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Banater Post

23. Banater Volkstanzfestival in Singen (1)

Dreißig Jahre, so alt wie der Kreisverband Konstanz/Singen, ist auch dessen Trachtengruppe. Das Jubiläum wurde im Rahmen des Volkstanzfestivals 2018 in Singen gefeiert. Foto: Eventfotografie Bodensee

Die Banater Trachtengruppen aus Baden-Württemberg treffen sich jährlich zu einem Volkstanzfestival, um ihr tänzerisches Können vorzuzeigen. Das Festival gestaltet sich zu einer eindrucksvollen Präsentation banatschwäbischen Brauchtums und ist zugleich Ausdruck der freundschaftlichen Verbindungen zwischen den verschiedenen Trachtengruppen und des Miteinanders von Jung und Alt. In ungeraden Jahren findet das Volkstanzfestival in Göppingen in Verbindung mit dem Großen Schwabenball und Landestrachtenfest statt, dazwischen wird es an unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg ausgetragen. Da der Kreisverband Konstanz/Singen im Jahr 2018 sein 30-jähriges Bestehen feiert, bot sich an, das 23. Volkstanzfestival in Singen am Hohentwiel zu veranstalten. Es wurde auf den 27. Oktober terminiert.

Bereits Wochen vorher rührten der Vorstand und die Tanzgruppe des Kreisverbandes kräftig die Werbetrommel, um sowohl Publikum mit Banater Wurzeln als auch Gäste, die unser Brauchtum kennenlernen wollen, einzuladen. Es erschienen mehrere Artikel in der Lokalpresse sowie im Programmheft der Stadthalle, in denen die Geschichte der Banater Schwaben erläutert, auf ihr reiches kulturelles Erbe hingewiesen und die Banater Festtagstracht kurz beschrieben wurde.

Empfang im Rathaus durch OB Bernd Häussler

Im Laufe des Nachmittags trafen die mitwirkenden Tanzgruppen aus Spaichingen, Leimen, Karlsruhe, Esslingen und Reutlingen ein, die von den Gastgebern im Backstage- Bereich der Singener Stadthalle mit selbstgebackenem Kuchen und Häppchen empfangen wurden. Kurz vor 17 Uhr machten sich jeweils zwei Paare pro Gruppe für den Empfang im gegenüberliegenden Rathaus bereit.

Oberbürgermeister Bernd Häussler hieß die Banater Schwaben herzlich willkommen und gratulierte dem Kreisverband Konstanz/Singen zu seinem 30-jährigen Jubiläum. Er äußerte seine Freude darüber, diesen rührigen Verein mit einer aktiven Tanzgruppe in Singen, dem „Nabel der Welt“, ansässig zu wissen. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Christine Neu, die kurzfristig für den erkrankten Landesvorsitzenden Josef Prunkl eingesprungen war, bedankte sich für den Empfang und stellte die Banater Schwaben, ihr Brauchtum und ihre Trachten kurz vor. Wie Oberbürgermeister Häussler freute sich auch Christine Neu, so viele junge Trachtenträger begrüßen zu dürfen. Mit einem Glas Sekt wurde auf das Jubiläum und die bevorstehende Veranstaltung angestoßen. Die Vorführung der Gemeinschaftstänze vor dem Rathaus, immer einer der Höhepunkte des Volkstanzfestivals, musste wegen Regens ausfallen.

Währenddessen füllte sich die Singener Stadthalle. Um 18 Uhr erfolgte der festliche Einmarsch von nahezu 160 Trachtenträgern in die ausverkaufte Halle. Kreisvorsitzender Horst Redl begrüßte die Tanzgruppen, die Ehrengäste und alle Besucher zum 23. Volkstanzfestival und der Jubiläumsfeier des Kreisverbandes. Als Ehrengäste hatten sich eingefunden: Oberbürgermeister Bernd Häussler, Schirmherr der Veranstaltung, Christine Neu, stellvertretende Bundesvorsitzende, Patrick Polling, Vorsitzender der DBJT, Stefan Ihas, Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben, die Kreisvorsitzenden Richard Jäger aus Mannheim, Peter Bieber aus Freiburg, Werner Gilde aus Karlsruhe, Herbert Volk aus Esslingen und Richard Wagner aus Spaichingen sowie Ines Szuck, Brauchtumsbeauftragte des Landesverbandes. Ferner begrüßte Redl alle ehemaligen Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes und alle ehemaligen Mitglieder der Tanzgruppe Singen.

Rückblick auf 30 Jahre Vereinsleben

Der Kreisvorsitzende bot einen kurzen Rückblick auf die Leistungen des am 6. März 1988 gegründeten Vereins entlang seines 30-jährigen Bestehens. Dieser habe sich von der ersten Stunde an zum Ziel gesetzt, die Belange der Aussiedler und Spätaussiedler aus dem Banat zu vertreten, zugleich aber auch mit dem damals schon bestehenden Ortsverband der Landsmannschaft der Donauschwaben in der Pflege des Kulturgutes und im Sinne der Völkerverständigung zusammenzuarbeiten. Des Weiteren habe sich der Verein für die Integration der Landsleute aktiv eingesetzt. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Auszeichnung des Kreisverbandes Konstanz/ Singen im Rahmen des ersten Bundeswettbewerbs „Vorbildliche Integration von Aussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland“ im Jahr 1991. Ferner sei der Verein an Hilfstransporten ins Banat beteiligt gewesen und habe eine Vielzahl von Veranstaltungen für die Landsleute organisiert. Die Tanzgruppe war und sei nach wie vor ein Aushängeschild des Vereins. Sie habe Singen und die Banater Schwaben nicht nur im Hegau oder der Bodenseeregion bekannt gemacht, sondern sei auch im ganzen süddeutschen Raum und darüber hinaus in Österreich, der Schweiz, Rumänien, ja sogar in den USA und Kanada aufgetreten.

           (Fortsetzung folgt)