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Banater Post

Wissenschaftsrat bescheinigt hervorragende Arbeit in Forschung und Lehre

Zog eine positive Bilanz der Zusammenarbeit zwischen dem IdGL und den Landsmannschaften: Institutsleiter Prof. Dr. Reinhard Johler (Bildmitte) mit seinem Mitarbeiter Dr. Karl-Peter Krauss (rechts) und den Bundesvorsitzenden Klaus Loderer von den Deutschen aus Ungarn, Helmut Berner von den Sathmarer Schwaben und Peter-Dietmar Leber von den Banater Schwaben (von links). Foto: Bauer

Das Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen ist gut aufgestell. Der Tübinger Professor Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, konnte beim Forum Landsmannschaften am 5. April Erfreuliches mitteilen. In der kürzlich veröffentlichten „Empfehlung zur Weiterentwicklung der außeruniversitären historischen Forschung zum östlichen Europa“ des Wissenschaftsrates wurde die von ihm geleitete Einrichtung äußerst positiv dargestellt. Das Institut ist direkt an die Universität angebunden, international ausgerichtet und hat mit der Gründung des „Zentrums zur Erforschung deutscher Geschichte und Kultur in Südosteuropa“ richtige Schritte im Hinblick auf eine strukturelle Weiterbildung unternommen. Dass diese Arbeit auch von der Universität Tübingen geschätzt werde, zeige die Übernahme des Vorsitzes des Wissenschaftlichen Beirates durch den Rektor der Universität, Professor Bernd Engler, und des Geschäftsführenden Vorsitzes durch Professor Klaus Gestwa, Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde. Des weiteren konnte eine Juniorprofessur eingeworben werden. Inhaber ist Professor Carl Bethke, der mit zwei Doktoranden seinen Sitz am Tübinger Institut hat.

Aus der Vielzahl der Projekte, die in einem 70 Seiten starken Jahresbericht vorgestellt werden, ging Professor Johler auf das vor dem Abschluss stehende Projekt „Hatzfeld. Ordnungen im Wandel“ näher ein, auf das Projekt „Heimatsachen“ mit den Heimatortsgemeinschaften der Landsmannschaft und auf die erfolgreiche Prosa-Anthologie deutscher Erzähler aus Rumänien nach 1945. Letztere wurde auch in rumänischer Sprache veröffentlicht. Ferner wurden vom Institut im vergangenen Jahr sieben Tagungen erfolgreich veranstaltet. Die Bibliothek des Instituts erfahre durch den zunehmenden internationalen Leihverkehr eine wachsende Bedeutung.

Bezüglich zukünftiger Veranstaltungen konnte Professor Johler auf die am 30. November 2013 stattfindende Jahrestagung zum Thema „Neulandgewinnung und Migration zwischen 1700 und 1850 – die Habsburgermonarchie, Preußen und andere deutsche Staaten im Vergleich“ verweisen, auf die Ausstellung „Schwarze Pfingsten – Die Deportation in die rumänische Baragan-Steppe“, die auch in Tübingen gezeigt wird, auf die EU-Donauraumstrategie, in die sich das Institut einbringen wolle, aber auch auf einige öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, die Interesse an der Bibliothek, den Sammlungen und dem Archiv des Instituts wecken sollen. Letzteres wurde den anwesenden Landsmannschaftsvertretern vom Institutsmitarbeiter Dr. Karl-Peter Krauss vorgestellt. Die Archivbestände belaufen sich auf 160 laufende Meter, im vergangenen Jahr wurden 12 laufende Meter Archivalien verzeichnet. An Nachlässen und Archivgut besteht großes Interesse.

Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber äußerte sich lobend zur Arbeit des Instituts. Durch die Ausstellung „Heimatsachen“ sei es gelungen, die Arbeit des Instituts in breiten Kreisen der Landsmannschaft bekannt zu machen, was sich sicher auch auf zukünftige Projekte in diesem Kreis positiv auswirken werde. Zugleich regte er an, diese Aufbruchstimmung für Folgeprojekte zur Struktur und Funktion von Heimatortsgemeinschaften zu nutzen.