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Banater Post

Maria Radna im Kontext der europäischen Wallfahrtsorte

Was gibt es Neues in Maria Radna? Der für alle Banater Katholiken wichtige Wallfahrtsort befand sich beim Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in einem beklagenswerten Zustand. Die Basilika zeigte starke Verfallserscheinungen, und auch das in kommunistischer Zeit zum Altenheim umgebaute Franziskanerkloster war dringend sanierungsbedürftig. Die Diözese Temeswar als verwaltende Stelle beauftragte den aus Temeswar stammenden, in München lebenden Architekten Herbert Habenicht mit der Leitung der Renovierungsarbeiten.

Ein spezielles Aufbaustudium für Denkmalschutz und Sanierung von Altbauten qualifiziert ihn für diese Aufgabe in besonderem Maße. Die Arbeiten selbst werden vor Ort in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Architektur an der Temeswarer Universität durchgeführt. Zahlreiche Landsleute unterstützten das Renovierungsvorhaben mit Spenden, verbinden die meisten doch intensive Erinnerungen mit dem Wallfahrtsort. Eine nicht unerhebliche Summe konnte somit auf die von der Diözese bereitgestellten Mittel aufgeschlagen werden. Nun wird die Renovierung des Wallfahrtsortes in einen gesamteuropäischen Kontext gestellt und in ein EU-Projekt zum Kulturtourismus eingebunden. Damit soll die historische Bedeutung der Wallfahrtsstätte im europäischen Zusammenhang als erlebbare Geschichte thematisiert werden. Das geplante Wallfahrtsmuseum ist ein Pfeiler des Konzepts, hinzu kommt der Ausbau der touristischen Infrastruktur – Parkplätze, Erholungsmöglichkeiten, Gastronomie, Einbindung des kulturellen Angebots der Umgebung –, die den heutigen Wallfahrern und Besuchern das angenehme Verweilen vor Ort ermöglicht. Mit Hilfe von EU-Geldern wird die Renovierung von Kirche und Kloster auf diese Weise zu einer kulturtouristischen Attraktion in Westrumänien ausgeweitet, was sich positiv auf die Struktur der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes der Region auswirken wird.

Eine ausführliche Darstellung der Renovierungsarbeiten auf ihrem derzeitigen Stand und der weiteren Planungen folgt in der nächsten Nummer der Banater Post.