Eisbergtorte im XXL-Format von Vera Pettendorf, die seit Jahren fester Bestandteil unserer Kaffeetafel ist. Unser herzlicher Dank geht an alle fleißigen Bäckerinnen, die unermüdlich Jahr für Jahr mit viel Liebe das schöne Kuchenbuffet bestücken.

So gestärkt und von der Anreise etwas erholt, nahm der Nachmittag seinen Lauf. Es war ein freudiges Wiedersehen mit ehemaligen Nachbarn, mit Freunden, mit Schulkollegen. Selbst wenn man sich viele Jahre nicht gesehen hatte, war die alte Vertrautheit schnell wiederhergestellt. Und man hatte sich doch so viel zu erzählen! Die Zeit verging wie im Flug. Mit großer Freude konnte man feststellen, dass auch bereits in Deutschland geborene Kinder und Enkelkinder am Treffen teilnahmen und sich in der Gemeinschaft sichtlich wohlfühlten.

Aber was wäre ein Treffen ohne festen Programmablauf? Gegen 17 Uhr begrüßte Werner Wetzler, der 1. Vorsitzende der HOG, die Gäste und eröffnete damit den offiziellen Teil der Veranstaltung. Locker und eher unkonventionell stellte er den Tätigkeitsbericht des Vorstands über die letzten beiden Jahre sowie den Kassenbericht vor. Für seine 18-jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender der HOG Deutsch-Stamora und den besonderen Einsatz für seine Landsleute überreichte Werner in einem weiteren Programmpunkt die Verdienstmedaille in Silber nebst Urkunde der Landsmannschaft der Banater Schwaben an Gottfried Bürgermeister. Der Applaus des Publikums war die lobende Anerkennung für unseren Fredi, der die Geschicke der HOG über all die Jahre lenkte. Unser Dank geht auch an seine Frau Irene und an die beiden Töchter, die ihn immer tatkräftig unterstützten.
Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Walter Fanghäuser, Egon Fendt, Sigrid Bürgermeister und Werner Oppermann. Auch ihnen ein herzliches Dankeschön für die zuverlässig geleistete langjährige Arbeit. Neu in den Vorstand gewählt wurden Adelheid Kolleth als Schriftführerin und Ottmar Burghard als Beisitzer. 

Nach einer Schweigeminute für die seit dem letzten Treffen verstorbenen Landsleute hier und in der alten Heimat wurde der gemütliche Teil des Beisammenseins eingeleitet.
Für das leibliche Wohl sorgte in diesem Jahr ein Team des Restaurants „Walachischer Kessel“ aus Karlsruhe. Auf dem Speiseplan standen u.a. typische Banater Speisen wie Krautwickel, Fleischbällchensuppe und „Mici“. Von allen vermisst wurde der Langosch, der wie kein anderes Gericht an unsere alte Heimat erinnert und in früheren Jahren fester Bestandteil des Speiseplans war. Mal schauen, ob es uns gelingt, beim nächsten Treffen einen Langosch-Bäcker zu organisieren. Vorschläge nimmt der Vorstand der HOG gerne entgegen. 

Höhepunkt des Abends war wie immer die Feier des Kirchweihfestes nach altem Stamoraer Brauch. In schöner banatschwäbischer Tracht führten die feschen Mädel Lea und Mia mit dem bunt geschmückten Rosmareinstrauß den Zug der 17 Kirchweihpaare an. Versteigert wurde der Strauß von Herbert Schummer, Gewinnerin war diesmal Brigitte Arnoldi, die ihn mit Stolz an ihre Tochter Anna-Maria weitergab. Hut und „Tichl“ gewannen Josef Rosenfeld, bzw. Ica Lutu. Für sie und auch für die ältesten Teilnehmer Anna Burghardt (90 Jahre) und Johann Kohapka (85 Jahre) gab es einen Ehrentanz.

Unser beliebtes Duo „Amore Blue“ mit Bianca und Patrick, auch sie mit Stamoraer Wurzeln, sorgte wieder für flotte und stimmungsvolle Tanzmusik. Etwa 30 Tanzbegeisterte aus der näheren Umgebung folgten ihrer Lieblingsband nach Leimen und erweiterten mit Schwung und guter Laune den Kreis der lustigen Stamoraer bis weit nach Mitternacht.

Und dann kam wieder der Abschied, geprägt von herzlichen Umarmungen und dem festen Versprechen, in zwei Jahren erneut dabei zu sein –vielleicht noch zahlreicher und bei guter Gesundheit. Fleißige Helfer sorgten anschließend für Ordnung im Saal und in der Küche. Ihnen und allen, die zum Gelingen des Wiedersehens beigetragen haben, gilt unser bester Dank.

Es war ein schönes Fest der Freundschaft und des Zusammenhalts, getragen von dem aufrichtigen Wunsch, unsere Traditionen weiterleben zu lassen und in der Hoffnung, dass diese auch von der nächsten Generation übernommen werden.