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Banater Post

„Die letschti Kerwei im Kulenner“

Vorstandsmitglieder der HOG Sanktandres und der Sanktandreser Kirchenchor mit Pater Levi dos Anjos Ferreira nach der heiligen Messe, die fester Bestandteil des Heimattreffens ist.

Der neu gegründete Chor "singAndres" bestritt beim Sanktandreser Treffen seinen ersten Auftritt. Fotos: HOG Sanktandres

Am 30. November ist der Namenstag des Heiligen Andreas, dem Schutzpatron der Sanktandreser Kirche. Dann wurde in Sanktandres Kirchweih gefeiert. Da dieser Tag aber oft schon in die Adventszeit fiel, war das Kirchweihfest meist am Sonntag davor. Diese Zeiten sind Vergangenheit und kommen nie wieder zurück. Heute feiern wir in unserer neuen Heimat keine Kirchweih mehr. Ein Ersatz stellt unser Heimatortstreffen dar, bei dem man sich fast so fühlt wie damals im Banat an der Kerweih.

Unser diesjähriges Treffen fand am 9. September in Freiburg statt. Bereits am Vorabend trafen sich die Organisatoren und viele freiwillige Helfer im Hüttingerhaus, um den Saal fürs anstehende Fest vorzubereiten. Man kann fast sagen, es war ein kleines „Vortreffen“. Nach getaner Arbeit, begleitet von vielen Gesprächen, Liedern und einem spontan aufgetischten „schwowische Owedesse“ klang der Abend aus.

Am Samstag war es dann soweit. Um 15 Uhr, mit dem Beginn der heiligen Messe, war der Saal schon gut gefüllt. Pater Levi dos Anjos Ferreira gestaltete den Gottesdienst mit wohl gewählten, einfühlsamen Worten. Der gebürtige Brasilianer, der seit paar Jahren in Deutschland lebt, brachte zum Ausdruck, dass Gemeinschaft ein hohes Gut sei, das gepflegt werden müsse. Er könne daher sehr gut nachvollziehen, wie es sei, wenn man nur alle zwei Jahre Gelegenheit hat sich zu treffen. Der
Sanktandreser Kirchenchor, begleitet von Heinrich Deschu auf dem Keyboard, sang die Haydn-Messe.
Nach der Messe kam es dann zu einem ersten Höhepunkt des Treffens: Die selbstgebackenen Torten und Kuchen wurden aufgetragen. Es war wie in Andrees auf der Hochzeit. Zum Klang der Blasmusik, geleitet von Josef Zippel, ließ man sich Kuchen und Kaffee schmecken und auch das Tanzbein wurde geschwungen. Elisabeth Kilzer und Josef Goschy trugen Gedichte vor.

Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war der Auftritt der Gruppe „singAndres“. Unter der Leitung von Heidrun Till (geb. Janzer) bestritt der neu gegründete Chor seinen ersten Auftritt. Die Lieder kamen sehr gut an, was sowohl an der absoluten Stille während der Darbietung als auch an dem nicht enden wollenden Applaus zu erkennen war. Zwischendurch lockerten Siegfried Till und Hans Stemper mit weiteren Gedichten das Programm auf.

Zu einem schönen Fest gehört auch ein gutes Essen. Die Freiburger Kegelgruppe um Helmut Reiter hatte ein vorzügliches Abendessen zubereitet. Während des Essens lief im Hintergrund eine Diashow mit Bildern aus Sanktandres von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart. Peter Spengler hatte die Fotos zur Verfügung gestellt, Franz Wurmlinger hatte sie aufbereitet.  Danach spielten Josef Zippel und Michael Kohlem zum Tanz auf. Die schöne Musik und der Gesang lockten viele Leute auf die Tanzfläche.

Als gegen zwei Uhr die letzten Besucher sich auf den Heimweg machten, hörte man des Öfteren sagen: „So scheen wors schun lang net geween“. Diese Rückmeldungen stimmen uns zuversichtlich, dass es in zwei Jahren in Schwabach ein ebenso frohes Wiedersehensfest geben wird wie heuer.
Zum Schluss noch einen herzlichen Dank an all die vielen Helferinnen und Helfer, die vor, während und nach dem Fest im Einsatz waren, besonders an die Kuchenbäckerinnen.