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Banater Post

Ein Fest, das in Rechberghausen verwurzelt ist

Zur flotten Marschmusik der Banater Schwabenkapelle zogen die Trachtenträger durch die Straßen von Rechberghausen. Foto: HOG

HOG Ulmbach/Neupetsch: Zum 34. Mal Kirchweih gefeiert - Schon wieder ist ein Jahr vergangen: Dreifaltigkeitssonntag und Kirchweihfest in Rechberghausen. Als wäre es noch nie anders gewesen. Die gutgelaunten Ulmbacher Trachtenpaare und deren Gäste zogen zur flotten Marschmusik der Banater Schwabenkapelle durch die Straßen der Gemeinde.

Erst einmal fand der festliche Gottesdienst unter der Mitwirkung des Ulmbacher Chores unter der Leitung von Hans Engelmann und Winfried Janke statt. Dabei wurde in der Predigt und in den Fürbitten der alten Heimat gedacht, aber auch für Frieden und Verständigung aller Menschen auf der Welt gebetet.

Bei Empfängen auf dem Kirchplatz und vor dem Rathaus wurde die Gemeinde vom Vortänzerpaar Isabell Gelsinger und Daniel Klumpp zum Fest eingeladen. Der kühle Schwabenwein kam gut an bei der Hitze. Die Sonne strahlte und die Röcke leuchteten, während sich die Paare beim Tanzen schwungvoll drehten.

Unter dem Applaus der Gäste zogen die Trachtenträger in die Festhalle ein. In ihrer Ansprache mahnte Elfriede Beck: „Wer nicht kommt, der braucht nicht gehen, aber sich auch nicht darüber wundern, wenn es einmal kein Kirchweihfest mehr geben sollte!“ Sie bedankte sich gleichzeitig bei der aktiven Truppe für die Hilfe bei der Vorbereitung und Gestaltung dieses Festtages. Bürgermeisterin Claudia Dörner sprach in ihrem Grußwort über die Verwurzelung des Ulmbacher Kirchweihfestes in Rechberghausen. Sie freue sich schon darauf, in diesem Sommer Gast in Ulmbach/Peciu-Nou im Banat sein zu dürfen. Das Kirchweihfest und die Ulmbach-Fahrt trügen dazu bei, eine Verbindung über Raum und Zeit zu allen Ulmbachern aufrechtzuerhalten, so die Rathauschefin.

Es folgten der perfekt vorgetragene Kirchweihtanz und das „Aushalten“. Hutgewinnerin Brigitte Loch durfte mit ihrem Mann den Ehrentanz mit den Vortänzern tanzen. Ronja Rieser und Moritz Mittler assistierten Hans Gelsinger beim Verlosen.

Für die Kinder war Kirchweih wieder einmal das Fest. Sie waren die stolzesten Trachtenträger. Dabei wurden sie von allen bewundert und gelobt. Für sie gab es den Gassenhauer der Kinder schlechthin. Das Eckstückchen war rhythmisches Hopsen und Jauchzen. Horst Stromer mit seiner Kapelle heizte so richtig ein.

Im Rahmen des Festes wurde der Musiker Hans Milles geehrt. Der Senior der Schwabenkapelle geht nach 59 Jahren an der Tuba in Musik-Ruhestand, aber nur, weil ihm und seiner Frau ein Ortswechsel bevorsteht. Seine Kameraden werden dieses Urgestein sehr vermissen. Der HOG-Vorsitzende Peter Rieser wünschte ihm alles Gute und Gesundheit.

Um 20 Uhr trat die Sunshine-Band mit Hilde und Werner Maurer auf die Bühne. Ihre schwungvolle Musik füllte die Tanzfläche bis spät in die Nacht und besonders bei der Jugend kam die Band ganz gut an. Zwischendurch wurden die Männer der Kegelrunde vom Vormittag geehrt. Die Sieger Herbert Seeger und Franz Mittler mussten sich den Geschenkkorb teilen.

Tanzen, singen, sich mit Freunden unterhalten, Verwandtschaft treffen und Klassenkameraden wiedersehen – das alles und noch viel mehr bot dieser Tag des Wiedersehens. Wer da war, wollte gar nicht wieder aufhören zu bleiben. Schön warʼs … und die Nacht kurz. Am Sonntagmorgen wurde die Halle aufgeräumt und in gemütlicher Runde gegrillt. Auch dieser friedliche Ausklang gehört zum Kirchweihfest. So könnte es noch viele Jahre weiter gehen…