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Banater Post

Heimattag-Splitter II.

  • Die Heimattage der 1980er und 1990er Jahre waren geprägt von großen Handballturnieren. Dies lag einerseits daran, dass der Handballsport im Banat eine große Tradition aufwies und die vielen Aussiedler dieser Jahre nur wenige Jahre vorher noch aktive Spieler waren, andererseits auch daran, dass einstige Weltklassespieler dieses Sports an den Turnieren selbst teilnahmen, Schirmherrschaften übernahmen, die Brücke zu den Aktiven aus ihren Heimatdörfern aufrechterhalten wollten. Später kamen Fußballturniere hinzu, aber auch Tennis- und Kegelturniere wurden ausgetragen. Heute wird das Fußballturnier von der DBJT und dem Kreisverband Schwäbisch Hall unserer Landsmannschaft ausgerichtet. In Ulm selbst findet seit dem letzten Heimattag ein Schachturnier statt. Es wird auch 2018 ausgetragen.
  • Die Hauptveranstaltung des Heimattages findet immer am Pfingstsonntag statt. Für 120 Heimatortsgemeinschaften werden Tische bereitgestellt, auf Wunsch auch Sondertische für ehemalige Betriebsangehörige, für einstige Kameraden beim Militär. An manchen Tischen gibt es ein regelrechtes Gedränge und man weicht „auf die Nachbarorte“ aus, an anderen wiederum herrscht gähnende Leere. Warum das so ist, ist schwer zu beantworten. Was aber den HOG-Vorständen immer wieder bestätigt wird, sind viele unverhoffte Begegnungen, die die Betroffenen nicht mehr missen wollen. Nach 30, 40 oder gar 50 Jahren einem ehemaligen Nachbarn, Arbeitskollegen, Kameraden aus der Schul- oder Militärzeit zu begegnen – nirgendwo ist die Wahrscheinlichkeit so groß wie auf dem Gelände der Ulmmesse in den Donauauen. Und wo kommt man noch so schnellen Schrittes von Albrechtsflor nach Zipar, von Baumgarten nach Wetschehausen oder von Lugosch nach Temeswar? Nein, nicht in dieses oder jenes Dorf, nicht in die Städte sondern zu den ehemaligen Bewohnern dieser Orte, an diesem Tag konzentriert in zwei großen und zugegebenermaßen für solche Begegnungen doch sehr nüchtern wirkenden Messehallen. Aber, so sagen wir es doch auch sonst gerne, die Menschen machen es aus.