zur Druckansicht

private Anzeige schalten

Media-Center

Banater Post

„Leit, wie schnell die Zeit vergeht“

„Die lustigen Schwaben“ zauberten ein abwechslungsreiches Programm mit Liedern, Gedichten, szenischen Darstellungen und Videoprojektionen auf die Bühne und ernteten dafür viel Applaus. Foto: KV

Am 11. Mai  hatte der Kreisverband Rhein-Neckar- Heidelberg  zu einem weiteren bunten banatschwäbischen Nachmittag ins Leimener Bürgerhaus eingeladen. Viele Gäste aus dem Raum Heidelberg, aus Mannheim und Ludwigshafen sowie geladene Ehrengäste konnte der Kreisvorsitzende Josef Prunkl willkommen heißen. Zu Letzteren zählten neben Vertretern befreundeter Landsmannschaften (Siebenbürger Sachsen, Schlesier und Egerländer) der Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben Stefan Ihas sowie der Vorsitzende der HOG Lenauheim Werner Griebel.

„Leit, wie schnell die Zeit vergeht“ – ein unterhaltsamer Nachmittag für Jung und Alt, mit großer Brauchtumsdemonstration der „Lustigen Schwaben“ stand auf dem Programm. Der erste Teil des Nachmittags war dem Banater Liedgut und Gedichtvorträgen gewidmet. Lieder wie „Oh du mein Heimatland“, „Wo die Donau fließt nach Süden“, „Ein Lied aus der Heimat“, „Wir sind die lustigen Schwaben“, „Ganz am Ende der Straße“, „Wir Exbanater“ haben nicht nur durch Inhalt und Melodie, sondern auch durch die einfühlsame Art des Vortragens sehr beeindruckt. Zwischen den Liedern wurden folgende Gedichte in Hochsprache und Mundart vorgetragen: „Erinnerungen aus dem Banat“ (Anna Fernbach), „Heimat“ (Susanna Bako), „Mei Mottersproch“ (Franz Magamoll), „Ich sen a Schwob“ (Hans Lang), „Banater Schwabenzug“ (Anna Frombach) und „Homweh“ (Anneliese Lang).

Im zweiten Teil des Nachmittages ist das Motto der Vorstellung „Leit, wie schnell die Zeit vergeht“ so richtig zum Tragen gekommen. Dabei führten die Darsteller das Leben der Banater Schwaben in der alten Heimat, von der Wiege bis zur Aussiedlung, in verschiedenen Szenen, ergänzt durch Videoprojektionen, beeindruckend vor Augen. Wichtige Lebensphasen und Geschehnisse wie Baby-, Kindergarten- und Schulzeit, Heirat, Tanzunterhaltungen und Kirchweihfeste, die Schweineschlacht, aber auch die Ausreise und das Einleben in Deutschland wurden in einer gelungenen Kombination von Bild- und Tonaufnahmen und Darstellungen der Laienakteure präsentiert. All dies noch einmal zu erleben, rief bei den Anwesenden bewegende Momente aus dem eigenen Leben in  Erinnerung. So sind längst vergangene, von den meisten als schön empfundene Zeiten wieder Wirklichkeit geworden und haben jetzt im Rückblick die Herzen und Seelen des Publikums berührt. Mit eingebunden in diesen Programmteil waren Lieder („Rote Rosen blühen im Garten“, „Wenn zwei sich wirklich lieben“, „Jetzt ziehen wir zum Tor hinaus, ade“ und „Banater Schwaben werden wir genannt“) und Gedichte („Vergangenheitsweh“, „Mei Schulzeit“, „Kerweispruch“, „Unsere Heimat“ und „Gedicht eines Auswanderers“). Vorgetragen wurden die Gedichte von Theresia Eisele, Astrid Eberhardt, Josef Klein, Edeltraut Gräbeldinger und Ingrid Altenbach.

Durch das Programm führten Anneliese und Hans Lang. Die Idee zu dem Stück stammt von  Anneliese Lang, unter deren Regie es auch inszeniert wurde. Bei den Videoverführungen brachte sich Hilde Klein gestalterisch ein. Die musikalische Begleitung lag in den Händen von Hans (Hasi) Sterbling. Mitgewirkt haben Ingrid und Mathias Altenbach, Susanna und Josef  Bako, Theresia Eisele, Edeltraut Gräbeldinger, Erlinde und Ewald Hinkel, Astrid, Erika und Anton Eberhardt, Anna Fernbach und Stefan Ihas, Anna Frombach, Erlinde und Ewald Hinkel, Hilde und Josef Klein, Anna und Franz Magamoll, Anneliese und Dieter Schneider, Elisabeth Sterbling, Maria und Micki Schwarz. Diese Nachmittagsvorstellung war zum einen eine eindrucksvolle Dokumentation banatschwäbischer Vergangenheit und zum anderen eine zu Herzen gehende Darstellung banatschwäbischen Lebens und Brauchtums. Es war eine Vorführung mit großem Erinnerungswert. Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für diese großartige Leistung.

Der Nachmittag klang bei Tanz und Gesang aus. Hans Sterbling, alias Hasi, als guter Unterhalter und Musiker bekannt, machte auch diesmal seinem Ruf alle Ehre. Zu flotter Musik wurde bei bester Stimmung das Tanzbein geschwungen, wobei auch das Singen nicht zu kurz kam. Der Vorstand dankt den Mitwirkenden sowie allen, die zu dessen Gelingen beigetragen haben.