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Banater Post

Gedenken an die Opfer der Russlanddeportation in Traunreut

Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen gedachten am Heimatkreuz in Traunreut des 69. Jahrestages der Russlanddeportation. Fotos: Hans Noll

Zahlreiche Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen trafen sich am 11. Januar  am Heimatkreuz im Friedhof von Traunreut, um der Opfer der Russlanddeportation zu gedenken und an das unsägliche Leid zu erinnern, das Zehntausenden von Deutschen aus Südosteuropa im Januar 1945 zugefügt wurde. Zur Gedenkveranstaltung, an der auch ehemalige Deportierte sowie Fahnenabordnungen aus München und Waldkraiburg teilnahmen, hatten die Landsmannschaft der Banater Schwaben (Landesverband Bayern und Kreisverband Traunreut) und der Verband der Siebenbürger Sachsen (Kreisgruppe Traunreut) eingeladen. Seitens des Landesvorstandes Bayern waren neben dem Bundes- und Landesvorsitzenden Peter-Dietmar Leber noch Pfarrer Peter Zillich, Bernhard Fackelmann und Hans Noll zugegen.

Zum Gedenken an die Opfer der Deportation legten die Kreisvorsitzenden der Banater Schwaben, Peter Mallinger, und der Siebenbürger Sachsen, Norbert Klein, einen Kranz am Heimatkreuz nieder. Den geistlichen Teil der Feier gestalteten Pfarrer Peter Zillich, Pastoralreferentin Dr. Melanie Lüking sowie die evangelische Pfarrerin Betina Heckner. Pfarrer Zillich, dessen Mutter ebenfalls
deportiert war, erinnerte daran, wie tief sich dieses tragische Geschehen in die Biografien unserer betroffenen Landsleute eingegraben habe.

Peter-Dietmar Leber ging auf das große Leid ein, das für viele Menschen damals vor 69 Jahren begann. „Gemeinsam hatten diese Menschen nur eins: Sie waren deutsche Volkszugehörige und als solche im Kalkül der damaligen Machthaber eine leicht verfügbare und rechtlose Masse“, hob Leber hervor. „Wir sollen an diesem Tag und darüber hinaus immer mahnen, dass Menschenrechte universale Rechte sind, die nie zur Disposition stehen dürfen“, so sein Appell. Traunreuts Erster Bürgermeister Franz Parzinger erklärte ebenfalls, dass man
alles daran setzen müsse, damit solche schrecklichen Dinge nie mehr passieren können. Er lud die Veranstalter ein, die Gedenkfeier jedes Jahr in Traunreut abzuhalten.

Die Gedenkstunde wurde von Bläsern der Stadtkapelle Traunreut und vom Banater Chor Traunreut unter der Leitung von Susanne Ballmann musikalisch umrahmt. Kreisvorsitzender Peter Mallinger dankte allen für die Unterstützung, Mitwirkung und Teilnahme und lud die Anwesenden zu einem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ins Heimathaus ein.