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Banater Post

Karlsruhe: Historischer Rückblick und lyrische Kostproben

Vereinsobmann und Autor Dr. Hans Dama sprach über die Banater Schwaben in Wien in Vergangenheit und Gegenwart und las aus seinem schriftstellerischen Schaffen. Foto: Cornel Simionescu-Gruber

Pünktlich um 15 Uhr eröffnete am 1. April 2017 unser Vorsitzender Werner Gilde die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Banater Schwaben Karlsruhe im Haus der Heimat in Karlsruhe. Gilde legte einen Bericht über die Tätigkeit des vergangenen Jahres vor, in dem er auf die verschiedenen Veranstaltungen des Kreisverbandes, auf die Auftritte der Tanzgruppen und des Chors einging. Er wies auch auf die Medienauftritte der Gruppen hin und bedankte sich sowohl bei den Leitern der Kulturgruppen als auch bei den Betreuern der Homepages. Des Weiteren warb er um neue Mitglieder, die unser Verein gut gebrauchen kann, und gab die weiteren Termine für 2017 bekannt.

Der vorgelegte Kassenbericht wurde von den Kassenprüfern ohne Beanstandungen gutgeheißen. Nach der einstimmigen Entlastung des Kassenwarts und des gesamten Vorstands ging man zur Wahl des neuen Vorstands über. Dietmar Giel übernahm die Wahlleitung und führte die Wahl souverän durch. Dabei wurde der alte Vorstand zum neuen Vorstand gewählt.

Nach einer kurzen Pause konnte Dr. Hans Dama begrüßt werden, der zunächst einen Vortrag über den „Verein der Banater Schwaben Österreichs“, dessen Obmann er seit 2001 ist, hielt. Der Referent vermittelte einen guten Überblick über die Vereinsgeschichte, deren Anfänge Ende des 19. Jahrhunderts auszumachen sind, als eine „Tischgesellschaft der Banater Schwaben“ ins Leben gerufen wurde. Er berichtete über die Entwicklung des 1907 gegründeten „Vereins der Banater Schwaben in Wien“, der sich zum Ziel gesetzt hatte, die Beziehungen unter den Landsleuten zu pflegen und zu festigen, ihnen mit Rat beizustehen, den heimatlichen Dialekt zu pflegen, die Sitten und Bräuche zu erhalten. Umrissen wurde die Tätigkeit des Vereins bis zu dessen Auflösung 1947, die Wiedergründung unter dem Namen „Schwabenverein Wien“, die Verselbständigung der Banater Schwaben, die 1963 eine eigene Landsmannschaft gründeten. Diese entfaltete besonders während der Amtszeit von Franz Klein (1983-2000) eine rege Tätigkeit. Dama berichtete sodann über die aktuellen Schwerpunkte der Vereinstätigkeit, die im kulturellen Bereich liegen und über die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Einrichtungen.

Im zweiten Teil des Vortrags bot Dama Einblicke in sein schriftstellerisches Schaffen, das seinen Niederschlag in bisher elf Lyrikbänden und einem Prosaband fand. Er las Geschichten und Gedichte vor, deren Thematik um das Banat kreist. Seine Banat-Gedichte, in dem gleichnamigen, 2015 erschienenen Band zusammengefasst, sind ein Ausdruck von Heimweh, von Hoffnung, mitunter auch von Resignation.
Es war ein interessanter Nachmittag, der den Gästen neben vielen Informationen über das Wirken unserer Landsleute in Österreich auch einen literarischen Genuss bot. Kreisvorsitzender Werner Gilde bedankte sich bei Dr. Hans Dama für seinen Vortrag und die Lesung, den Gästen aber dankte er für ihr Kommen und für die Unterstützung, die sie dem Verein entgegenbringen.