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Banater Post

Bischof Roos segnet Kapelle und Kreuzweg

An der Feier auf dem Kneeser Friedhof, in deren Verlauf Bischof Martin Roos die Kapelle und die Kreuzwegstationen segnete, nahmen Vertreter der HOG und der Gemeinde sowie mehrere Bewohner teil. Foto: HOG Knees

Dank der Initiative und des Einsatzes der Heimatortsgemeinschaft Knees und mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung wurde der Friedhof in Knees im vergangenen Sommer wieder in einen ansehnlichen und einem Gottesacker würdigen Zustand versetzt (die „Banater Post“ berichtete).

Die Arbeiten wurden in drei Schritten durchgeführt. Die Koordination vor Ort und einen wesentlichen Teil der Arbeit übernahmen der HOG-Vorsitzende Nikolaus Kutschera und Werner Ingrisch. An der Aktion beteiligten sich außerdem Josef, Frank, Reinhard und Matthias Kutschera, zur Unterstützung wurden noch die Kneeser Landsleute Michael Metterle und Johann Weishaar sowie einige Gemeindearbeiter engagiert. Die Gemeinde Knees, vertreten durch Bürgermeister Florin Cheaua und Verwalter Aurel Georgescu, zeigten große Hilfsbereitschaft und unterstützten die Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten mit Maschinen und Material.

Das ganze Gelände wurde in schweißtreibender Arbeit von dem wuchernden Gestrüpp befreit und gründlich gesäubert, die Friedhofskapelle wurde innen und außen renoviert und erhielt ein neues Aussehen. Auch das Friedhofskreuz wurde neu gestaltet. Es besteht nun aus einem neuen Kreuz, dem Postament mit Inschrift des alten, von Kaspar König 1856 gestifteten Kreuzes und einem neuen Unterbau, an dem eine Tafel zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und der Russlanddeportation sowie an alle verstorbenen Kneeser angebracht wurde. Die Kreuzwegstationen wurden ebenfalls renoviert und neu gestaltet. Sie erhielten neue Abdeckungen und die Nischen wurden mit neuen Darstellungen des Passionswegs Jesu versehen. Die Grabstätten der auf dem Friedhof beigesetzten Priester wurden instandgesetzt beziehungsweise durch neue Grabkreuze markiert.

Am Ostermontag, dem 2. April, fand auf dem Kneeser Friedhof eine Feier statt, in deren Verlauf die im letzten Jahr sanierten Kreuzwegstationen und die renovierte Friedhofskapelle von Bischof Martin Roos, selbst ein Sohn dieser Banater Gemeinde, gesegnet wurden. Der Feierstunde wohnten neben den extra aus Deutschland angereisten Gästen auch Pfarrer László Bakó, bischöflicher Sekretär, Pfarrer Csaba Miklós aus Mailat, der die Filialgemeinde Knees versieht, Vertreter der Gemeinde – allen voran Bürgermeister Florin Cheaua – sowie einige Bewohner von Knees bei.

In seiner Ansprache erwähnte Bischof Roos unter anderem, dass der Kreuzweg im Jahr 1913 von Alexander Wambach errichtet und von Johann Kramp, einem gebürtigen Kneeser Priester, der damals Domherr in Temeswar war, geweiht wurde. Der Vorsitzende der HOG Knees, Nikolaus Kutschera, bedankte sich nochmals ausdrücklich bei Gemeinde und Bürgern für die den Verantwortlichen gewährte Unterstützung bei der Sanierung der Kapelle sowie der Instandsetzung des gesamten Friedhofs. Die Kapelle wurde im Jahre 1911 durch das Ehepaar Eichert errichtet und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Im Anschluss an die Segnungsfeier lud der Bürgermeister alle Anwesenden zum gemütlichen Beisammensein mit Kuchen- und Getränkebuffet ins Rathaus ein. Tags darauf waren die Kneeser Landsleute zu Gast im Bischofspalais zu Temeswar. Bischof Roos führte sie durch das Diözesanmuseum und vermittelte dabei viel Wissenswertes zur Geschichte der alten Diözese Tschanad und des Bistums Temeswar. Bei einer gemütlichen Kaffeerunde klang der Nachmittag aus. Die Beteiligten bedankten sich für den Empfang und die interessante Führung.