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Den Deportierten einen Namen geben - Unserer Umfrage: „Wer ist auf dem Bild zu sehen?“

Erste Reihe (v. li.): Susanne Schuch, verheiratet Gabor, daneben Peter Hasz. Dieses Foto von ihrer Mutter sandte uns Anna Ungar. Oskar Hasz erkannte darauf seinen Vater. Einsenderin des Fotos: Anna Ungar

Seit einigen Jahren veröffentlichen wir Fotos, die uns Angehörige der zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion Deportierten zusenden mit der Bitte, dass Nachkommen, die vielleicht auch im Besitz der Fotos sind und vielleicht auch Informationen dazu haben, sich melden. So möchten wir den Menschen, die so viel Leid ertragen mussten, einen Namen und ein Gesicht geben.

In der Banater Post Nr. 4 vom 20. Februar 2025 veröffentlichten wir ein Foto, welches uns Anna Ungar, die Tochter der in Blumenthal geborenen Susanne Schuch (verheiratet Gabor) zugesandt hatte. Es zeigt sechs Frauen und einen Mann. Von ihrer Mutter wusste sie lediglich, dass das Foto 1949 kurz vor der Heimreise entstanden war. Sie erkannte darauf nur ihre Mutter, die erste sitzend von links. In der Folge erhielten wir einige Anrufe und E-Mails. Es meldete sich auch Familie Katharina und Oskar Hasz. Frau Hasz schrieb uns: „In der letzten Ausgabe der Banater Post (Anm. Red.: BP Nr. 4 vom 20. Februar 2025) gab es ein Bild von Deportierten nach Russland. Dieses Bild gibt es bei uns auch. Der Mann in der Mitte ist der Vater meines Mannes Oskar Haasz. Mein Schwiegervater Peter Haasz war auch in diesem Bataillon. […] Mein Schwiegervater ist in Blumenthal (Maşloc) geboren. Er war im Arbeitsbataillon Nr. 1027 mit dem Standort in Hryhoriwka/Ukraine vom 12.02.1945 bis zum 22.10.1949.“ Sowohl die Lagernummer: Arbeitsbataillon Nr. 1027 als auch die zeitliche Angabe zur Heimkehr, 22. Oktober 1949, stimmen mit den Angaben von Frau Ungar überein.