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Banater Post

Auf das Wesentliche konzentrieren

Die Marosch bei Semlak im vergangenen Winter Foto: Pfr. Walther Sinn

Der Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben wünscht allen Mitgliedern unseres Verbandes und ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest. Wir danken Ihnen für Ihre Mitwirkung und Teilnahme an vielen Veranstaltungen unserer Landsmannschaft – Sie haben dadurch gezeigt, dass unsere Gemeinschaft lebendig geblieben ist.

Ja, vieles hat sich verändert, manches ist verloren gegangen, anderes ist hinzugewonnen worden. Vier Generationen gehören unserer Landsmannschaft an, sie sprechen vom Banat, von unserem Sein als Banater Schwaben einst und jetzt und sie meinen oft nicht immer das Gleiche. Trotzdem haben sie alle Recht und natürlich gibt es nach wie vor eine gemeinsame Schnittmenge. Sie liegt in der Vergangenheit, in dem, was über Generationen als Teil unserer kulturellen Identität vermittelt worden ist. Sie liegt aber auch in der Gegenwart, dort, wo wir bewusst und organisiert als Banater Schwaben auftreten und dieser Identität weitere Bausteine hinzufügen.

Im zu Ende gehenden Jahr ist uns das oft gelungen: bei vielen Kulturveranstaltungen, bei geselligen Treffen, bei großen landes- und bundesweiten Treffen, bei Fahrten ins Banat, aber auch bei vielen kleinen Zusammenkünften und Projekten. Jede hat ihre Berechtigung und eine Zukunft, solange wir darin einen tieferen Sinn erkennen, manchmal auch nur im Rückblick.

Am Jahresende werfen wir auch einen Blick in die Zukunft, manch einer mit großen Sorgen. Nicht nur die kleine Welt der Banater Schwaben, auch die große Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein, so schnell gilt heute nichts mehr, was früher als unumstößlich feststand. Für manchen geht das alles zu schnell. Strukturen bröckeln, man fühlt sich ausgeliefert, erkennt keine Ziele hinter umwandelnden Entwicklungen. Da wir in den letzten 100 Jahren unserer Geschichte selbst so vielen Umwälzungen ausgeliefert waren, haben wir dafür ein gutes Gespür entwickelt. Wie damit umgehen? Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren, auf all das, was uns als Banater Schwaben ausmacht. Damit sind die Generationen vor uns immer gut gefahren, in guten wie in schlechten Zeiten – es kann auch uns Richtschnur sein.