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Banater Post

Heimatliche Bräuche eindrucksvoll vorgeführt

Zwei Kinder- und acht Erwachsenenpaare ließen das Albrechtsflorer Kirchweihbrauchtum wieder aufleben.

Der Kirchweihzug, angeführt von Elfriede Schäfer und dem Kreisvorsitzenden Dietmar Kirschenheuter, marschiert in Blasmusikmusikbegleitung zur Gaststätte "Hubertushof". Fotos: KV Augsburg

KV Augsburg: Kirchweih ist seit Jahren fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten

Das „Kerweih“-Fest ist wohl das schönste und beliebteste aller Brauchtumsfeste der Banater Schwaben. Dass dieses Fest seit Jahren in Augsburg gefeiert wird, ist in erster Reihe dem Kreisvorsitzenden Dietmar Kirschenheuter zu verdanken. Ihm ist es in diesem Jahr gelungen, Altbewährtes mit Neuem zu verflechten und somit für die Gäste ein unvergessliches Kirchweihfest zu gestalten. Als neues Element ist der Kirchenchor zu bezeichnen. Vier russlanddeutsche Sängerinnen unter der Leitung von Elena Heiser begleiteten die Messe und beeindruckten alle Anwesenden mit ihren hervorragenden Stimmen und ihrem musikalischen Können. Neu war auch die Teilnahme von drei Wetschehausener Trachtenpaaren, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch ihre wunderschöne Tracht, ihre mit bunten Bändern geschmückten Hüte, aber auch durch ihre gute Laune beim Mitmachen weckten.
Die Kirchweih begann mit der heiligen Messe, die in der Kirche Sankt Franziskus von Stadtpfarrer Msgr. Anton Schmid und Pater Kazimierz Oledzki zelebriert wurde.

Nach der Messe erfolgte der Aufmarsch der zehn Kirchweihpaare – acht Erwachsenen- und zwei Kinderpaare – im Kirchhof unter den Klängen der von Werner Zippel geleiteten Banater Blaskapelle Augsburg. Eine absolute, willkommene Neuheit war die Teilnahme von Pater Kazimierz Oledzki – er gehört dem von Johannes Bosco gegründeten Salesianerorden an – sowohl am Aufmarsch als auch beim Tanz der Kirchweihpaare im Kirchhof. Durch sein Dabeisein, seine Freude am Mitwirken erweckte er die Sympathie der Trachtenpaare sowie aller Zuschauer, denen er für den bevorstehenden Abend das Lebensmotto von Don Bosco mit auf den Weg gab: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“

Der Kirchweihzug, angeleitet vom Vortänzerpaar Elfriede Schäfer und Dietmar Kirschenheuter, marschierte danach zur Gaststätte „Hubertushof“. Hier folgten der Tanz für das Vortänzerpaar und anschließend die Tänze für die Kirchweihpaare. Sichtlich großen Spaß am Tanzen hatten die Kinderpaare, die durch ihre Heiterkeit die Bewunderung der Zuschauer weckten.

Dietmar Kirschenheuter ist es gelungen, viele Ehrengäste für das Kirchweihfest zu gewinnen, was auch als Novum bezeichnet werden kann. Demzufolge hieß er Stadtrat Juri Heiser, den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Russlanddeutschen, Karl Kromer, und den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Siebenbürger Sachsen, Gottfried Schwarz, herzlich willkommen. Des Weiteren begrüßte er die Vorsitzende der HOG Nitzkydorf, Dr. Hella Gerber, die Vorsitzende der HOG Paulisch, Theresia Reingruber, und den Vorsitzenden der HOG Rekasch, Erwin Lehretter.

Den Kirchweihstrauß gewann heuer das Ehepaar Roswitha und Erwin Kirchgässner, das somit nächstes Jahr als Vortänzerpaar den Kirchweihzug anführen wird. Nach einem nicht enden wollenden Applaus und „noch amol“- sowie Zugabe-Rufen räumte die Blasmusik die Bühne und übergab die Stafette dem Duo Günter und Werner. Um die Aufbaupause zu überbrücken, sang der schon erwähnte „Vierfrauenchor“ bekannte Heimatlieder, die bei den Gästen Erinnerungen voller Nostalgie an längst vergangene Zeiten weckten.

Das Duo Günter und Werner hatte durch sein weitgefächertes, reichhaltiges Repertoire (Volksmusik, Schlager, Rock und Pop, aber auch rumänische und griechische Volksmusik) für jede Generation etwas Passendes darzubieten und brachte somit gute Stimmung auf, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte.
Die Begeisterung, die Freude und der Spaß der Gäste während des ganzen Abends waren groß und alle waren sich einig, dass es das schönste Kirchweihfest der letzten Jahre war. Demzufolge kann man nur feststellen, dass das von Pater Kazimierz Oledzki übermittelte Lebensmotto Don Boscos „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" den Gästen zu Herzen gegangen ist, auf sie eingewirkt und letztendlich auch Früchte getragen hat.