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Banater Post

30 Jahre Heimatortsgemeinschaft Sanktanna

Dreifaltigkeitsdenkmal und katholische Kirche

Im Februar 1981 wurde die HOG Sanktanna gegründet. Ein wichtiges Anliegen in der Gründerzeit war die Beschaffung von Unterlagen aus dem Herkunftsort als Voraussetzung für den Beginn einer erfolgreichen Integration sowie Nachweise über Arbeitsjahre, Schulausbildung, Militärdienst, Unterlagen zur Feststellung der Ansprüche auf Lastenausgleich und Anschriften von Verwandten und Bekannten. Joseph Kuhn (Augsburg), Jakob Wunderlich (München), Johann Müller (Augsburg) und Stefan Tänzler (Gröbenzell) haben uns als Gründer der HOG kein abgeschlossenes Erbe hinterlassen, sondern Zielsetzungen voll historischem Weitblick und politischer Klugheit. Ihre Arbeit wollen wir auch in Zukunft fortsetzen zum Wohle unserer Landsleute aus Alt- und Neusanktanna. Der Zusammenhalt der Sanktannaer Landsleute ist auch dreißig Jahre nach der Gründung der HOG unverändert groß. In all den Jahren ihres Bestehens hat unsere HOG ein klares Bekenntnis zu unserer Heimatgemeinde abgelegt. In den vergangenen dreißig Jahren ist die Liste der Vorhaben unserer HOG stetig angewachsen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Demokratischen Forum in Sanktanna, dem Kirchenrat, den Schulen und der Ortsverwaltung durchgeführt haben. Nach dem Umbruch der kommunistischen Ära in Rumänien (im Dezember 1989) hat unsere HOG zusammen mit den Ortsbewohnern Sanktannas maßgebliche Weichen für eine Neugestaltung der Zusammenarbeit gestellt. Über unsere Aktivitäten berichten die Heimatbriefe (23 Ausgaben), die Familienbücher, zwei Tonträger mit Begleitheft, ein Koch- und Backbuch und ein Friedhofsbuch. Laut Planung wird im Jahre 2013 das neue Heimatbuch Sanktanna erscheinen. Ein Blick auf die Teilnehmerzahlen bei den einzelnen Heimattreffen belegt den großen Zusammenhalt zwischen den Landsleuten: 1981 Gersthofen 500 Teilnehmer, 1983 Leingarten 800, 1985 Kirchhofen 1000, 1987 Kongresshalle Böblingen 1300, 1989 Bruchsal 1100, 1991 Meistersingerhalle Nürnberg 2500, 1993 Ludwigshafen 2500, 1995 Nürnberg 2200, 1997 Forst bei Bruchsal 1100, 1999 Freiburg 1100, 2001 Ingolstadt 2100, 2003 Augsburg 1300, 2005 Nürnberg 1300, 2007 Augsburg 1000, 2009 Weingarten 1000; 2011 Stadthalle Göppingen 1000.

In all den Jahren hatten wir eine gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, unter anderem mit der Landsmannschaft der Banater Schwaben, mit dem Bund der Vertriebenen, mit der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung, dem Hilfswerk der Banater Schwaben, der Nürnberger Karnevalsgesellschaft Noris Banatoris, dem Verein Valores und anderen Einrichtungen. Die Landsleute beweisen durch ihre Teilnahme an den vielseitigen Veranstaltungen der HOG ihre Verbundenheit mit der Ortsgemeinschaft und tragen durch ihr aktives Mitwirken dazu bei, dass Brauchtum und Tradition erhalten und gepflegt werden.

