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Banater Post

Wandern – der sanfte Natursport

Das Gruppenfoto entstand nach dem Mittagessen im Restaurant Lenzenberg in Ihringen. Foto: Helmuth Paul

Das Wandern und die etwas sportlichere Variante Nordic Walking sind zunehmend willkommene Freizeitaktivitäten. Wer dem Trend folgt, tankt Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude in einem. Das hatte auch eine Gruppe Banater Schwaben aus dem Kreisverband Heilbronn vor, als sie sich am Morgen des 7. Juli bei strahlendem Sommerwetter auf die Fahrt ins Glottertal machte.

Auf dem Waldspielplatz in Denzlingen, wo uns die beiden Wanderführer Erna Retzler und Walter Berberich wie auch noch einige weitere Wanderer erwarteten, wurden wir liebevoll begrüßt. Gestärkt mit Salzkipfeln, Kümmelstangen, Cabanossi-Teigrollen und heißem Kaffee, begaben wir uns bergauf ins Glottertal. Der Weg führte uns durch den Einbollenwald zu den Rebhängen des Glottertals. Wir machten Bekanntschaft mit einer ganz reizvollen Landschaft, wobei uns Erna über Fauna und Flora sachkundig informierte.

Beim Wissereck bot uns eine Bank die Möglichkeit zum Ausruhen und die Aussicht auf das Föhrental zu genießen. Einige unter uns mit mehr Kondition wanderten den Berg ein Stück hinab bis zur „Alten Kastanie“. Am Waldesrand stießen wir auf das „Naturdenkmal Kastanie“ aus dem Jahr 1670. Nebenan thront der Vogelsanghof majestätisch über dem Tal. Wir erhaschten noch einen kurzen Blick hinüber auf den Buchholzer Rebberg, danach ging es wieder zur Gruppe zurück.

Wir wanderten weiter durch den Wald zum Wirtshaus „Zur Sonne“ im Oberglottertal. Der Gasthof hat nicht nur eine 350-jährige Tradition, sondern auch eine schöne Außenterrasse, auf der wir unser Mittagessen einnahmen und den Durst mit gekühlten Getränken stillten.

Wer einen Blick auf den aus der TV-Serie „Die Schwarzwaldklinik“ bekannten Carlsbau werfen wollte, musste nach dem Essen einen Marsch von etwa einem Kilometer die Badstraße hoch in Kauf nehmen. Da aber eine Besichtigung des Gebäudes nicht möglich war, waren die meisten unter uns enttäuscht von diesem Abstecher.

Über den Winzerpfad unterhalb der Weinberge und durch den Ort Glottertal ging es dann weiter nach Heuweiler zum Gasthof „Grüner Baum“, wo wir am späten Nachmittag unsere Zimmer bezogen. Der Gasthof liegt in dörflicher Idylle nahe Freiburg. Der vor dem Gasthof gelegene schattige Biergarten lud zum Austausch und Entspannen ein. Das köstliche Abendessen wurde uns später in einem separaten Raum serviert, wo wir als Gruppe unter uns waren. Als dann nach dem Dessert die Musikanten Walter Berberich, Werner Salm und Horst Reiter zu ihren Instrumenten griffen und altbekannte Lieder spielten, war die Müdigkeit schnell verflogen. Es wurde bis Mitternacht gesungen, geschunkelt und getanzt. Und so mancher unter uns fühlte sich für kurze Zeit in seine Jugendzeit versetzt. Auch wurde Werner Salm auf angenehme Weise wieder daran erinnert, in wie vielen Banater Orten er auf Kirchweihfesten, zu Hochzeiten oder bei Tanzabenden musizieren durfte.

Am Sonntagmorgen, nach Frühstück und Auschecken, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Südrand des Kaiserstuhls, ins Liliental. Hier befindet sich die „Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt“ der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg. Auf dem parkähnlich angelegten Gelände gab es seltene Bäume und Blumen (unter anderem wildwachsende Orchideen) zu sehen. Deshalb wurden auch mehrere Pausen eingelegt, in denen viele Fotos geschossen wurden.

Danach ging es nahtlos Richtung Restaurant Lenzenberg. Dieses bot uns von der überdachten Terrasse einen tollen Ausblick auf den Schwarzwald, in die Vogesen und die Rheinebene. Nach dem Mittagessen machte Helmuth Paul auch hier ein Gruppenfoto. Er legte an diesen Tagen einige Kilometer mehr als die anderen zurück, war er doch immer wieder unterwegs, um die Gruppe aus unterschiedlichen Perspektiven zu fotografieren oder schöne Ausblicke festzuhalten.

Nachdem wir die Tiere im Kleintiergehege gesehen hatten, stiegen wir hinab Richtung Ihringen, zu den Martinshöfen, wo wir eine kurze Kaffeepause einlegten. Fast alle gönnten sich hier auch ein Eis, das man in der rustikalen Scheune genoss und sich bei so manchem hier ausgestellten Gerät an die alte Heimat im Banat erinnerte. Über einen für den Kaiserstuhl charakteristischen Hohlweg gelangten wir zurück zum Bus und fuhren gegen 17 Uhr zurück Richtung Heilbronn.

Im Bus wurden die Organisatoren, der Fahrer, die Musikanten und der Fotograf mit Lobes- und Dankesworten überschüttet. Ganz schnell war man sich einig: Es war das beste Wanderwochenende, das bisher vom Kreisverband Heilbronn organisiert wurde. Denn es beinhaltete nicht nur alles, was das Wanderherz begehrt, sondern ließ darüber hinaus auch das Banater Herz höherschlagen. Fotos dazu finden Sie unter www.banater-schwaben-heilbronn.de.