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Banater Post

Fröhliches Feiern, gelebte Gemeinschaft

Glänzender Mittelpunkt des Festes waren die Kirchweihpaare.

Der Vorsitzende der HOG Sackelhausen Hans Pless begrüßte die Gäste von nah und fern. Fotos: Ralf Klotzbier

HOG Sackelhausen: 63. Kirchweih- und Heimatfest in Reutlingen führte Landsleute aus nah und fern zusammen - Ihr Kirchweih- und Heimatfest feierten die Sackelhauser am 28. September. Doch für die Jahrgänge 1949, 1959, 1969 und 1954 begann das Fest bereits am Tag zuvor. Sie trafen sich in verschiedenen Gasthäusern im Raum Reutlingen anlässlich ihrer runden bzw. halbrunden Geburtstage.

Traditionsgemäß wurde auf dem Friedhof Römerschanze der Festgottesdienst gefeiert und anschließend am Sackelhauser Gedenkstein der Verstorbenen gedacht. Es zelebrierte Pfarrer Dietmar Hermann, seine Ministranten waren die Geschwister Hedrich und Lena Lauer sowie Timo Raab.

Mit Kirchweihtanz und vielem mehr ging es in der Wittumhalle in Reutlingen-Rommelsbach weiter. Dass die Sackelhauser und ihre Gäste das gesamte Festprogramm als feierlich, vertraut und heimatlich empfunden haben, ist dem Engagement einer großen Zahl von Landsleuten zu verdanken. Der HOG-Vorsitzende Hans Pless sei hier erwähnt, der zusammen mit seinem Team das Fest vorbereitete und schließlich Regie führte. Tatkräftig unterstützte ihn seine Frau: Hedi Pless sorgte dafür, dass alle Kirchweihpaare in Sackelhauser Festtracht auftraten. (Nur wenige von ihnen haben Sackelhauser Wurzeln.)

Ohne den Banater Chor Reutlingen, die Donauschwäbische Blaskapelle und ihren Dirigenten Johann Frühwald kann man sich die Sackelhauser Kirchweih nicht vorstellen. Wieder ließen sie die Herzen der Anwesenden höher schlagen und ihre Augen leuchten. In der Wittumhalle schenkte der HOG-Vorsitzende dem Ehepaar Barbara und Johann Frühwald den Vortänzerstrauß als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes. In besonderer Weise wurde damit Barbara Frühwald dafür gedankt, dass sie den unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz ihres Mannes für die Gemeinschaft mitträgt.

Den Strauß hatte auch in diesem Jahr Elisabeth Schwarz geschmückt. Der prächtige, makellos symmetrische Rosmarin war in Frankenthal, im Garten von Elisabeth und Friedrich Wanko gewachsen. Die Quitten für die Ehrengäste kamen aus Metzingen; Adelheid Schuller hatte sie zur Verfügung gestellt.

In besonderem Maße trug der Jubiläumsjahrgang 1959 zum guten Gelingen des Festes bei. Die Sechzigjährigen gestalteten den Gottesdienst aktiv mit. Erika Millich, geb. Tettambel übernahm die Lesung, Annemarie Pittner, geb. Fuhry, Ingrid Richter, geb. Wilhelm und Walter Müller trugen die Fürbitten vor, die Jahrgangssprecherin Dietlinde Besch hielt die Festrede. Der nunmehr drei Jahrzehnte alten Tradition gemäß legten sie einen Kranz am Sackelhauser Gedenkstein nieder.

In der Wittumhalle war eine Ausstellung zum Thema „Schule in Sackelhausen“ zu sehen, die Christine Neu konzipiert und zusammen mit ihren Kameradinnen vom Jahrgang 1959 aufgebaut hatte. Die meisten Exponate stammten aus der Zeit, als die heute Sechzigjährigen die Schulbank drückten. Eine Schuluniform, ein „Katalog“, Notenhefte (carnete), Blätter mit den Handschriften der Sackelhauser Lehrerinnen und Lehrer, Schülerhefte, Zeichnungen und Fotos erinnerten die Älteren an die eigene Schulzeit. Den Jugendlichen und Kindern gaben sie Einblicke in das Schulleben ihrer Eltern und Großeltern. Wer den Jubilaren beim Feiern zusah, konnte unschwer erkennen, wie wohl sie sich im Kreise ihrer Schulkameraden fühlten.

Glänzender Mittelpunkt des Festes waren die Trachtenpaare. Das souveräne Vortänzerpaar Csilla Freimayer und Nikolaus Klein führte den Zug der zehn Kirchweihpaare an, die das Publikum mit ihren schönen Trachten und meisterhaften Tanzdarbietungen begeisterten.

Dass das Kirchweih- und Heimatfest nicht nur eine Angelegenheit der Sackelhauser ist, zeigte die Anwesenheit der Ehrengäste: Michael Donth, CDU-Bundestagsabgeordneter, und Gabriele Gaiser, Bezirksbürgermeisterin von Reutlingen-Rommelsbach und Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Reutlingen. Die stellvertrende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Christine Neu überbrachte Grüße aus München und warb in ihrer Ansprache um Unterstützung für die Kirchenrenovierung in Sackelhausen. Sie überreichte dem HOG-Vorsitzenden einen Scheck über gut 4000 Euro – eine Summe, die im Rahmen des Projekts „Kirche hilft Kirche“ zu diesem Zweck gespendet worden ist.