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Banater Post

„Mondschein“-Chor aus Szekszárd begeistert das Publikum

Auftritt des „Mondschein“-Chors beim Treffen der Heimatortsgemeinschaft Nitzkydorf in Augsburg

Der Chor beim Besuch des Europaparlaments in Straßburg Einsenderin der Fotos: Katharina Eicher-Müller

Der Deutsche „Mondschein“-Chor aus Szekszárd reiste auf Einladung der Landsmannschaft der Banater Schwaben Anfang Oktober nach Deutschland, um am Bundestreffen der Banater Chöre in Gersthofen teilzunehmen.

Am 4. Oktober trafen die 26 Sängerinnen und Sänger aus Szekszárd in Augsburg ein. Sie wurden von Stefanie Dolvig, Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft der Banater Schwaben in München, und von den Familien Eicher (Ludwigshafen), Mayer (Oggersheim) und Tumele (Frankenthal) herzlich begrüßt. Am Samstag hatten die Gäste Gelegenheit, bei einem Stadtrundgang durch Augsburg das Alte Rathaus mit dem „Goldenen Saal“, die Sankt-Anna-Kirche und das ehemalige Karmelitenkloster, in dem Martin Luther zu Gast war, kennenzulernen und eine Fülle an Informationen über die Stadt, ihre Geschichte und die Bedeutung der Familie Fugger zu erhalten.

Danach fuhr die Reisegruppe nach Ulm, wo sie am Auswandererdenkmal am Donauufer eine kleine Feierstunde abhielt. An dieser Feier nahm auch Christine Neu, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Banater Schwaben, teil. Der Chor aus Szek-szárd sang bei der Kranzniederlegung am Denkmal das Lied „Ach Heimat, ach Heimat“. Der Besuch des Donauschwäbischen Zentralmuseums durfte bei einem Aufenthalt in Ulm nicht fehlen. Für die Gruppe gab es eine spannende Schauspielführung, wobei die Gäste dem Museumsführer, der in verschiedene Rollen schlüpfte, mit großem Interesse zuhörten. Auch die Museumsexponate wurden genau unter die Lupe genommen. Für eine der Sängerinnen war dabei die Überraschung perfekt: Auf einem alten Bild entdeckte sie ihre Familie.

Am Abend wohnte der Chor dem Treffen der Heimatortsgemeinschaft Nitzkydorf in Augsburg bei. Er sang schwungvolle deutsche Lieder, die beim Publikum Gefallen fanden. Nach dem Auftritt bildete sich spontan eine Gesangsrunde, an der sich auch Dr. Hella Gerber, Vorsitzende der HOG Nitzkydorf und des Kreisverbandes Augsburg, sowie der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber beteiligten.

Am Sonntagvormittag bereicherten die Sängerinnen und Sänger mit ihrem Gesang den Gottesdienst in der Kirche Sankt Jakobus in Gersthofen. Am Nachmittag fand dann das Chortreffen statt, an dem die Szekszárder an zweiter Stelle nach dem Augsburger Seniorenchor und vor dem Chor der Donaudeutschen Landsmannschaft Frankenthal auftraten. Mit den aus den deutschen Dörfern der Szekszárder Umgebung stammenden alten Volkstrachten gaben die Szekszárder ein imposantes Bild auf der Bühne ab. Für ihre abwechslungsreich vorgetragenen lustigen und traurigen Lieder ernteten sie großen Beifall.

Am Abend fuhr die Reisegruppe weiter nach Ludwigshafen, wo die Sängerinnen und Sänger von Gast-familien bereits erwartet wurden. Am Montagvormittag stand ein Besuch des Europaparlaments in Straßburg sowie die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten in der Stadtmitte auf dem Programm. Das Haus Pannonia in Speyer beherbergte am Abend ein Konzert des Szekszárder Chors, bei dem die Sängerinnen und Sänger die Zuhörer mit ihrem begeisterten Gesang in ihren Bann zogen. Das Repertoire umfasste Heimat-, Jäger-, Liebes- und Unterhaltungslieder, die überwiegend aus der Volksliedsammlung von Katharina Eicher-Müller stammen, aber auch ungarische Volkslieder.  

Am Dienstag besichtigte die Reisegruppe das Carl-Benz-Automuseum in Ladenburg und machte einen Spaziergang durch die historische Altstadt, die durch ihre alten Fachwerkhäuser, Kirchen und die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer hervorsticht. Der in guter Stimmung abgelaufene Abschiedsabend erfolgte im Privatrestaurant der Familie Mayer in Oggersheim, an dem neben den Gastfamilien auch Walter Keller, Mitglied des Bundesvorstands der Landsmannschaft der Banater Schwaben, und Paul Nägl, Landesvorsitzender der Donaudeutschen Landsmannschaft in Rheinland-Pfalz, teilnahmen.

Auf diesem Wege sagen wir Dankeschön den Gastfamilien, Familie Mayer und Familie Zimmerer, dem Haus Pannonia, der Landsmannschaft der Banater Schwaben, die dazu beigetragen haben, dass der Aufenthalt des Szekszárder Deutschen „Mondschein“-Chores in Bayern und Rheinland-Pfalz laut Aussage der Chormitglieder erfolgreich verlief und unvergesslich bleiben wird.