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Banater Post

Erinnerung wachhalten, Gemeinschaft pflegen

Vor Beginn des Heimattreffens kam der im Dezember 2013 neu konstituierte Vorstand der HOG Grabatz zu einer Sitzung zusammen. Fotos: HOG

Der von der Kinder- und Jugendtanzgruppe des Kreisverbandes Ingolstadt vorgeführte Bändertanz rief bei den Gästen Erinnerungen wach.

Am 13. September war es mal wieder soweit: Die Grabatzer fanden sich zu ihrem alljährlichen Heimattreffen ein, das diesmal in Ingolstadt, in der Sportgaststätte des SV Zuchering, stattfand.

Schon um 10 Uhr trafen sich zwei Mannschaften zum Fußballspielen. Sieger wurde das „Grawatzer Old Team“, das den „Weißenburger SV Clan“ – auch dank des entscheidenden Einsatzes von Oswald Nachbar – mit 11:8 bezwang. Schiedsrichter der Partie war Walter Marczika, ein eingefleischter Fußballliebhaber. Am Ende des Turniers wurde den beiden Mannschaftskapitänen sowie dem jüngsten Torschützenkönig, Raimund Dietrich jun., der bravourös drei Tore gemeistert hatte, Pokale überreicht.

Die im Dezember 2013 neu konstituierte HOG-Vorstandschaft kam um 11 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Nachdem der Vorstandsvorsitzende Walter Bartole alle Mitglieder begrüßt hatte, wurde über das brisante Thema Kirche und Friedhof in Grabatz beraten. Weitere Tagesordnungspunkte betrafen das alljährlich erscheinende Grabatzer Heimatblatt, das Ulmer Pfingsttreffen, an dem sich immer weniger Landsleute beteiligen, das Neueinkleiden des Grabatzer Trachtenpuppenpaares im Lenauheimer Heimatmuseum sowie die neugestaltete Homepage der HOG (www.hog-grabatz.de). Der Vorstand sprach Erwin Kleitsch ein großes Lob für die geleistete Arbeit aus, die zu einem vorzeigbaren Ergebnis führte. Unser Landsmann wird sich auch weiterhin intensiv um die Gestaltung und Administration des Internetauftritts kümmern. Nachdem die beiden Rechnungsprüferinnen Käthe Bartole und Gerlinde Kaske die Kassenführung der HOG, wofür Renate Einholz zuständig ist, geprüft hatten, wurde das nächste Grabatzer Treffen auf den 12. September 2015 in Heilbronn terminiert.

Schon vor Saalöffnung um 14 Uhr strömten die ersten Gäste in Scharen ein, und es sollten bis zum Abend immer mehr werden. Etwa 200 Personen hatten sich letztendlich zu dem Treffen eingefunden. Die jüngste Teilnehmerin war die drei Monate alte Zoe Entner, die älteste Besucherin war Katharina Schüpfer, eine immer noch sehr rüstige Seniorin, trotz ihrer 91 Lebensjahre.

Im Laufe des Nachmittags wurden die Gäste von den fleißigen Ingolstädter Zuckerbäckerinnen mit einer reichgedeckten Kaffee- und Kuchentafel verwöhnt. Großes Lob und besten Dank geht an dieser Stelle an Adelheid Behr, Hanne Lafleur, Helene Marczika, Gabi Marton, Erika Dietrich, Theresia Dietrich, Elisabeth und Linde Dietrich, Inge Dippert, Anita Emmel, Marlene Martin und Elisabeth Horvath.

Das Abendprogramm begann mit einem von der Kinder- und Jugendtanzgruppe des Kreisverbandes Ingolstadt vorgeführten Bändertanz. Die wunderschönen Banater Trachten sowie die weiteren Tanzdarbietungen der von Claudia Groß und Ewald Buschinger geleiteten Gruppe gaben allen Gästen, wenigstens für einen kurzen Moment, das Gefühl, wieder in der alten Heimat zu sein. Es wurden Erinnerungen an die guten alten Zeiten wachgerufen, und bei dem einen oder anderen sah man Wehmut und Trauer im Blick.

Nach dem kulturellen Teil des Programms folgte die Ansprache des HOG-Vorsitzenden Walter Bartole. Unter dem Glockengeläut der Grabatzer Kirche gedachten die Landsleute  aller Verstorbenen, die ihre letzte Ruhestätte auf dem Heimatfriedhof, in der Fremde oder in der neuen Heimat gefunden haben. Danach wurden alle Senioren ab 75 Jahren mit einer Uhrkunde geehrt. Mit Ehrenurkunden für langjährige Treue und Beteiligung an allen Treffen der HOG wurden die Familien Anton und Josef Kovacs aus Herzberg sowie die Eheleute Anni und Nikolaus Hackbeil aus Landshut und Magdalena und Michael Paul, ebenfalls aus Landshut, bedacht. Für sein unermüdliches Engagement und seine Leistungen wurde auch der Ehrenvorsitzende der HOG Grabatz, Alfred Ivanov, geehrt. Er bringt sich seit vielen Jahren vorbildlich in die Verbandsarbeit ein und steht der Vorstandschaft sowie den Landsleuten immer mit Rat und Tat zur Seite. Für die kleinsten Teilnehmer, die zu unserer aller Freude mit ihren Eltern und Großeltern zu dem Begegnungsfest gekommen waren, gab es noch anschließend Süßigkeiten.

Mit Musik und Tanz ging es dann bis spät in die Nacht hinein weiter. Auch diesmal, wie schon beim letzten Grabatzer Treffen, sorgte die Band „Romanticas“ unter der Leitung von Erwin Hansinger für Spitzenmusik und ausgelassene Stimmung. Dafür gebührt den drei Musikern der Band ein herzlicher Dank. Alles in allem war das Treffen 2014, auch dank der tollen Organisation und der emsigen Bemühungen von Linde und Ludwig Dietrich, Brigitte Entner und der Familie Marczika, ein sehr gelungenes. Nächstes Jahr freut sich die HOG Grabatz auf ein Wiedersehen mit den Landsleuten in Heilbronn.