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Banater Post

Donaufest in Ingolstadt

Die Banater Gruppe beim Donaufest in Ingolstadt. Einsenderin: Gunhild Burger

„Die Donau fließt und wieder fließt / Wohl Tag und Nacht zum Meer“ – so beginnt ein Auswandererlied aus Bayerisch-Schwaben aus dem 18. Jahrhundert, welches der Bedeutung der Donau als Reiseweg unserer Vorfahren mit folgenden Worten Rechnung trägt: „Das Ungarland ist ’s reichste Land. / Dort wächst viel Wein und Treid, / So hat’s in Günzburg man verkündt, / Die Schiff’ stehn schonbereit.“ Diese bedeutsame Rolle der Donau als Schicksalsstrom der Banater Schwaben versuchte der Kreisverband seinen Ingolstädter Mitbürgern beim Internationalen Donautag zu vermitteln, der am29. Juni gefeiert wurde. Eröffnet wurde das Fest in Ingolstadt, mit welchem jährlich an die Unterzeichnung des Donauschutzabkommens im Jahr 1994 erinnert wird, von Bürgermeister Sepp Mißlbeck, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamtes, Karl Deindl, und dem Umweltreferenten Wolfgang Scheuer.

Am Infostand der Banater Schwaben wurden die Besucher mitgenommen auf eine Reise die Donau hinunter, beginnend mit der Einschiffung in Ulm, an Ingolstadt vorbei bis in die donauschwäbischen Siedlungsgebiete entlang des Stroms. Das von Mathias Kahles angefertigte Modell von Kowatschi ermöglichte den Besuchern, sich ein Bild von einem Banater Dorf zu machen, das schachbrettförmig angelegt und dessen Mittelpunkt die Kirche war. Wie oft hatten diese schnurgeraden Gassen mit ihren schmucken Häusern die Kirchweih, das Dorffest des Jahres schlechthin, miterlebt! Ein Gemälde von Franz König, das den Kirchweihzug mit Vortänzerin, Rechnungsführer, Kirchweih-mädchen und -buben in Szene setzt, vermittelte ein prächtiges Bild von Schönheit, Anmut und Lebensfreude. Jene stimmungsvolle Atmosphäre wurde für die Besucher des Donaufestes greifbar dank eines mit bunten Schleifen geschmückten Rosmareins, umrahmt von mit Bändern, Spiegeln und Kunstblumen „ufgeputzte Kerweihhiet“. Ergänzt wurde der Augenschmaus durch ein Puppenpaar in schwäbischer Tracht. Aus dem Banat nach Ingolstadt mitgebracht haben wir aber nicht nur „Kerweihgwand, Hut un Leiwl un Kerweihstrauß“, sondern auch die Tänze unserer Eltern und Großeltern, mit denen die Kinder- und Jugendgruppe des Kreisverbandes Ingolstadt die Zuschauer anlockte.