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Banater Post

„Max und Moritz“ − das etwas andere Weihnachtsspiel

Die bei der Weihnachtsfeier des Kreisverbandes Esslingen mitwirkenden kleineren und größeren Kinder mit ihren Anleiterinnen

Dass die Geschichte von Max und Moritz sehr viel mit Weihnachten zu tun haben kann, zeigte das von Kindern präsentierte Theaterstück. Fotos: KV

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen.“ Wer hat nicht auch schon mal die Geschichte von den beiden Lausbuben gehört? Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, was die denn mit Weihnachten zu tun haben? Mehr als man im ersten Moment denken würde… Weihnachten ist ein Fest der Familie und der Nächstenliebe. Und dass die Geschichte von Max und Moritz auch ganz anders enden und somit ganz viel mit Weihnachten zu tun haben kann, zeigten die Kinder des Kreisverbandes Esslingen.

Doch bevor es am 3. Dezember 2017 im Katholischen Gemeindezentrum St. Georg in Unterboihingen hieß, Vorhang auf für das etwas andere Weihnachtsspiel, begrüßte der Kreisvorsitzende Herbert Volk alle Landsleute sowie die Eltern, Verwandten und Bekannten der mitwirkenden Kinder und Jugendlichen im festlich geschmückten Gemeindesaal zur Weihnachtsfeier des Kreisverbandes und hieß alle Gäste herzlich willkommen.

Die Kinder- und Jugendtanzgruppe des Kreisverbandes zeigte dann, dass sie nicht nur gemeinsam tanzen, sondern auch wunderbar singen und musizieren kann – so erklangen Lieder wie „Wir stapfen durch den Schnee“, vielen bekannt als Jingle Bells, „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Oh du Fröhliche“. Doch auch das eine oder andere Gedicht wurde vorgetragen, besonders begeistert waren die Gäste aber von „Sankt Nikolaus in Nöten“, einem Gedicht von Pfarrer Matthias Kotonski. Da Knecht Ruprecht krankheitsbedingt ausfällt, muss Sankt Nikolaus die Geschenke allein an die Kinder verteilen. Weil ihn das Geschleppe ganz schön ermüdet, bekommt der fromme Gottesmann in jedem Haus, in das er einkehrt, Schnaps und Bier zur Stärkung. Doch verfehlt der viele Alkohol leider seine Wirkung nicht. So kann sich Sankt Nikolaus gerade noch zum letzten Haus schleppen. Dort stolpert er jedoch über die Türschwelle und lässt sein goldenes Buch fallen. Dieses wird dabei völlig zerfetzt. Mühsam versucht er es schnell wieder zusammenzusetzen. Leider weiß er aber nicht mehr, welcher Text in welches Haus gehört und so bringt er alles durcheinander, was bei der Verteilung der Geschenke zu einiger Verwirrung, aber zu noch mehr Lachern führt.

Mit Tränen in den Augen vor Lachen konnten sich die Gäste im Anschluss bei Kaffee und den zahlreichen selbstgebackenen Kuchen, Torten und Plätzchen stärken, bevor es hieß: Vorhang auf für das Theaterstück „Max und Moritz – eine Bubengeschichte in sieben Streichen“ frei nach Wilhelm Busch. 

Dieses etwas andere Weihnachtstheater war das Ergebnis eines Theaterworkshops, der im Frühling stattgefunden hatte. Die Idee dazu entstand bei der Weihnachtsfeier 2016. Ziel war es, den Kindern ohne Lerndruck den Spaß am Theater, am Verkleiden und Ausprobieren zu vermitteln. Dabei waren die Kinder so begeistert, dass kurzerhand beschlossen wurde, die so in ein kurzes Theaterstück umgearbeitete Geschichte von Wilhelm Busch einem großen Publikum vorzuführen. Das Besondere daran: Max und Moritz wurden zum Schluss nicht etwa zu Korn gemahlen, sondern mussten ihre Fehler alle wieder gutmachen.

Belohnt wurden die Darsteller mit tosendem Beifall. Besonders erwähnt sei hier Johannes Krispin, der das Weihnachtslied am Ende des Theaterstücks selbst komponiert und gesungen hat.

Bevor der mit vielen Geschenken beladene Nikolaus zur Tür hereinkam und alle anwesenden Kinder mit einem kleinen Präsent belohnte, sangen alle nochmals gemeinsam besinnliche Weihnachtslieder. Auch die Kleinsten kamen zu Wort und trugen dem Nikolaus ihre Weihnachtsgedichte vor.

Großer Dank gilt an dieser Stelle allen Mitwirkenden: den Kindern, Jugendlichen und den Eltern, die die Kinder tatkräftig unterstützt haben, sowie allen Helfern im Hintergrund, die in der Küche Hand angelegt haben oder bei den Auf- und Abbauarbeiten mit dabei waren. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die vielen Kuchenspenderinnen.