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Banater Post

Verjüngter Vorstand führt Vereinsarbeit fort

Bundesvorstandsmitglied Walter Keller ehrte die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder (von links): Nikolaus Krachtus, Erika Weber, Thomas Schmidt und Maria Keller.

Der neue Vorstand und die Kassenprüfer der HOG Wiseschdia (von links): Claudia Fix, Gerhard Loibl, Berta Beinschroth, Raimund Dinyer, Tobias Krachtus, Valentin Cumpănaş und Richard Städtler. Nicht auf dem Bild sind Karin Lux und Dr. Gerd Walter Keller. Fotos: HOG Wiseschdia

Am 16. September fand das Wiseschdiaer Heimattreffen bereits zum neunten Mal im Mühlbergheim in Pfungstadt statt. Auch diesmal waren viele Gäste angereist, so dass am frühen Abend der Saal voll besetzt war. Die Gäste fühlten sich sehr wohl, wie es die zahlreichen Rückmeldungen bezeugen. Erfreulich ist, dass die jüngere Generation wieder gut vertreten war und sich verantwortungsbewusst in die Vereinsarbeit einbringt.

Die Pfungstädter Gastgeber hatten sich diesmal entschlossen, die Bewirtung in Eigenregie zu übernehmen. Sie hatten keine Mühe gescheut, das Fest so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Saal war schön geschmückt und es gab, wie gewohnt, die leckeren Kuchen, natürlich selbstgebacken von den in Pfungstadt ansässigen Landsleuten. Die von Johann Dinyer zubereitete leckere Schlachtplatte war eine zusätzliche Motivation, beim Treffen unbedingt dabei zu sein. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz wurden den Helferinnen und Helfern Ehrenurkunden verliehen.

Auf der Tagesordnung standen der Bericht der Schriftführerin, der Rechenschaftsbericht des Vorstands
sowie die Berichte des Kassenwarts und der Kassenprüfer mit anschließender Entlastung des Vorstands. Außerdem waren Neuwahlen angesetzt. Als Vertreter der Landsmannschaft der Banater Schwaben nahm Walter Keller, Bundesvorstandsmitglied und Vorsitzender der HOG
Marienfeld, teil.

Auch diesmal gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute der in den letzten zwei Jahren verstorbenen Landsleute. Stellvertretend für alle sei hier der im Juli dieses Jahres verstorbene Ehrenvorsitzende der HOG Wiseschdia, Thomas Schmidt, genannt. Er zählte 1973 zu den Gründungsmitgliedern der HOG und war 28 Jahre lang deren Vorsitzender. Mit Rat und Tat stand er seinen Landsleuten immer zur Seite. Seinem leidenschaftlichen persönlichen Einsatz verdankt die HOG Wiseschdia die Renovierung der Heimatkirche und die Hundertjahrfeier der Einweihung der Kirche im Jahre 1993 in Wiseschdia. Seine Landsleute werden Thomas Schmidt immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Der HOG-Vorsitzende Nikolaus Krachtus gab einen kurzen Rückblick über die Aktivitäten der vergangenen Jahre. Zu den wichtigsten Vorhaben, die in dieser Zeit umgesetzt wurden, zählten die Außen- und Innenrenovierung der Kirche und die komplette Einzäunung des Friedhofs in Wiseschdia. Diese Arbeiten waren ein Erfolg der gesamten Gemeinschaft, weil es nur durch die zahlreichen Spenden möglich war, die finanziellen Mittel dafür aufzubringen. Der Friedhof ist auch jetzt in gutem Zustand, die Kirche hingegen müsste dringend an zwei Stellen im oberen Fassadenbereich ab-gedichtet werden. Der Vorstand war sich einig, diese Arbeiten zu finanzieren. Mit der Einholung eines Kostenvoranschlags und – nach Rücksprache mit dem Vorstand – der Beauftragung von Handwerkern wurde Valentin Cumpănaş betraut.

