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Banater Post

»Zukunft mit Tradition« Heimattag 2012 (I)

Auftritt der Banater Trachtengrupen in der Ulmer Fußgängerzone. Fotos: Walter Wolf

Der diesjährige Heimattag der Banater Schwaben stand in einem besonderen Kontext: Das Land Baden-Württemberg, das Patenland der Banater Schwaben, feiert heuer seinen 60. Geburtstag, und die Stadt Ulm, ihre Patenstadt, erinnert in diesem Jahr unter dem Motto „Aufbruch von Ulm entlang der Donau 1712/2012“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen an den Beginn der Auswanderung nach Südosteuropa vor dreihundert Jahren. Auch das traditionelle Pfingsttreffen der Banater Schwaben reihte sich in den großen Jubiläumsreigen des Patenlandes und der Patenstadt ein. Unter dem Motto „Zukunft mit Tradition“ belegte der Heimattag auch diesmal eindrücklich, dass eine Rückbesinnung auf die Herkunft, auf die kulturellen Werte und Traditionen, auf die Zugehörigkeit zu einer Schicksalsgemeinschaft immer auch die Verankerung in der Gegenwart und den Blick nach vorne mit einschließt. Es sei wichtig, so  Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg, in seinem Grußwort zum Heimattag, „gerade auch die Jugend an ihre Wurzeln zu erinnern und ihnen ihre Vergangenheit nahezubringen. Denn nur wer seine Vergangenheit kennt, kann Lehren für die Gegenwart ziehen und die Zukunft gestalten“. Und um es gleich vorwegzunehmen: Durch ihre starke Präsenz beim Heimattag, den sie aktiv mitgestaltet und mit ihren Darbietungen außerordentlich bereichert hat, stellte die Banater Jugend unter Beweis, dass sie sich ihrer Herkunft und der Traditionspflege verpflichtet fühlt und bereit ist, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Banater Trachten und Blasmusik, facettenreiche Darbietungen in der Ulmer Fußgängerzone, am Rathaus und am Donauschwabenufer, die Pfingstmesse, die Hauptkundgebung und das abwechslungsreiche Programm der Banater Jugend- und Trachtengruppen in der Donauhalle sowie das bunte Treiben in den Messehallen prägten – bei herrlichem Wetter – das Bild des diesjährigen Heimattages der Banater Schwaben. An den beiden Veranstaltungstagen fanden sich rund 6000 Gäste aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich, aus dem Banat und sogar aus Übersee zum großen Begegnungsfest in der Donaustadt Ulm ein.

Banater Trachten und Volkstänze in der Ulmer Fußgängerzone

Besonders öffentlichkeitswirksam präsentierten sich diesmal die Trachtengruppen am Samstagvormittag (26. Mai) in der Fußgängerzone. Mit sechs (statt bisher zwei) Trachtengruppen und mit vier Blaskapellen (statt einer wie sonst) setzten die Banater Schwaben ein deutliches Zeichen zum Jubiläums-jahr „300 Jahre Aufbruch von Ulm entlang der Donau“. Die von Blasmusik begleiteten Volkstanzvorführungen in der belebten Fußgängerzone lockten an gleich drei Standorten nicht nur überraschend viele Banater Landsleute an, sondern auch viele Ulmer Bürger. Ob auf Einkaufstour durch die Läden der Innenstadt oder auf dem Wochenmarkt vor dem Ulmer Münster, ob beim Aufsuchen eines Straßencafes oder beim Flanieren durch die Fußgängerzone, hielten zahlreiche Ulmer inne und verfolgten interessiert die Darbietungen der Trachtentanzgruppen oder lauschten einfach nur den Klängen der Blasmusik. Für ihre schönen Trachten und ihr tänzerisches Können ernteten die Gruppen aus Pfungstadt und Waldkraiburg (am Einstein-Denkmal), jene aus Reutlingen und Karlsruhe (am Neuen Brunnen) sowie die Tanzgruppe Singen und der Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“ aus Temeswar (in der Nähe des Stadthauses) viel Beifall. Die Begeisterung der Zuschauer galt aber auch der stimmungsvollen Musik, dargeboten von den Blaskapellen Waldkraiburg, dem Original Banater Echo, den Weinberg-Musikanten und den Banater Rosmarein. Der Auftritt der Trachtengruppen in der Ulmer Fußgängerzone gestaltete sich zu einem glanzvollen Banater Volkstanzfest.

 

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