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Banater Post

Zwanzigstes Begegnungsfest in Freiburg

Trachtenpaare und Musikanten gestalteten das 20. Sanktandreser Heimattreffen in Freiburg. Foto: HOG

Am 14. September fand das 20. Sanktandreser Heimatortstreffen in Freiburg im Breisgau statt. Nach vielen Vorarbeiten konnte das Organisationsteam die Gäste ab 13 Uhr freudig begrüßen. Der offizielle Teil des Treffens begann mit dem Einmarsch der Trachtenpaare im Rhythmus der Sanktandreser Blasmusik unter der Leitung von Josef Zippel, gefolgt von der schon zur Tradition gewordenen heiligen Messe. Diesmal wurde sie im Begegnungssaal von Pfarrer Bruno Hühnerfeld aus dem Lioba-Kloster in Freiburg-Günterstal zelebriert. Der Sanktandreser Kirchenchor unter der Leitung von Kantorin Katharina Ludwig trug auch diesmal zur Gestaltung der Messe bei. Die Fürbitten wurden von Barbara Hehn vorgetragen, das Totengedenken gestaltete Josef Goschy. Obwohl die Messe nicht in der Kirche stattfand, konnten Pfarrer und Kirchenchor dennoch eine würdige Atmosphäre schaffen.

Nach der Messe folgten die Begrüßung und der Tätigkeitsbericht des HOG-Vorsitzenden Josef Goschy sowie der Bericht des Kassenwarts Wilhelm Moos. Leider schenkten die Gäste diesen Berichten nicht die nötige Aufmerksamkeit, obwohl es um viel ehrenamtliche Arbeit und auch um das Geschehen in der alten Heimat ging.

Da Lehrer Heinrich Lay, der die Redaktion des Sanktandreser Heimatblattes verantwortet, diesmal verhindert war am Treffen teilzunehmen, wurde die 11. Ausgabe des Periodikums von Johann Noll vorgestellt. Es enthält wieder viel Interessantes über das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der alten Heimat. So sind darin zum Beispiel Beiträge über Tierhaltung, Raki-Brennen, Rätschen, Bubenstreiche und das Wallachische Christkind ebenso zu finden wie Artikel über das kulturelle Dorfleben (Musikkapellen und Musiklehrer Franz Lutz; die „Schwaben-Show“ von Hans Jung) oder über die Zeit, als der Andreser Fußball mit seinem Tormann Heinrich Lay seinen Höhepunkte erlebt hat. Gedacht wird auch einiger aus Sanktandres stammenden Persönlichkeiten, so des Pfarrers Karl Stefan Ritter, dessen Geburtstag sich 2013 zum 100. Mal jährt, und des verstorbenen Juristen Dr. Franz Godehard Noll, der als Leiter der Heimatauskunftsstelle Rumänien in München und in der Landsmannschaft der Banater Schwaben erfolgreich gewirkt hat. Außerdem werden die Bewohner entlang der Karaner Straße unter die Lupe genommen und die Genealogie der Großfamilie Noll vorgestellt. Das reich bebilderte Heimatblatt erinnert an die vielen Russland-Deportierten, von denen nur noch wenige am Leben sind. Zuletzt werden alle über 80-jährigen Andreser sowie die noch im Heimatort lebenden Deutschen aufgelistet. Für diese wertvolle Publikation gebührt dem Herausgeber Heinrich Lay und allen Mitarbeitern Dank und Anerkennung.

Zwischendurch spielte am Nachmittag die Andreser Blaskapelle, während am Abend die „Kavaliere“ unter der Leitung von Josef Zippel zum Tanz einluden. Es herrschte eine gute Stimmung und es wurde viel miteinander erzählt. Den Höhepunkt des Abends bildete der Auftritt der Geschwister Verena und Markus Noll. Sie beeindrucken immer wieder mit ihrem tänzerischen Können. Zunächst führte das Paar Standardtänze vor, um dann südamerikanische Tänze zu präsentieren. Nach dem kräftigen Applaus der Zuschauer sparten sie auch nicht mit Zugaben. Mit Musik und Tanz ging es dann weiter bis zur Feierabendstunde. Das nächste Wiedersehen gibt es am 12. September 2015 in Schwabach.