Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.

Heimatortsgemeinschaft Lovrin

Die HOG

1977 trafen erstmals nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Donauwörth 150 Donauschwaben aus der Gemeinde Lovrin zusammen, um eine Heimatortsgemeinschaft zu gründen. Damit sollte an die zwei Jahre später anstehende 200-Jahr-Feier der Besiedlung Lovrins mit Donauschwaben erinnert werden.

Seit 1979 treffen sich die Lovriner alle zwei Jahre in Donauwörth. 1989 wurde eine Lovriner Heimatstube auf der Wörnitzinsel gegenüber dem Heimatmuseum eingerichtet.Deren Exponate dokumentieren die Herkunftsländer und –orte der Zuwanderer nach Lovrin im 18. Jahrhundert und stellen deren Donauschwäbische Siedlung vor. Sie geben Einblicke in bäuerliches Arbeiten und Wohnen und spiegeln auch das kulturelle Leben Lovrins bis zu Flucht und Vertreibung 1944.

1981 übernahm Donauwörth die Patenschaft über die Lovriner Heimatortsgemeinschaft. Die Urkunde wurde vom Oberbürgermeister Donauwörth Dr. Afred Böswald und HOG Vorsitzender Franz Röck unterzeichnet. Im Friedhof zu Hl. Kreuz wurde zeitgleich eine Totengedenkstelle angelegt. Seit 1991 steht eingangs der Promenade die „Stele der Begegnung“. Mit der Auflage von Heimatbüchern wird die Lovriner Ortsgeschichte dokumentiert.

Literaturverzeichnis
Anton Peter Petri
Heimatbuch der Heidegemeinde Lovrin im Banat
Altötting 1979

Nikolaus Koch
Monographie der Gemeinde Lovrin (Nachdruck der Ausgabe Lovrin 1929)
Simbach/Inn 1983

Nikolaus Schauermann
Chronik der Großgemeinde Lovrin im Banat
Temeschburg 1995

HOG Lovrin
Lovrin nach 1944. Beiträge zur Geschichte einer ehemals deutschen Gemeinde im rumänischen Banat
Simbach/Inn 1994

Der Ort

Lovrin liegt 50 Kilometer nordwestlich von Temeschburg (Temeswar) im Banat, und 20 Kilometer südöstlich von Großsanktnikolaus.

Der erste deutsche Siedler Lovrins war im Jahr 1779 Nikolaus Gefesser aus Hellimer /Lothringen. Größere Gruppen von Ansiedlern folgten und machten Lovrin im Laufe der Zeit zu einem blühenden deutschen Gemeinwesen mit über 1000 Hausnummern.

Durch Verschmelzung der verschiedenen Ansiedlergruppen entstand eine neue deutsche Volkskultur. In Lovrin setzte sich die pfälzisch-lothringische Mundart durch. Die Dorfkirche wurde 1789 eingeweiht. Das Vereinswesen war sehr ausgeprägt. Zeitweilig waren drei Deutsche aus Lovrin Abgeordnete im rumänischen Parlament. Das Dorfleben war durch die Landwirtschaft geprägt. Lovrin zählte beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges etwa 3600 deutsche Einwohner. Heute leben dort nur noch wenige Deutsche, zumeist ältere Menschen.

Bereits nach der Ansiedlung gab es eine Schule mit deutscher Unterrichtssprache. Sie entwickelte sich zur Volksschule mit vier, sieben und acht Klassen, danach zehn Klassen und heute Lyzeum LICEUL TEHNOLOGIC ”Romulus Paraschivoiu” mit zwölf Klassen. Die Unterrichtssprache war bis 1867 deutsch, 1867 bis 1926 ungarisch, 1926 bis 1991 deutsch und rumänisch ab 1991 rumänisch.

 

Kontaktdaten

Anschrift:
Heimatortsgemeinschaft Lovrin
c/o Günther Heinrich
Schloßstr. 15
D-72406 Bisingen

E-Mail:
rdg.heinrich@web.de

Internet:
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