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Banater Post

Banater Schwaben - Zukunft mit Tradition

An Pfingsten in Ulm: Heimattag der Banater Schwaben 2012

Wir treffen uns an Pfingsten in Ulm! Es ist schon fast ein Standardsatz für Banater Schwaben. Nach Ulm fahren bedeutet für uns weit mehr als eine Städtereise zu unternehmen: Ulm ist sowohl Erinnerung an die Vorfahren, die vor fast drei Jahrhunderten von hier aus in Richtung Südosteuropa aufgebrochen sind, wie auch ein Bekenntnis zum Hier und Heute, zu Gemeinschaft und Tradition.

So war es auch in diesem Jahr zu Pfingsten. Wenn es für „schwäbisch“ eine Steigerung gäbe, könnte man sagen, dass die schwäbische Stadt an der Donau in gewissem Sinne noch schwäbischer geworden ist. Die friedliche Belagerung der ehrwürdigen Reichsstadt durch die Banater Schwaben begann am Samstag in der Fußgängerzone mit Blasmusik, Tanz und jugendlichem Charme. Straße um Straße, Uferzeilen und Plätze wurden in Beschlag genommen – und das unter dem Beifall der „Besiegten“. Schließlich „fiel“ auch das Rathaus, und die Stadtherren streckten die Waffen, öffneten weit die Tore und luden zum Empfang des Oberbürgermeisters ein. Um im Bild des mittelalterlichen Kampfgeschehens zu bleiben: Am Pfingstsonntag schlugen dann die „Belagerer“ ihre Zelte auf dem Messegelände auf und feierten gehörig.

Das attraktive Veranstaltungsprogramm, das herrliche Frühlingswetter und die Freude der Teilnehmer an der Begegnung mit alten Bekannten, Freunden und Landsleuten ließen das Heimattreffen zu einem schönen Erlebnis werden. Höhepunkte im vielfältigen Veranstaltungsprogramm waren: die Feier am Auswandererdenkmal, das Konzert „300 Jahre Banater Kirchenmusik“ in der Ulmer Wengen-Kirche, der Pfingstgottesdienst in der Donauhalle, die Kundgebung zum Heimattag mit Festredner Reinhold Gall (Innenminister des Landes Baden-Württemberg) und mit dem Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner. Ausstellungen, Tanzunterhaltungen, das gesellige Beisammensein der Landsleute in den Messehallen und nicht zuletzt die Volkstanzvorführungen der Trachtengruppen machten auch diesmal das Pfingsttreffen zu einem erlebnisreichen Begegnungsfest.

Der Heimattag, die größte Veranstaltung unserer Landsmannschaft, stand diesmal unter dem Motto „Banater Schwaben – Zukunft mit Tradition“. Die Frage nach der Herkunft, nach den eigenen Wurzeln ist auch Jahrzehnte nach dem Exodus aus dem Banat und der geglückten Integration in Deutschland aktuell. Der Blick nach vorn und die Verankerung in der Gegenwart schließen stets auch eine Rückschau mit ein, eine Rückkoppelung mit Herkunft und Tradition. Dass diese Botschaft bei den Landsleuten angekommen ist – und besonders bei den ganz jungen unter ihnen –, dafür spricht das große Abschlusstableau der Kultur- und Brauchtumsveranstaltung der Banater Jugend- und Trachtengruppen am Nachmittag in der Donauhalle: Auf der Bühne weit über hundert Kinder und Jugendliche. Sie reichen sich die Hände, bilden eine lange Kette und singen gemeinsam „Wahre Freundschaft“. Die Kette wird immer länger, sie erfasst schließlich den ganzen Saal, und alle stimmen ein in einen riesigen Banater Chor. Ohne der Berichterstattung über die Veranstaltungspunkte des Programms vorgreifen zu wollen, soll dennoch jetzt schon festgehalten werden: Die Jugend- und Trachtengruppen verliehen dem Begegnungsfest in diesem Jahr besonderen Glanz. Was Wunder, wenn ein strahlender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft auf die Bühne tritt und sagt: „Glücklich kann sich eine Landsmannschaft schätzen, in der eine solche Jugendarbeit stattfindet. Die DBJT von heute ist die Landsmannschaft von morgen. Ihr seid auf einem richtigen Weg!“      

Ausführliche Berichte über die einzelnen Veranstaltungen des Heimattages in der nächsten Ausgabe der Banater Post.

Walter Wolf

Weitere Links:

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