Außerdem hat der Vorstand zu jedem Treffen eine Infobroschüre oder ein Video- bzw. Filmbeitrag zu unterschiedlichen Themen erstellt. Diese wurden stets mit Begeisterung aufgenommen und gaben Anlass zu angeregten Gesprächen. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Landsleuten, die die HOG regelmäßig mit 10 Euro pro Jahr und Familie unterstützen. Spenden für die Friedhofspflege werden weiterhin dankend entgegengenommen. Sehr wichtig sei auch die Pflege und ständige Aktualisierung der Heimatortskartei, so Krachtus. Diese bilde die Grundlage für die in der „Banater Post“ erscheinenden Familiennachrichten. Er wiederholte die Bitte, wichtige Familienereignisse oder Adressänderungen der Schriftführerin mitzuteilen.

Als Dank und Anerkennung für langjährige Verdienste um den Verband überreichte Walter Keller die Verdienstmedaille der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Gold an Nikolaus Krachtus und die Verdienstmedaille in Silber an Maria Keller. Ehrenurkunden der Landsmannschaft erhielten Erika Weber, Thomas Schmidt und Ewald Hehn. Die fünf Geehrten verlassen den Vorstand und wurden seitens der HOG mit Blumen und Weinpräsenten verabschiedet.

Die unter der Leitung von Walter Keller durchgeführten Neuwahlen führten zu einer deutlichen Verjüngung des Vorstands, der sich folgendermaßen zusammensetzt: Tobias Krachtus (Vorsitzender), Karin Lux und Dr. med. Gerd Walter Keller (stellvertretende Vorsitzende), Claudia Fix, geb. Schmid (Schriftführung), Raimund Dinyer (Kassenwart), Valentin Cumpănaş und Richard Städtler (Beisitzer). Als Kassenprüfer wurden Berta Beinschroth und Gerhard Loibl bestellt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde des neuen Vorstands waren alle in freudiger Erwartung auf den angekündigten Videofilm „Wiseschdia von oben“. Die Aufnahmen von Tobias, Ralf und Nikolaus Krachtus sowie Michelle und Raimund Dinyer sind in diesem Sommer entstanden und wurden von Valentin Cumpănaş kommentiert. Wiseschdia zeigt sich sehr aufgeräumt, der Ort ist sauber, die Straßen sind mit Ablaufgräben und Brücken an jeder Hauseinfahrt versehen. Die Straßenbeleuchtung wurde auf LED-Lampen umgestellt. Die Felder sind bestellt, es gibt viel Grün und viele Gewächshäuser mit Gemüseanbau. Auch Kirche und Friedhof vermitteln einen gepflegten Eindruck. Leider ist das Dorf nicht mehr so, wie es die meisten von uns in Erinnerung haben. Obwohl auch neue Gebäude dazugekommen sind, fehlen viele bekannte Wohnhäuser, da sie nach dem Zerfall abgerissen wurden. Die Bilder stimmten den einen oder anderen dann doch traurig. Bei Interesse kann der Film bei Nikolaus Krachtus käuflich erworben werden.

Am Abend spielte die Formation „Trend … die Band“ unter der Leitung von Anita und Reini Merle zum Tanz auf und sorgte für stimmungsvolle Unterhaltung. Die Band erfüllte jeden Musikwunsch, sodass alle auf ihre Kosten kamen. Bei guter Stimmung waren die Landsleute besonders tanzfreudig.

Der alte wie der neue Vorstand bedanken sich bei allen Landsleuten, die sich ehrenamtlich in die Gemeinschaft einbringen und ganz besonders bei den vielen freiwilligen Helfern aus Pfungstadt. Ohne sie wäre die Ausrichtung der Treffen in diesem schönen Rahmen nicht möglich. Möge das Gefühl der Zusammengehörigkeit und unsere lebendige Gemeinschaft auch zukünftig erhalten bleiben.