Es ist längst ein fester Termin im Veranstaltungskalender des Seniorenzentrums in Ingolstadt geworden, im Juli ein Sommerfest für alle Bewohner, ihre Familien und Freunde, aber für auch alle Landsleute und Unterstützer zu veranstalten. Bei strahlendem Sonnenschein fand es in diesem Jahr am 19. Juli statt.
Zum Abschluss ihrer Europareise boten am Abend zuvor die Gäste aus Entre Rios ein mitreißendes und farbenfrohes Programm auf der Freilichtbühne im Innenhof an, das nicht nur Ingolstädter, sondern auch von weit her angereiste Zuschauer anlockte. Danach hieß es, zügig umzuräumen, weitere Tische, Bänke und Zelte aufzustellen, damit am Samstagmittag alles für die zu erwartenden Gäste bereit war. Viele helfenden Hände packten mit an. Auch in der Küche war reges Treiben, mussten doch die Salate, die Mici, Steaks und weiteres Grillfleisch vorbereitet werden. Ewald Buschinger hatte dabei, wie immer, alles im Griff und hat in bewährter Weise die leckeren Mici selbst hergestellt.
Nach und nach trafen ab Mittag die zahlreichen Gäste ein, besuchten ihre Angehörigen im Heim und verteilten sich in den Innenhöfen und im Zelt. Der Grill lief auf Hochtouren und die vielen ehrenamtlichen Helfer hatten auch bei der Getränkeausgabe alle Hände voll zu tun. Nach reichlich gutem Essen und kühlen Getränken freuten sich die Gäste auf das angesagte Programm mit den Original Banater Dorfmusikanten aus München unter der Leitung von Walter Prinz.
Nach einem Tusch begrüßte die Heimleiterin Christine Schneider die Bewohner und Gäste, namentlich begrüßte sie auch Ehrengäste: den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Banater Hilfswerks Jakob Lenhardt mit Gattin, den stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden der Banater Schwaben in Bayern Harald Schlapansky mit Partnerin Petra Kratzer, den Ingolstädter Kreisvorsitzenden Hans Metzger und Edda und Dieter Probst aus Nürnberg, die dem Haus sehr verbunden sind. Sie hieß alle herzlich willkommen, wünschte ein schönes Fest und bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bei allen ehrenamtlichen Helfern, denn jeder Einzelne sei wichtig. Dies gelte nicht nur für die Organisation dieses Festes, sondern auch das ganze Jahr, ohne sie alle wäre es nicht möglich, dieses einzigartige Seniorenheim so erfolgreich betreiben.
Als Vertreter des Hilfswerkes der Banater Schwaben begrüßte Jakob Lenhardt auf „schwowisch“ die Bewohner und die zahlreichen Gäste. Als vor bald vierzig Jahren das Hilfswerk gegründet wurde, war noch nicht vorauszusehen, dass dieses für die in Deutschland lebenden Landsleute ein Heim gründen werde, das zwischenzeitlich „a Stick Heimat, in de neii Heimat“ geworden sei. Hier wird unsere Geschichte weitergetragen durch die Menschen, ihre Erzählungen, die Sprache und durch den Wunsch, dies alles weiterzugeben an die neue Generation. Durch gemeinsames Miteinander und Zusammenhalt wird hier unsere Kultur und unser Brauchtum bewahrt, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass es zu einem Ort geworden ist, an dem auch viele Veranstaltungen des Kreisverbandes stattfinden.
Das alles komme nicht von allein, sondern von den vielen Menschen, die sich darum kümmern, von jeder einzelnen Pflegekraft bis hin zur Leitung des Hauses, die mehr geben als nur ihre Zeit, und von den ehrenamtlichen, die ihr Herzblut investieren. Nicht zuletzt sei es auch der Unterstützung der Politik zu verdanken, die die Rahmenbedingungen stelle. Auf die Unterstützung der Stadt Ingolstadt als Patenstadt des Landesverbandes Bayern konnte das Hilfswerk schon oft zählen, dafür sei gedankt. Abschließend rief er dazu auf, die Gemeinschaft und die schöne Musik zu genießen.
Seitens der Landsmannschaft begrüßte Harald Schlapansky alle Anwesenden und wies darauf hin, dass es hier eine einzigartige Gemeinschaft gebe, dass hier Musik, Tanz und Brauchtum gepflegt werde, so dass man sich „heimgekommen“ fühle in ein Banater Dorf. Das tue „dem Herzen gut“, genauso wie die Blaskapelle und die Tanzgruppe. Er wünschte dem Banater Hilfswerk für sein baldiges 40. Jubiläum alles Gute, ein gutes Gelingen des Sommerfestes und allen Anwesenden einen unvergesslichen Tag.
Die Heimleiterin sprach nochmals einen besonderen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses aus und nutzte die Gelegenheit, Gabriele Sander zu ihrem 25. Jubiläum im Hause zu ehren.
Altbekannte und beliebte Lieder und Klassiker der Blasmusik spielten anschließend die Original Banater Dorfmusikanten, dazu sangen Irmgard Müller, Johann Gosch und Walter Mätz. Begeisterten Beifall erhielt auch die Tanzgruppe der Banater Schwaben, die diesmal in Alltagstracht auftraten. Das Besondere war, dass die Gemeinschaftstänze „Veilchenblaue Augen“ und „Die alte Linde“ diesmal von Gesang begleitet wurden.
Mit Musik und Tanz, leckerem Essen, Kaffee und Kuchen und natürlich auch viel Raum zum Erzählen und Erinnern ging es bis in die Abendstunden weiter. Es war wieder einmal ein gelungenes Fest, das beweist, was Gemeinschaft und Engagement bewirken kann. Dafür herzlichen Dank an das Hilfswerk der Banater Schwaben, an die Heimleitung und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses sowie an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die dazu beigetragen haben und ohne deren unermüdlichen Einsatz dies alles nicht möglich wäre.