Einige Einschätzungen über das Wirken der HOG Sanktanna: „Mit der Heimat im Herzen werden die Einzelnen zum Bindeglied dieser Gemeinschaft, zu einem Teil unserer Heimatortsgemeinschaft, die wir hier und heute feiern“ (Anton Bleiziffer, Freiburg); „Hochachtung, Lob und Ehr gebührt allen, die die HOG Sanktanna gegründet haben und die sich für ihren Weiterbestand einsetzen“ (Katharina Muranyi, Freiburg). „Die Heimatortsgemeinschaft Sanktanna hatte in Nürnberg-Gartenstadt beim 25-jährigen Jubiläum am 15. Juli 2006 über 154 Aktive, mit einem errechneten Durchschnittsalter von 43 Jahren auf der Bühne! Viel Glück und Segen auf all ihren Wegen“ (Dr. Walther Konschitzky, Erding); „Die Heimatortsgemeinschaft Sanktanna hat in den letzten Jahren ihren Erfolgskurs fortsetzen und weitere Ruhmesblätter der Vereinschronik hinzufügen können. Als einer, der selbst seit vielen Jahren Verantwortung in der HOG Hatzfeld und der Gemeinschaft der Banater Schwaben wahrnimmt, weiß ich die vielseitigen Aktivitäten der Sanktannaer Landsleute und ihrer HOG zu schätzen. Sie verdienen Lob und vollste Anerkennung. Heute, dreißig Jahre nach ihrer Gründung, können die Funktionsträger und die vielen Aktiven voll Genugtuung auf das Geleistete zurückblicken und mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Herzlichen Glückwunsch zum dreißigjährigen Jubiläum!“ (Walter Tonta, Hatzfeld/Ulm). „Sind es wirklich schon fünfzig Jahre, seit ich als junger Lehrer für vier Jahre nach Sanktanna kam? Der Lebensphilosoph Wilhelm Busch meinte: Es eilt die Zeit im Sauseschritt ... ja, so ist es, und wir laufen mit. Alle Bekannten – selbst die damaligen Schüler – sind inzwischen alt und grau geworden, doch die meisten Landsleute sind dabei jung im Herzen und voller Unternehmungslust geblieben. Und das ist die Hauptsache; auch wenn der Wagen wackelt, er fährt! Auch die Heimatortsgemeinschaft Sanktanna ist nach dreißigjährigem Bestehen in ein reifes Alter getreten, kann auf zahlreiche Leistungen zurückblicken, hat eine lange Liste von Veröffentlichungen hinterlassen und braucht immer noch große Säle für die mehr als tausend Teilnehmer an den Heimatortstreffen. Heimatbriefe, Familienbücher, Friedhofsbuch, Kochbuch usw.: Alles schön und gut, doch das geplante Heimatbuch, das die Sanktannaer Geschichte, Wirtschaft und Kultur auf mehr als 1200 Seiten für die Nachwelt erhalten wird, ist gewiss eine herausragende, einmalige und bleibende Leistung innerhalb der Banater Landsmannschaft. Lassen wir uns noch durch weitere Leistungen überraschen, solange der Zusammenhalt der Landsleute in einer Gemeinschaft bestehen bleibt. Hoffentlich noch recht lange“ (Dr. Hans Gehl, Tübingen). „Die Sankt-annaer verwalten einen großen Schatz mit besonderen Werten, nicht nur bei ihren Heimatortstreffen. Es sind Sitten und Bräuche, Erfahrungen, Geschichten und Lebensläufe, die in einer ganz bestimmten Zeit und unter ganz bestimmten Bedingungen in einer ganz bestimmten Region entstanden sind. Dieser Schatz ist einzig; es gibt keinen zweiten wie diesen, und die Sanktannaer entscheiden jeden Tag aufs Neue durch ihr Tun, wie er gehütet, wie er vermehrt, wie er öffentlich zugänglich gemacht und wie er der nächsten Generation vererbt wird. Möge er noch vielen Interessenten zur Verfügung stehen“ (Peter-Dietmar Leber, München).

Von bleibendem Wert ist das schöne Gefühl, einer ganz besonderen Gemeinschaft anzugehören: der Heimatortsgemeinschaft Sanktanna im Rahmen der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Wir haben einiges zu ihrem Fortbestand geleistet, und zwar ehrenamtlich, mit einem großartigen Arbeitskreis. Dabei sind wir ein bunter Farbtupfen in der europäischen Gemeinschaft mit unseren Trachtenträgern, Fahnenabordnungen, Blas- und Musikkapellen, mit Musikern, Singgruppen, Kantoren und Chören, mit allen Organisatoren, Marienmädchen und den verschiedensten Mitwirkenden, die unsere Sitten und Bräuche durchs Leben und im Jahreskreis aus der alten Heimat nach Deutschland mitbrachten und hier weiter pflegen. Einen herzlichen Dank an alle Aktiven, Vorstandsmitglieder und an die heute ehrenamtlich Tätigen. Möge unsere Heimatortsgemeinschaft auch nach dreißigjährigem Bestehen ihren Weg so gehen, dass viele Landsleute sich angesprochen fühlen und mitgehen.