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Banater Post

Osterball hat sich in Rastatt mittlerweile fest etabliert

In Rastatt gehören die Tanzvorführungen der „Banater Schwabenkinder“ schon zur Tradition. Foto: Cornel Simionescu-Gruber

Der Osterball des Kreisverbandes Rastatt hat mittlerweile Tradition und nimmt einen festen Platz im Veranstaltungskalender ein. Dass dem so ist, bestätigte die große Zahl an Vormerkungen – so viele wie noch nie – und dann am Ballabend selber die Anzahl der Besucher. Die Oberwaldhalle in Rastatt-Rauental war bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten immer wieder weitere Tische für die nachkommenden Besucher aufgestellt werden.

Der Ball wurde mit einer kurzen Begrüßungsansprache des Kreisvorsitzenden Dr. Norbert Neidenbach eröffnet, der alle Gäste und ganz besonders den Präsidenten des Weltdachverbandes der Donauschwaben, Stefan Ihas, als Ehrengast willkommen hieß. Dieser Unterhaltungsabend bietet natürlich – wie alle anderen Veranstaltungen des Kreisverbandes Rastatt – neben der Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen, auch die Möglichkeit, Landsleute aus der näheren und weiteren Umgebung zu treffen, miteinander ins Gespräch zu kommen, den heimatlichen Dialekt zu pflegen und den Gemeinschaftssinn zu stärken.

Den musikalischen Anfang machte die Blaskapelle „Notenvagabunden“ unter der Leitung von Benno Kiefer mit böhmisch-mährischer Blasmusik. Die Musiker dieser Kapelle kommen alle aus dem Raum Rastatt und haben fast alle Banater Wurzeln. Ihr Repertoire umfasst auch zahlreiche Werke Banater Komponisten. Die Darbietungen, gespickt mit solistischen Einlagen und Gesang, zeichnen sich durch hohe Qualität aus. So verwundert es nicht, dass  sich die Tanzfläche schnell füllte.

Die „Notenvagabunden“ haben auch die „Banater Schwabenkinder“, eine 2012 unter der Schirmherrschaft der Heimatortsgemeinschaft Jahrmarkt gegründete Jugendtrachtengruppe, bei ihrem Auftritt begleitet. Dagmar Österreicher, die Leiterin der Gruppe, hatte mehrere Tänze vorbereitet, die Jugendlichen – eigentlich bereits Profis bei ihren Auftritten – begeisterten das Publikum durch ihr Können und ihren Enthusiasmus, aber auch durch die Schönheit ihrer Trachten. Die neu einstudierten Tänze – besonders der Tanz mit den Blumenbögen – kamen beim Publikum gut an, stehender Applaus war der Lohn für den Einsatz der Gruppe.

Mit beiden Gruppen, den „Notenvagabunden“ und den „Banater Schwabenkindern“, besteht eine bereits mehrjährige sehr gute Zusammenarbeit, die wir sehr gerne weiterführen werden. Video-Aufzeichnungen von dem Auftritt sind auf YouTube zu finden.

Der zweite Teil des Abends wurde von der Gruppe „Die Palomas“ mit Unterhaltungs- und Tanzmusik bestritten. Sie sorgte für ausgelassene, mitreißende Stimmung, die bis in die frühen Morgenstunden anhielt. Die Band, gebildet aus Richard Zacharias, Siegfried Potche und Astrid Marsel, besteht in dieser Form zwar erst seit einigen Monaten, die Protagonisten sind jedoch gestandene Musiker und kennen die musikalischen Vorlieben unserer Landsleute seit vielen Jahren. „Die Palomas“ haben erneut bewiesen, dass sie mit ihrem Repertoire den Geschmack des Publikums treffen und die Tanzfreudigen begeistern können.

Zwischendurch hatte die Tanzgruppe noch eine Überraschung parat: Sie bot einen auf dem Märchen „Aschenputtel“ basierenden Sketch dar, dessen Text ins Banatschwäbische übertragen worden war. Neben den Mitgliedern der „Banater Schwabenkinder“ wurden auch Gäste aus dem Saal mit eingebunden (Kerstin Klein und Gudrun Neidenbach). Auch diesen Auftritt honorierte das Publikum mit langanhaltendem Applaus.

Die banatschwäbische Küche des Restaurants „La Vio“, aber auch die süßen Köstlichkeiten (Dobosch-Torte, Kremesch usw.) verliehen der Veranstaltung zusätzlich ein heimatliches Gepräge. Auch die Tombolapreise wurden dankenswerterweise vom Restaurant „La Vio“ gesponsert. Der Kreisverband bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Teilnehmern und hofft, auch weiterhin solche Bälle organisieren zu können.