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Banater Post

Géza Xantus zeigt „Die Anziehung des Ewigen”

Bischof Josef Csaba Pál in Gespräch mit dem Künstler Géza Xantus bei der Vernisage in Maria Radna. Foto: Diözese Temeswar

Am 16. Juli, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, feierte die päpstliche Basilika Maria Radna den Titel ihres Gnadenbildes, das schon seit mehr als 350 Jahren von der Höhe des Hauptaltars über das gesamte Bistum Temeswar und das Banat wacht. Aus der Zeit um 1650 stammend, überstand die Ikone auf wunderbare Weise die Brandschatzung der Kirche im Jahr 1695. Seitdem wurden zahlreiche Wunder verzeichnet, die auch von der Kirche anerkannt sind.

Die Diözesanwallfahrt, die für diesen Tag festgelegt wurde, versammelte Klerus und Gläubige des Bistums im Marienheiligtum, wo der Diözesanbischof von Temeswar Josef Csaba Pál um 11 Uhr ein Pontifikalamt feierte. Die Teilnahme der spirituellen Bewegungen karmelitischer Inspiration aus dem Banat war nicht zu übersehen; sie wohnten vor der heiligen Messe einer Kathechese und am Nachmittag auch der Eucharistischen Anbetung bei.

Um 13 Uhr fand in der Kunstgalerie des Klosters Maria Radna die Vernisage der Ausstellung des siebenbürgischen Künstlers Géza Xantus statt. Der Maler stellte neuere Werke aus, die religiöse Themen behandeln und nun auch vom Publikum bewundert werden können. Die Ausstellung wurde vom Diözesanbischof selber eröffnet, wonach die Kunsthistorikerin Enikő Hegedűs den Maler und seine Bilder vorstellte. Unter anderem führte sie aus: „Die Bilder des aus Schomlenberg stammenden Malers (Jahrgang 1958) zeigen die Orientierung und das Interesse eines schaffenden Künstlers, der das Universum fühlt und die Anziehungskraft des Ewigen erlebt. Seine hier ausgestellten Malereien beleuchten die bedeutendsten Eckpunkte seiner Karriere. In der Konkretisierung seiner künstlerischen Richtung spielten die in Rom, der „Ewigen Stadt“, abgeschlossenen Studien eine besondere Rolle, die Jahre, die er an der Accademia di Belle Arti di Roma in der Klasse des Meisters Nunzio Solendo verbrachte, daneben aber auch die Zeit seines Theologiestudiums in Budapest. Diese Studienjahre legten die Grundlage für sein Wissen, sein Kunstverständnis und für die Kultivierung der religiösen Kunst. Géza Xantus drückt sich durch mehrere Kunstgattungen aus: Neben seinen ausdrucksvollen Grafikarbeiten und Ölmalereien beweist er sein Können auch im Bereich der Wandmalerei, der Glasmalerei, der Innenausstattung. Zudem schuf er Schnitzereien, Plastiken und monumentale Skulpturen. Seine Werke – unabhängig vom Kunstgenre, in dem er sich ausdrückt – bringen den Betrachter zur Wahrnehmung der gegenseitigen Zugänglichkeit des Irdischen und des Himmlischen. Die meisten Werke, die im Rahmen dieser Ausstellung gezeigt werden, sind in den letzten drei Jahren entstanden, zwischen 2016 und 2019. Die Ölgemälde tendieren zugleich zum Universum und zum Unendlichen.“

Die Ausstellung bleibt in Maria Radna und kann hier bis zum 10. Oktober 2019 besucht werden.