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Banater Post

Raum für Begegnung und Beisammensein

Mit seiner Darbietung „Leit, wie schnell die Zeit vergeht“ bereicherte der Freundeskreis „Die lustigen Schwaben“ das Programm des Treffens und rief Erinnerungen an die alte Heimat wach. Foto: Cornel Simionescu-Gruber

Der neue Vorstand der HOG Alexanderhausen (von links): Werner Hahn, Josef Göpfrich, Holger Göpfrich, Wilhelm Lauko, Christa Albert, Ingeborg Klein, Heike Müller, Rita Cotarcea. Foto: Gerlinde Göpfrich

Wiedersehensfreude und eine wunderbare Atmosphäre prägten die gemeinsam verbrachten Stunden beim Treffen der Heimatortsgemeinschaft Alexanderhausen. Der Einladung zum 21. Heimattreffen am 27. April in der Gaststätte des Musikvereins Eutingen waren zahlreiche Alexanderhausener Landsleute nach Pforzheim gefolgt. Es gab freudige Umarmungen und Überraschungsbegegnungen mit Freunden, Verwandten, früheren Schulfreunden sowie Nachbarn und Bekannten.  

Das Treffen, vorrangig als Möglichkeit der Begegnung, der Erinnerung und des freudigen Beisammenseins gedacht, ließ auch Raum für Organisatorisches und Kulturelles. Begrüßung und Ansprache des HOG-Vorsitzenden Herwig Stefan kennzeichneten den offiziellen Programmbeginn. Traditionelles Anstimmen des Banater Liedes, kurzer Tätigkeitsbericht und die Entlastung des Vorstandes sind hier zu nennen.

Der während der letzten beiden Jahre verstorbenen Landsleuten wurde in einer Schweigeminute gedacht, umrahmt von den Glockenklängen der Heimatkirche. Geehrt als älteste Besucherin des Treffens wurde Erna Weber und als ältester Besucher Johann Schuch. Für das Geburtstagskind des Tages Hans Taugner gab es ein Überraschungsständchen.

Satzungsgemäß standen dieses Jahr Vorstandswahlen an. Holger Göpfrich sprach einen besonderen Dank für die langjährige engagierte, wertvolle und zeitaufwändige ehrenamtliche Tätigkeit des scheidenden Vorstandes aus, welcher mit großem Applaus der Landsleute unterstrichen wurde. Der bisherige Vorsitzende Herwig Stefan hatte angekündigt, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen, auch die weiteren Vorstandsmitglieder standen – bis auf Ingeborg Klein – für ein Amt nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Vorsitzenden wurde Josef Göpfrich gewählt, der in der Vorstandsarbeit von Werner Hahn (stellvertretender Vorsitzender), Rita Cotarcea (Kassenwartin), Holger Göpfrich (stellvertretender Kassenwart), Christa Albert (Schriftführerin), Ingeborg Klein (Karteiführung) und Heike Müller (Beisitzerin) unterstützt wird. Die Kassenprüfung obliegt Wilhelm Lauko.

Im Laufe des Nachmittags berührte die abwechslungsreiche Darbietung des Freundeskreises „Die lustigen Schwaben“ (Kreisverband Rhein-Neckar-Heidelberg) unter der Leitung von Anna und Hans Lang die Herzen der Landsleute. Die Darsteller nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Mittels Liedern, Gedichtvorträgen, bühnengerechten Darbietungen und Videoprojektionen dokumentierten sie unsere Vergangenheit, Traditionen und Brauchtum der Banater Schwaben. Das ergreifende Programm mit dem Titel „Leit, wie schnell die Zeit vergeht!“ rief nicht nur wichtige Momente unserer Geschichte von den Anfängen im Banat bis zur Aussiedlung in Erinnerung, sondern vermittelte auch anschaulich die Bräuche im Lebenslauf der Menschen, sozusagen von der Wiege bis zur Bahre. Die Darbietung erzeugte bewegende Augenblicke und weckte bei den
Anwesenden Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Für ihre rundum gelungene Aufführung ernteten „Die lustigen Schwaben“ viel Beifall.

Im Anschluss an das kulturelle Programm blieb genügend Zeit für persönlichen Austausch, das Schwelgen in Erinnerungen, für Lachen und Weinen. Heimat stiftet Identität und solche „Heimatbegegnungen“ tragen dazu bei, dass Identität bewahrt und gefestigt wird. Jeder Mensch verbindet mit dem Begriff Heimat etwas anderes. Für die einen mag es ein konkreter Ort sein (dort, wo man geboren ist oder dort, wo man zu Hause ist), für die anderen eher ein Gefühl (Heimat ist dort, wo ich glücklich bin). Wie dem auch sei, alle Alexanderhausener, ob jung oder alt, sahen beim diesjährigen Treffen glücklich aus.

Für weitere Glücksmomente und Freuden, nämlich für Tanzfreude, sorgten Richard Zacharias und Siegfried Potche, alias „Die Palomas“. Bis zum Ausklang des Treffens nach Mitternacht wurde zu ihrer Musik das Tanzbein geschwungen, und es herrschte eine herzliche Stimmung.

Allen, die zum guten Gelingen dieses schönen Treffens beigetragen haben, den Organisatoren, den an der musikalischen und kulturellen Umrahmung Beteiligten sowie den Spenderinnen der zahlreichen Kuchen und Torten gilt unser herzliches Dankeschön.

Eines steht jetzt schon fest: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in zwei Jahren und hoffen, dass wiederum alle dabei sind – mit Herz und Seele.