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Banater Post

Heimatortsgemeinschaft Rekasch

Die HOG

Mitte der siebziger Jahre begann in Rekasch die Auswanderungswelle nach Deutschland, die in den Jahren nach der rumänischen Revolution 1989 ihren Höhepunkt erreichte. Die meisten Rekascher fanden im Süden Deutschlands vor allem in Augsburg und Karlsruhe eine neue Heimat. Bei der Auswanderung wurden Freunde und Verwandtschaften auseinander gerissen.

Um die in der alten Heimat gewachsenen Verbindungen aufrecht zu erhalten, zu pflegen und weiter zu entwickeln, wurde beim Heimattag 1984 in Ulm beschlossen, unser erstes Rekascher Treffen zu organisieren. Dieses Treffen fand dann am 16.06.1985 in der Sängerhalle in Karlsruhe-Knielingen statt. Bei diesem Treffen wurde unsere Heimatortsgemeinschaft Rekasch gegründet.

Seit dieser Zeit fanden die Heimattreffen abwechselnd im 2-Jahres Rhythmus in Augsburg und Karlsruhe statt.

Der Ort

Der Ort Rekasch (rum. Recas), dem im Jahre 2004 das Stadtrecht verliehen wurde, liegt an der Europastraße E 70, 24 km östlich von Temeswar.

Die 1724 in Rekasch angekommenen ersten deutschen Einwanderer hatten sich zunächst nahe des Flusses Bega angesiedelt. Wegen starken Überschwemmungen haben sie im Jahre 1740 dieses Gebiet verlassen und zusammen mit den bis dahin ebenfalls in der Nähe der Bega wohnenden Schokatzen den Ort an der heutigen Stelle gegründet.

Die Zahl der Deutschen in Rekasch erhöhte sich von 69 Familien im Jahre 1741 auf 1.838 Personen im Jahre 1910. Im Zuge der Madjarisierungsbemühungen wurde im Jahre 1889 anschließend an den deutschen Ortsteil ein neues Baugebiet für 100 ungarische Familien ausgewiesen. Mit der Ansiedlung von etwa 30 rumänischen Familien Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und in der Folgezeit insbesondere nach der Auswanderung der fast gesamten deutschen Bevölkerung überwiegt derzeit die Zahl der in Rekasch wohnenden Rumänen.

Seit der Ansiedlung der Deutschen wurde in Rekasch Weinbau betrieben. Die Betriebsflächen wurden immer wieder erweitert, so dass Rekasch heute zu den bedeutendsten Weinbaugebieten der Region gehört.

Das 1987 gegründete und im Jahre 2002  neu gestaltete Museum ist eine lokalgeschichtliche Einrichtung und gewährt Einblick in die Geschichte und Kultur der Menschen, die über Jahrhunderte in Rekasch gelebt haben.

In der Rekascher Kirche befindet sich ein Marienaltar mit einer Schwarzen Madonna, die sich auch schon in der alten Kirche befand. Nachweislich kamen bereits am 2. Juli 1746 Pilger zu dieser Wallfahrtsstätte. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts waren es hauptsächlich Temeswarer Zigeunermusikanten, die alljährlich nach Rekasch pilgerten. Beim Einzug in die Kirche wurde das Lied „Heilige Maria von Rekasch , helfe uns!“ gesungen.

 

Kontaktdaten

Anschrift:
Heimatortsgemeinschaft Rekasch
in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.
c/o Erwin Lehretter
Schenkendorfstrasse 30
D-86167 Augsburg

E-Mail:
admin@rekasch.de

Internet:
www.rekasch.de