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Banater Post

Deutsche Minderheit und ihr Kulturerbe prägen Rumänien

Vertriebenenpolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion trafen im Temeswarer Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus führende Repräsentanten der deutschen Minderheit im Banat. Foto: Alexander Vollmert

Bundestagsabgeordnete informieren sich über Lage der deutschen Minderheit in Rumänien. Eine mehrtägige Informationsreise nach Rumänien unternahm Mitte August eine Delegation der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/ CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Der Delegation gehörten neben dem Vorsitzenden der Gruppe, Klaus Brähmig, die Abgeordneten Dr. Bernd Fabritius und Heiko Schmelzle sowie der Geschäftsführer der Gruppe, Dr. Alexander Vollmert, an. In Temeswar, Bukarest, Kronstadt und Hermannstadt informierte sich die Delegation über die Situation der deutschen Minderheit und führte Gespräche mit Vertretern des Landesforums und der Regionalforen der Deutschen in Rumänien wie auch mit Vertretern der Ministerien für Auswärtiges und für Erziehung und Unterricht.

Die Delegation weilte am 11. und 12. August zunächst in Temeswar. Beim Sitz des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat führte sie unter Teilnahme des Abgeordneten der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament, Ovidiu Ganţ, Gespräche mit Vertretern des Forums, des Banater Vereins für Internationale Kooperation „Banatia“ und des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten. Bei dieser Begegnung wie auch bei einem Rundgang mit anschließender Diskussion mit Verantwortlichen und Bewohnern im Altenheim der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung konnten die Bundestagsabgeordneten einen tiefen Einblick in das Leben, die Aktivitäten und Sorgen der deutschen Minderheit im Banat gewinnen. Ein Gespräch mit dem Temeswarer Diözesanbischof Martin Roos, ein Treffen mit Vertretern des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat, ein Besuch des Deutschen Kulturzentrums und der Revolutionsgedenkstätte sowie ein Rundgang durch das Zentrum der Banater Hauptstatdt rundeten das Besuchsprogamm ab.

Die deutsche Minderheit in Rumänien leiste einen wichtigen und allgemein anerkannten Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung dieses Landes, so das Fazit des Delegationsleiters Klaus Brähmig am Ende der Reise. Bei den Besuchen in Temeswar, Bukarest, Kronstadt, Hermannstadt und weiteren Orten Siebenbürgens hätte sich nicht nur die historische Verbindung zwischen Deutschland und Rumänien gezeigt, sondern es sei auch deutlich geworden, wie vielschichtig sich die bilateralen Kontakte bis heute darstellen.

Das Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus in Temeswar als Kulturzentrum und Seniorenresidenz bezeichnete Brähmig als „ein Leuchtturmprojekt für die deutsche Minderheit im Banat“.

Im Bildungswesen sei der muttersprachliche deutsche Schulunterricht nicht nur für das Selbstverständnis der deutschen Minderheit zentral, sondern er werde aufgrund seiner hohen Qualität auch von muttersprachlich rumänischen Schülern weit über das verfügbare Angebot hinaus nachgefragt. Daher habe sich die Delegation gegenüber dem rumänischen Bildungsminister dafür ausgesprochen, den muttersprachlichen deutschen Schulunterricht besonders zu unterstützen, erklärte Brähmig.