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Banater Post

Heimatortsgemeinschaft Pankota

Die HOG

Die HOG Pankota wurde im September 1995 anlässlich des ersten Heimattreffens im Donauschwabenhaus Frankenthal gegründet. Seitdem fanden insgesamt 8 Heimattreffen statt. Die HOG ist stets bemüht, einen direkten Kontakt zum einen zu ihren Mitgliedern und zum anderen zu den über 200 noch in Pankota lebenden deutschen Landsleuten aufrechtzuhalten.

Der aktueller Vorstand: Helga Pless, Vorsitzende; Walter Muth, 1. Stellvertreter; Peter Reck, 2. Stellvertreter; Walter Muth, Kassenwart; Walter Hettmann, Kommunikation, PR; Franz Luttmann, Heimatsortskartei; Melinde Martitsch, Schriftführ

Der Ort

Auf dem Gebiet der heutigen Stadt wurden Reste einer dakischen Siedlung aus dem 2./3. Jahrhundert gefunden. Der Name Villa Pankotha wurde erstmals 1202/1203 erwähnt, die Zuordnung zur heutigen Stadt ist jedoch unsicher. Laut  Sándor Márki gab es 1216 auf dem Territorium von Pankota eine Benediktinerabtei; vermutlich bildete sich die Siedlung um die Abtei herum. Pankota gehörte damals zum Königreich Ungarn.

Zu dem Namen von Pankota gibt es einige Deutungsversuche. Nach neuesten Erkenntnissen soll (und diese Erklärung scheint plausibel zu sein) Pankota auf das lateinische „pan cubitum“, was „Bergecke“ heißt, basieren. Diese Erklärung geht ebenfalls aus der Monographie von Sándor Márki hervor. „Bergecke“ könnte stimmen, da sich Pankota auf dem nordwestlichen Teil des Berges Drocea (auch die spitze Drocea genannt) befand.

Nach dem Mongolenüberfall 1241 wurde eine Burg errichtet. 1322 wurde die Abtei Sitz eines Archidiakonats.  Der ungarische König Ludwig I. schenkte 1375 die Burg der Adelsfamilie Losonczy, in deren Besitz sie etwa 170 Jahre verblieb. 1475 wurde Pankota zum Oppidum (Marktort) erhoben.

Nach der Schlacht bei Mohács (1526) zerfiel das Königreich Ungarn. Pankota wurde Teil des vom Osmanischen Reich abhängigen Fürstentums Siebenbürgen und schließlich von den Türken besetzt und geplündert.  Die Benediktinerabtei erlosch. Der siebenbürgische Fürst Sigismund Báthory eroberte 1595 Pankota zurück, bevor die Ortschaft erneut von den Türken in Besitz genommen wurde. Während der osmanischen Besatzungszeit war Pankota Sitz einer untergeordneten Verwaltungseinheit.

Nach mehreren Niederlagen türkischer Truppen gegen die Österreicher gelangte Pankota 1699 nach Abschluss des Friedens von Karlowitz  an Österreich-Ungarn.  Im Ort siedelten sich zunächst Ungarn an. Er wurde Sitz einer Feudalherrschaft,  in den Jahren 1756 und 1784 kam es zu Aufständen der leibeigenen Bauern.

Der  aus Polen stammende Herzog Schulkowsky kaufte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Gut in Pankota. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde Pankota der größte Marktort des Arader Komitats. Es begann ein intensiver Weinbau. Das Gut der Herzogsfamilie verfiel im I. Weltkrieg und kam nach dem Anschluss der Region an Rumänien in den Jahren 1918/1920 in den Besitz des rumänischen Staates.

Nach dem I.  Weltkrieg wurde eine Möbelfabrik gegründet. Die meisten Bewohner lebten jedoch weiterhin von der Landwirtschaft, ein Zustand, der  sich später jedoch geändert hat. Die Möbelfabrik war bis zur Wende 1989 der wichtigste Arbeitgeber im Ort. 1968 wurde Pankota zur Stadt erklärt.

Die Deutschen aus/in Pankota: Im Rahmen des Ersten Schwabenzuges lassen sich 1776 46 reichsdeutsche Familien (178 Personen) aus Böhmen, Mähren, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und aus dem Elsass in Pankota nieder.

Mundart: in den deutschen Ortschaften nördlich der Marosch wird eine oberfränkische Mundart gesprochen. Bei der deutschen Mundart in Pankota handelt es sich um eine südfränkisch-alemannische Mundart.

Rückwanderung nach Deutschland: Vor 1989 waren bereits einige Familien aus Pankota nach Deutschland heimgekehrt. Wegen der damit verbundenen Repressalien durch das kommunistische Regime dürfte es sich jedoch dabei um schätzungsweise 30 % der Heimkehrer handeln. Die Zahl kann leider nicht dokumentiert werden. Bei den vor 1989 in die Bundesrepublik zurückgekehrten Landsleuten handelt es sich zum einen um Familienzusammenführung und zum anderen um Flucht. Eine massive Auswanderung fand jedoch nach 1989 statt.

 

Kontaktdaten

Anschrift:

Heimatortsgemeinschaft Pankota
in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.
c/o Walter Muth
Rheingoldstraße 124
D-68199 Mannheim

E-Mail:
walter-monika_muth@web.de

Internet:
www.hog-pankota-online.de