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Mit Fuchs und Lentschi in Bad Wurzach

Interessante Programmangebote und Gemeinschaftsbewusstsein brachten am Seminar-Wochenende wieder viele Jugendliche zusammen.

Auf reges Interesse stieß der von Nikolaus Dornstauder angebotene Workshop „Mici machen“. Selbstgemacht schmeckten die Hackfleischröllchen noch besser als sonst. Fotos: Jasmin Dornstauder

Brauchtum hat viele Facetten. Das wurde den Teilnehmern des dies-jährigen Brauchtumsseminars für
Jugendliche auf dem Wieshof in Bad Wurzach, zu dem der DBJT-Vorstand  am ersten Novemberwochenende  eingeladen hatte, wieder vor Augen geführt. Dementsprechend breit gefächert war denn auch das Angebot an Workshops: Zu den bekannten Workshops wie „DBJT-Tänze“, „Moderne Tänze“, „Grundkurs Walzer und Polka“ sowie „DBJT-Band“ und „Basteln“ gesellten sich diesmal auch neue Kurse wie „Kartenspielen“ und „Mici machen“. Die teilnehmenden Jugendlichen – sie kamen aus den Tanz- und Trachtengruppen Spaichingen, Frankenthal, München, Würzburg, Esslingen, Nürnberg, Augsburg, Ingolstadt und Crailsheim – konnten jeweils fünf Angebote wahrnehmen.

Wer den Walzer- oder Polkaschritt noch nicht ganz beherrschte oder an seiner Technik feilen wollte, war im entsprechenden Grundkurs bei Sven Konschitzky gut aufgehoben. Dessen Besuch war eine gute Voraussetzung dafür, im Verlauf des Tages die DBJT-Tänze bei Julia Polling und Andrea Kielburg neu zu erlernen oder auch aufzufrischen. Wer Lust auf modernere Rhythmen und Klänge verspürte, der studierte mit Stefanie Timmler einen Mix aus Discofox und Cha Cha Cha ein oder hörte bei den Proben der DBJT-Band unter der Leitung von Andreas Zornek rein, der die Band neu aufleben ließ. Wer aber nach all den anspruchsvollen Kursen ein wenig Entspannung suchte, entschied sich für das Bastelangebot von Ramona Kiefer. Die individuell gestalteten Traumfänger dienen als schöne Erinnerung an ein gelungenes Wochenende. Diejenigen hingegen, die Spaß an Spiel und Kulinarik hatten, gingen zum Kartenspielen mit Heinz Franzen und Horst Neidenbach oder bereiteten mit Yvonne und Niki Dornstauder Mici zu.

Erfreulicherweise waren die beiden neu angebotenen Kurse – nämlich Kartenspielen und Mici machen – auch die beliebtesten. Vor allem das Kartenspielen hatte es den meisten Jugendlichen angetan. So sehr, dass sie abends, statt ausgelassen zu feiern und zu tanzen, lieber weiter „fuchsten“ und sich um die „Kukrutzkeere“ rissen. Dabei ging es teilweise sogar richtig engagiert zu und es wurde geklopft, gezwinkert und gelacht.

Dieses volle Programm wäre mit einem leeren Magen nicht durchzustehen gewesen. Daher freuten sich alle über die köstlichen Speisen, die die Kochgruppe aus Augsburg diesmal hervorzauberte. Die Teilnehmer wurden verwöhnt mit einem ausgewogenen Frühstück, „Französischi Krumbiere“, „Hinglsupp un Reisauflauf“ sowie natürlich mit den selbstgemachten „Mici mit Saurem, Boeufsalad und Krumbieresupp“.

Ein großer Dank geht auch an den dieses Jahr frisch gewählten, jungen DBJT-Vorstand, der mit Patrick Polling als Vorsitzendem zum ersten Mal das Seminar für Jugendliche organisiert hatte. Angelehnt an die vorherigen Seminare, aber auch mit frischen Ideen kam jeder Teilnehmer auf seine Kosten.

Es war wieder einmal ein überaus gelungenes, mitreißendes Seminar, zu dem bestimmt alle jederzeit wiederkommen würden. Und solange das Brauchtum in all seinen Facetten noch so viel Anklang findet und solange der DBJT-Vorstand diese wertvollen Begegnungen weiter organisiert, solange alle weiteren Helfer unermüdlichen Einsatz für die nächste Generation zeigen, können wir alle froh und stolz sein, uns Teil dieser großen Gemeinschaft nennen zu dürfen.